Gastbeitrag von Eva Missling So macht die Arbeit auch bei über 30 Grad noch Spaß

Sommer-Lust statt Sommer-Frust im Büro – damit die Arbeit auch bei über 30 Grad noch Spaß macht. Wen bei Sonnenschein das Fernweh packt, holt sich das Beach-Feeling direkt ins Büro. Einen kurzfristigen Cool-down garantieren unter dem Schreibtisch versteckte Behälter mit kaltem Wasser.
So macht die Arbeit auch bei über 30 Grad noch Spaß

Für viele ist der Sommer unangefochten die liebste Jahreszeit. Am nächst gelegenen Badesee kann man sich in der Sonne aalen, abends bei warmen Temperaturen lange draußen sitzen und sich rund um die Uhr eigentlich nur außerhalb geschlossener Räume aufhalten. Der Haken an der Sache ist, dass nur die Wenigsten die Zeit haben, das herrliche Sommerwetter in vollen Zügen zu genießen. Der Großteil muss tagsüber in überhitzten Büros vor sich hin schwitzen und trotz der Wärme die anfallenden Aufgaben sorgfältig erledigen – das ist leichter gesagt als getan. Eva Missling, von 99designs, hat einmal die besten Tipps, wie man Temperaturen über 30 Grad im Büro übersteht, zusammengefasst:

* Da in den meisten Start-ups sämtliche Daten in der Cloud abgelegt werden, ist es eigentlich auch egal, wo man arbeitet. Also: Notebook unter den Arm klemmen und nichts wie raus an den Badesee oder in die nächste Beach-Bar. Man wird überrascht sein, über die neue Kreativität, die freigesetzt wird. So hat zum Beispiel dass 99designs-Team in Rio sein Büro kurzerhand in ein Zelt an der Copa Cabana verlegt – wer geht unter diesen Umständen nicht gern zur Arbeit?

* Die Arbeitszeit den Temperaturen anpassen. Je früher man anfängt, desto früher kann man den Feierabend genießen. Außerdem ist es in den Morgenstunden noch nicht allzu heiß, sodass die Arbeit im Handumdrehen erledigt ist.

* Wer seine Arbeit effizienter gestaltet, spart richtig viel Zeit. Und wir wissen ja alle, dass Zeit der größte Luxus überhaupt ist. Um den Tagesablauf optimal zu strukturieren, helfen zum Beispiel Apps wie Wunderlist. Sie erinnert zuverlässig, was, wann, wie und wo erledigt werden muss. Neben der Zeitersparnis schont man damit auch die ohnehin von der Hitze angeschlagenen Nerven.

* Unangenehme Aufgaben so schnell wie möglich abarbeiten. Ganz nach dem Motto von Guy Kawasaki, Unternehmer und Risikokapitalgeber: “Man who waits for roast duck to fly into mouth must wait very, very long time.” Sind sie abgehakt, kann man ohne schlechtes Gewissen den Stift fallen lassen und später damit prahlen wie viel man geschafft hat.

* Bei allem Arbeitseifer sollte man nicht vergessen regelmäßige Arbeitspausen einzulegen, um den rauchenden Kopf freizubekommen und danach wieder frisch durchzustarten. Ob man bei einem Green Smoothie im Straßencafé oder beim Yoga im Schatten eines Baumes regeneriert, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

* Die richtige Ernährung macht’s: Ein saftiger Burger mit leckeren Fritten lässt einem zwar das Wasser im Mund zusammenlaufen, treibt aber auch zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn. Schwere Ernährung fordert dem Körper viel Energie ab. Daher sollte man lieber Früchte, Salate und Smoothies zu sich nehmen. Wessen Nerven nicht ohne Süßes auskommen, der kühlt sich am besten mit einem Eiskaffee runter. Eine ausreichende Wasserzufuhr sollte man nicht vergessen.

* Den Business-Dresscode lockern. Kurzärmelige Hemden, Flipflops und Träger-Tops sind im Büro eigentlich ein absolutes No-Go. Vielleicht kann man sich aber im ganzen Team darauf einigen, diese Vorschriften zu lockern, wenn kein Kundentermin ansteht. So hält eine ganz neue Entspannung Einzug und die Arbeit macht auch über 30 Grad noch Spaß – siehe auch “Business-Mode: Darauf gilt es zu achten“.

* Im Sommer gehören nicht nur Rechner zum Pflichtinventar eines jeden Büros, sondern auch ein Ventilator sollte zur Verfügung stehen. Das Gute daran ist, dass sich damit nicht nur die Hitze geplagten Mitarbeiter belüften können, sondern sich auch die Betriebstemperatur der glühenden Computer drosseln lässt. Es versteht sich von selbst, dass Lampen weitestgehend ausgeschaltet bleiben sollten, da sie neben dem Licht auch jede Menge Wärme produzieren.

* Einen kurzfristigen Cool-down garantieren unter dem Schreibtisch versteckte Behälter mit kaltem Wasser genauso wie ein nasses Handtuch, das im Eisfach gefroren wurde und für einen Eiswürfeleffekt sorgt. Selbstverständlich lässt sich auch beides wunderbar miteinander kombinieren.

* Wen bei schönstem Sonnenschein das Fernweh packt, holt sich das Beach-Feeling direkt ins Büro: Eine Palmendekoration, ein weißer Sand-Strand als Desktophintergrund und Meeresrauschen auf den Kopfhörern genügen und schon ist man der Karibik einen großen Schritt näher.

Sollten die Hitze-Tipps nicht mehr weiterhelfen, hilft nur noch eins: Zur Mittagspause ein Abstecher ins Freibad oder nach Rio ins 99designs Outdoor-Office – dort ist immer ein Arbeitsplatz für Berliner Startupper frei.

Zur Person
Eva Missling ist General Manager Europe von 99designs. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben “der weltweit größte Online-Marktplatz für Grafikdesign basierend auf dem Crowdsourcing-Prinzip”. Mitgründer von 99designs sind Mark Harbottle und Matt Mickiewicz (SitePoint, Flippa). Das Unternehmen wird unterstützt durch Accel Partners und die Business Angels Michael Dearing (eBay, Harrison Metal), Dave Goldberg (Survey Monkey), Stewart Butterfield (Flickr, Tiny Speck) und Anthony Casalena (Squarespace).

Foto: Businesswoman in office with computer and fan cooling off from Shutterstock