getgoods ist zahlungsunfähig

In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Meldungen und Gerüchte rund um den Elektronikversender getgoods.de (www.getgoods.de). Nach den diversen Schreckensmeldungen und dem Absturz der Aktie, meldet das Unternehmen, das gerade erst den Shoppingclub […]
getgoods ist zahlungsunfähig

In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Meldungen und Gerüchte rund um den Elektronikversender getgoods.de (www.getgoods.de). Nach den diversen Schreckensmeldungen und dem Absturz der Aktie, meldet das Unternehmen, das gerade erst den Shoppingclub Pauldirekt und den Full-Service-Anbieter 004 Trading schluckte, seine zahlungsunfähig.

“Die getgoods.de AG, Betreiber eines Onlinehandelshaus, erklärt, dass die Rettungsversuche zur Abwendung der Insolvenz gescheitert sind. Deshalb folgt die kurzfristige Stellung von Insolvenzanträgen”, verkündet das Unternehmen weiter. Die Geschäftsführer der getgoods.de Vertriebs GmbH hätten die getgoods.de AG über den Verlust des hälftigen Stammkapitals sowie die Zahlungsunfähigkeit ihrer Gesellschaft informiert. “Darüber hinaus ist durch diese Tatsache die getgoods.de AG als Holding des Konzerns unmittelbar betroffen. Die geführten Investorengespräche konnten zu keinem positiven Ergebnis gebracht werden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden die Gespräche fortgeführt. Die Aktionäre der getgoods.de AG sollen entsprechend informiert werden. Für die übrigen Gesellschaften des getgoods-Konzerns wird aktuell die Insolvenzsituation noch abschließend geprüft. Der Geschäftsbetrieb soll aufrechterhalten werden.” Vorausgegangen waren unter anderem eine eine Streichung der Kreditlimiten des Online-Händlers und der Entzug der Trusted-Shops-Zertifizierung.

Wie ChannelPartner berichtet, “wurde die Übernahme der 004 Trading GmbH durch getgoods noch nicht vollzogen”. Deshalb sei die Tochtergesellschaft des E-Commerce-Dienstleisters 004 GmbH auch nicht von der Zahlungsunfähigkeit betroffen. Ende Oktober verkündete getgoods die Übernahme von 004 Trading sowie der Tochtergesellschaften Technikwelt und Vertixx. “Bereits bezahlt und abgeschlossen ist dagegen die Übernahme des Shopping-Clubs Pauldirekt, wie Daniel Wild, CEO der früheren Muttergesellschaft Ecommerce Alliance, auf Anfrage von ChannelPartner bestätigte”, schreibt das Magazin weiter. Der zuletzt glücklos agierende Shoppingclub Pauldirekt wanderte im September unter das Dach von getgoods.de. Bitter für alle Beteiligten – außer dem Verkäufer.

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* getgoods.de übernimmt 004 Trading
* getgoods übernimmt Pauldirekt

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. War vorauszusehen – viel zu niedrige Preise und viel zu hohe Werbekosten… hier muss eben immer das Verhältnis von Kosten und Nutzen stimmen.

  2. “Bitter für alle Beteiligten – außer dem Verkäufer.”

    Wer sagt denn, dass der Verkäufer schon den vollen Verkaufspreis für Pauldirekt erhalten hat? Im worst case hat er Assets UND Kaufpreis verloren und ich vermute mal, dass eine Annullierung des Kaufvertrags nicht banal ist.

  3. Steht doch da: “Bereits bezahlt und abgeschlossen ist dagegen die Übernahme des Shopping-Clubs Pauldirekt”.

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