Möbel im Netz: Siebenstellige Umsätze mit Betten.de und Co.

Möbel über Onlineshops zu verkaufen, scheint sich zu lohnen – seit 2005 ist das Team von Möbel im Netz, welches unter anderem Betten.de (www.betten.de) betreibt, in der Branche tätig. Im Laufe der Jahre […]
Möbel im Netz: Siebenstellige Umsätze mit Betten.de und Co.

Möbel über Onlineshops zu verkaufen, scheint sich zu lohnen – seit 2005 ist das Team von Möbel im Netz, welches unter anderem Betten.de (www.betten.de) betreibt, in der Branche tätig. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Unternehmensfokus hin zu Schlafzimmermöbeln, der Fachhändler möchte die Vorteile des stationären Handels mit denen von Onlineshops verbinden. Jährliche Wachstumsraten und Umsätze steigen.

Stefan Wabnik und Ulrich Carsten, die Gründer und Geschäftsführer der Möbel im Netz GmbH aus dem Baden-Württembergischen Heubach, bewegen sich seit 2005 im Sektor des E-Commerce mit Möbeln. Zunächst konzentrierte sich die Firma auf Design-Stücke, inzwischen liegt der Fokus auf Einrichtungsgegenständen im Schlafzimmerbereich. In seinen zwei Onlineshops betten.de und Boxspringbetten.net (www.boxspringbetten.net) finden sich  unterschiedliche Bettenformen wie Futon-, Massivholz- und Boxspringbetten, Zubehör wie Matratzen und Lattenroste sowie Komplettschlafzimmer. Möbel im Netz kauft ganz klassisch Möbel von Herstellern ein und verkauft zu unterschiedlichen Margen weiter.

“Die Vorteile des stationären Handels mit den Vorteilen eines modernen Onlineshops in Einklang zu bringen, ist eines unserer wichtigsten Ziele. Der Weg dahin, führt unserer Erfahrung nach über einen exzellenten Kundenservice, seriöse Beratung und eine hochwertige Produktpräsentation. Darüber hinaus betreiben wir einen Ausstellungsraum und kooperieren mit einem lokalen Hotel. Dort haben unsere Kunden die Möglichkeit unsere Produkte über mehrere Nächte probezuliegen,” fasst Wabnik die Ziele von Möbel im Netz und die Mittel zu deren Erreichung zusammen.

Die Entwicklung seit 2005

Die Gründung des ersten Onlineshops dekultiv erfolgte 2005, laut Unternehmensangaben wurde bereits im ersten Jahr ein höherer sechsstelliger Umsatz erzielt. Durch den Betrieb von Dekultiv entstanden auch Herstellerkontakte im Bereich Schlafzimmermöbel und so kam 2009 betten.de hinzu. Beide Shops waren zunächst als GbR gestartet, um die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen besser trennen zu können, Dekultiv wird inzwischen als Online-Wohnjournal betrieben. 2011 gründeten Wabnik und Carsten dann die Möbel im Netz GmbH, unter der seit 2012 auch der Shop boxspringbetten.net läuft.

Von Beginn an setzte das Team auf eine selbst entwickelte Shopsoftware, die in den Jahren organisch mitwuchs. Inzwischen wird es dadurch schwieriger, grundlegende Änderungen einzupflegen, weshalb gerade eine Neuprogrammierung in Arbeit ist, die einiges an Ressourcen bindet.

Screenshot der boxspringbetten.net-Website von Möbel im Netz

Von Beginn an selbst finanziert, erwirtschaftet Möbel im Netz inzwischen hohe Umsätze

Wabnik blickt in finanzieller Hinsicht zurück und teilt zufrieden mit: “Wir sind stolz darauf, dass wir Betten.de von Anfang an selbst finanziert haben und sofort profitabel betreiben konnten. Unseren Unternehmenserfolg messen wir in diesem Zusammenhang nicht am Umsatz, sondern an der Ertragshöhe.” Möbel im Netz beziffert seine Steigerungsraten in Sachen Verkauf und Umsatz im hohen zweistelligen Bereich pro Jahr, der Umsatz seiner Shops liegt in höheren siebenstelligen Sphären. Um das eigene Marketingbudget zu erweitern, sind die Macher für Gespräche mit Investoren offen.

Möbel im Netz sieht sich an Mitbewerbern einer recht großen Anzahl gegenüber, im Prinzip kommt jeder Online-Möbelhändler in Frage, unter anderem auch Rocket Internets Home24 (www.home24.de). Die Weiterentwicklung von IKEA, wie Home24, hat Möbel im Netz allerdings auch im Auge.

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.

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  2. Norman

    Endlich mal wieder ein Bericht über ein Unternehmen welches nicht von anfang an mit Fremdmitteln künstlich aufgepumpt ist.
    Genauso symphatisch kommt mir der Ansatz von Hertie.de vor, den ich gerade bei euch gelesen habe.
    Bitte zukünftig mehr davon.



  3. Sebastian

    Warum lügt man sich auch hier selbst in die Tasche? 165 TEUR Bilanzverlust, selbst bei 7-stelligem Umsatz alles andere als “…und sofort profitabel betreiben konnten”.
    Und wie viele Verrückte wird es noch geben, die in diese Sparte gehen. Kann für uns nur sagen das der Online-Möbelhandel aufgrund der massiv gestiegenen Logistikkosten insbesonder im Falle von Retouren eine betriebswirtschaftliche Gratwanderung ist.
    Es gibt ja immer noch Leute, die behaupten das Mangement bei Ikea ist doof. Bitte aber mal drüber nachgedacht, warum sich Ikea noch sehr zurück hält? Ein Möbel vom Kunden selber aus dem Regal nehmen zu lassen, auf den Wagen zu packen, an der Kasse vorbeizuschieben, ins Auto zu packen und nach nach Hause zu bringen ist kostenseitig sicher nicht die schlechteste Variante. Von der Rückreise im Falle des Umtausches ganz zu schweigen.



  4. Norman

    In der Nische ist im Möbelbereich durchaus viel Geld zu verdienen, wie auch Firmen wie delife usw beweisen.
    Der Möbelverkauf online funktioniert definitiv, nur muss man sich dazu mit seinen Produkten und Kundenwünschen auseinandersetzen. Wenn man wie home24 wenig Ahnung von Möbeln hat, wird das nichts.

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