Offline! Bei boffR gehen schon wieder die Start-up-Lichter aus

"Unser Team hat es leider nicht geschafft rechtzeitig rechtliche Unklarheiten und unterschiedliche Ausrichtungen zu lösen. Trotz hohem Zuspruch waren wir nicht in der Lage dem immer höher werdenden Aufwand gerecht zu werden", teilt das Berliner Start-up boffR mit. Nun gibt das Team auf.
Bei boffR gehen schon wieder die Start-up-Lichter aus

Das Berliner Start-up boffR, eine Eventplattform, schließt seine Pforten. “Liebe boffR User, Kunden und Unterstützer, nach nunmehr fast vier Jahren aufregender Reise in der Achterbahn eines Internet-Startups müssen wir schweren Herzens bekannt geben, dass boffR seinen Service zum 9.06.2014 einstellt”, teilt das junge Unternehmen bei Facebook mit. Zum Konzept heißt es auf der Website: “Entdecke über 50.000 Events pro Tag. Lasse Dich inspirieren und höre die nächsten Gigs Deiner Stadt! Tausende neue Nutzer, Anbieter und Veranstaltungen täglich! Wir haben sie durchsuchbar gemacht — mit #hashtags”.

ds-boffr

Bereits vor über zwei Jahren stellten wir deutsche-startups.de ausführlich vor – siehe “boffR bringt lokale Werbung im informellen Stil auf Rechner und mobile Geräte“. Damals positionierte sich das Start-up wie folgt: “boffR bietet eine Plattform, in der lokale Einzel- und Großhändler, Dienstleister und Veranstalter tagesaktuell und sehr unkompliziert in Eigenregie Ihre speziellen Angebote einstellen können”. Nachdem die Macher, Olaf Gerlach und Sebastian Misch, somit viel bewegt haben mit ihrer App und ihrer Plattform, gehen nun leider die Lichter aus bei boffR.

“Unser Team hat es leider nicht geschafft rechtzeitig rechtliche Unklarheiten und unterschiedliche Ausrichtungen zu lösen. Trotz hohem Zuspruch in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren wir nicht in der Lage dem immer höher werdenden Aufwand gerecht zu werden. Unser Service genügte nicht mehr unserem eigenen Qualitätsanspruch. Somit haben wir uns entschlossen das Scheitern dieses Projektes zu akzeptieren und diese Erfahrung für neue spannende Projekte zu nutzen. Wir bedauern diesen Schritt und bedanken uns für die Unterstützung, die aufregende Zeit und das mediale Interesse”. teilen die Berliner zu den Gründen für das Aus mit.

Passend zum Thema: “Start-ups, die 2014 bereits gescheitert sind – leider“.

Foto: Stop! from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.