Crowdinvesting-Plattform FunderNation setzt auf Kontakte in die große VC-Branche

Mit FunderNation versucht eine neue Crowdinvesting-Plattform, Firmen und Investoren zusammen zu bringen. Abheben wollen sich die Gründer über ihre Expertise: Das Team besteht aus Investoren, die seit 18 Jahren im Geschäft sind. Eine Besonderheit ist auch das dreigeteilte Rendite-Modell.
FunderNation setzt auf Kontakte in die große VC-Branche

Crowdfunding und Crowdinvesting sind immer mehr im Kommen, was sich unter anderem an ständig neuen Anbietern in diesem Segment zeigt. Da wird es immer schwieriger, sich noch von den Mitbewerbern abzuheben. Bei FunderNation versucht man es vor allem über die langjährige Erfahrung der Gründer.

Tatsächlich kennt sich das Team hinter FunderNation bestens mit dem Thema Wagniskapital aus: Die beiden Geschäftsführer Uli Fricke und Bernd Geiger zogen 1997 bereits die VC-Gesellschaft Triangle Venture Capital Group auf. Dow Jones listet Fricke als eine der 100 einflussreichsten Frauen in der Europäischen Finanzindustrie. Mit dieser Expertise will FunderNation Unternehmen und Investoren überzeugen: “Bei anderen Plattformen ist Crowdfunding nur der erste Schritt, um an eine Finanzierung zu kommen. Wir selbst kommen bereits aus der VC-Branche und verfügen über die entsprechenden Netzwerke”, erklärt Rafal Domanski, der das operative Geschäft leitet.

Einer der Förderbereiche: „Frauen in Führungspositionen“

Augenmerk verdienen auch die fünf Bereiche, auf die sich FunderNation spezialisiert: „Digitale Medien“, „Nachhaltigkeit“, „Raumfahrttechnologie“, „Innovationen des deutschen Mittelstands“ und „Frauen in Führungspositionen“. In allen Bereichen habe man eigene Expertise, versichert Domanski. Mit Fricke als erfolgreicher Unternehmerin an der Spitze will FunderNation auch speziell Unternehmen fördern, die von Frauen gegründet wurden.

Und so läuft das Prozedere ab: Im ersten Schritt wählt FunderNation vielversprechende Start-ups und Unternehmen aus. Dafür greift das Team auf Tipps und Ratschläge aus dem eigenen Netzwerk zurück.

Im nächsten Schritt wird dann die Crowd beteiligt. Bevor ein Unternehmen auf FunderNation landet, wird es auf der Tochter-Plattform FunderWorld präsentiert. Dort wird das Start-up öffentlich begutachtet, die Gründer bekommen Feedback zu ihrer Kampagne und dem Business Model und haben die Möglichkeit, besondere Herausforderungen wie die Monetarisierung mit potentiellen Investoren zu besprechen.

Besonderheit: Dreigeteiltes Rendite-Modell

Wichtig ist dem Team, dass FunderNation längst nicht nur junge Start-ups aufnimmt, sondern auch wachsende und mittelständische Unternehmen. „Wir ermöglichen den Investoren, gute Investment-Portfolios aufzubauen, die sowohl aus riskanten Startup-Investments mit hohen Rendite-Chancen wie auch aus weniger riskanten Beteiligungen bestehen.“ Dafür bietet FunderNation ein dreigeteiltes Rendite-Modell und liefert jedem Investor ein eigenes Risiko-Rendite-Profil.

Als Mitbewerber sieht FunderNation vor allem die beiden Platzhirsche Seedmatch und Companisto an. Aber auch das neue Rocket-Projekt Zencap, da dort ebenfalls Darlehen an Mittelständler vergeben werden. Zum Gründerteam gehören neben Fricke und Geiger noch Hans-Henning Dörr, Sumanta Pal und Rafal Domanski.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.