Start-up-Investitionen Das zuletzt anhaltende Berlin-Fieber ebbt erstmals ab

Berlin verfügt über die meisten Start-ups - und diese erhalten auch das meiste Geld - zumindest nach der Anzahl der Finanzierungsrunden. Nach unserer Auswertung flossen im Mai aber nur rund 30 % aller Start-up-Gelder nach Berlin. Auf den weiteren Plätzen folgen München, Hamburg und Köln.
Das zuletzt anhaltende Berlin-Fieber ebbt erstmals ab

Im Mai zählten wir – wie im Deal-Monitor berichtet – insgesamt 41 Investitions- bzw. Übernahmemeldungen. Äußerst spannend ist dabei ein Blick auf die geografische Verteilung der vielen Deals, den wir hiermit erneut durchführen. 12 der 41 Deals (und somit rund 30 %) haben einen direkten Bezug zu Berlin – sprich die Start-ups und Unternehmen, die entweder Geld aufgenommen haben oder übernommen wurden, haben ihren Sitz in der deutschen Start-up-Hauptstadt.

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Der schlechteste Wert dieses Jahres: Im Januar flossen 46 % aller Start-up-Gelder nach Berlin. Im Februar 34 %, im März 37,5 % und im April rund 41,8 %. Im ersten Quartal dieses Jahres flossen insgesamt stattliche 40,7 % aller Start-up-Investitionen nach Berlin. Im Mai ebbt das Berlin-Fieber somit erstmals ab.

Auf den weiteren Plätzen im Mai folgen erneut München, Hamburg und Köln mit 4 bzw., 2 und 2 Deals. Die anderen Deals im vergangenen Monat entfallen auf weitere deutsche Städte bzw. Unternehmen, die ihren Sitz im Ausland haben. Im April entfielen auf München, Hamburg und Köln 6 bzw. jeweils 2 Deals.

Im Fokus: Alle Finanzspritzen und Exits in der Internetbranche gibt es in unserem Deal-Monitor

Foto: Ruin of the old soap-factory in Berlin-Kreuzberg, germany from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.