20 Dinge, die man über den Crowd-IPO von Urbanara wissen muss

Mit dem Start der Zeichnungsphase bei Urbanara (www.urbanara.de), die vom 12. September bis 10. Oktober dauert, steht Deutschland vor dem ersten Crowdinvest-IPO. Der Online-Shop für Heimtextilien ist damit der erste Emittent der Crowdinvesting-Plattform […]
20 Dinge, die man über den Crowd-IPO von Urbanara wissen muss

Mit dem Start der Zeichnungsphase bei Urbanara (www.urbanara.de), die vom 12. September bis 10. Oktober dauert, steht Deutschland vor dem ersten Crowdinvest-IPO. Der Online-Shop für Heimtextilien ist damit der erste Emittent der Crowdinvesting-Plattform Bergfürst (www.bergfuerst.com). Die allmächtige BaFin billigte das Wertpapierverkaufsprospekt von Urbanara. 20 Dinge, die man über den IPO von Urbanara wissen muss.

Zeichnungsphase
Die Zeichnungsphase beginnt heute, am 12. September.

Preis
Aktien von Urbanara können zu einem Preis zwischen 10 und 12,50 Euro je Aktie gezeichnet werden.

Mindestanlage
Die Mindestanlage beträgt 250 Euro.

Bezugsfrist
Die Bezugsfrist läuft voraussichtlich 17 Börsentage bis einschließlich zum 4. Oktober.

Erlös
Über das Aktienangebot sollen zwischen 2,99 und 3,74 Millionen Euro erlöst werden.

Finanzierung
Parallel zum Crowdinvest-IPO findet eine Finanzierung durch die Altesellschafter in Höhe von 820.000 EUR zu gleichen Konditionen statt.

Bewertung
Bei der Aktienemission wird eine Pre-Money Bewertung in Höhe von 15,9 Millionen Euro zugrunde gelegt.

Verwendung
Das Kapital soll in die Bereiche Marketing und Vertrieb, Produktportfolio, IT sowie Internationalisierung fließen. Der Großteil des Emissionserlöses soll dabei “sukzessive in den Markenaufbau gesteckt” werden.

Eigenkapital
Über Bergfürst beteiligen sich Investoren am Eigenkapital von Urbanara.

Kapitalerhöhung
Es geht um eine ausschließliche Kapitalerhöhung. Denn bei einer Umplatzierung von Aktien würden Altgesellschafter bereits jetzt finanziell profitieren.

Haltefrist
Das Management und die Altgesellschafter verpflichten sich zu einer Haltefrist der Aktien. Alle Beteiligten bestätigen so, dass sie an die weitere Unternehmenswertsteigerung glauben und verhindern ein Überangebot an Aktien kurz nach der Emission.

Altgesellschafter
Die Altgesellschafter von Urbanara sind Blumberg Capital (15 %), Grazia Equity (14,3 %), b-to-v Partners (15 %) und Taishan Invest (10,8 %) – sowie mehrere Business Angels und das Management/Gründer.

Gründer
Das Gründerteam von Urbanara besteht aus Benjamin Esser, Claire Davidson und Martin von Wenckstern.

Handelsstart
Der Handel auf der Plattform Bergfürst ist für den 10. Oktober vorgesehen. Urbanara-Aktien sind nach der Zuteilung auf der Plattform handelbar – anders als bei anderen Crowdinvesting- und Crowdfunding-Anbietern, die keine elektronischen Handelsmöglichkeiten bieten.

Kunden
Urbanara verfügt momentan über 25.000 Kunden (80 % Deutschland, 20 % UK)

Zielgruppe
Zielgruppe von Urbanara sind 25- bis 55-jährige Onlinerinnen.

Umsatz
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Urbanara 1,8 Millionen Euro Umsatz. Die Umsatz-Prognose für 2013 lautet 5,1 Millionen Euro. Netto: 4,7 Millionen Euro.

Retourenrate
Die Retourenrate beträgt circa 6 %.

Wiederkaufsrate
Die Wiederkaufsrate liegt bei circa 1,6.

Profitabilität
Im vierten Quartal 2014 will Urbanara die Profitabilitätsschwelle erreichen.

Bergfürst-Macher Guido Sandler über Liebe auf den ersten Blick, Heiratsvermittler und Kapital

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Karl

    Hahahaha…die Bewertung ist ja völlig lächerlich! Ich liebe es, wenn sich Ahnungslose ausnehmen lassen…



  2. Olaf

    Der Mega- Hammer an der Sache ist die Crowdfunding- Plattform Bergfürst. Zwar blöder Name, aber BaFin- zugelassen als Aktien- Handelsplattform, und bietet elektronischen Aktienhandel. Kein Vergleich zu dem anderen Crowd- Kindergarten-Zeug. TOP!



  3. Patrick

    Was wär eine realistische Bewertung Karl ? Was wird als Hauptgrundlage dessen herangezogen ?

  4. Wieviele Anteile haben die Gründer nach der Finanzierungsrunde übrig?



  5. 0815

    Fantasiebewertung. Ein Umsatz-Multiple von über 3 bei einer klassischen e-commerce Unternehmung? Klar, wenn’s jemand bezahlt – warum nicht? Bei dem Captable müssen die Gründer eh aufpassen, dass sie beim Exit zusammen noch 10% halten.



  6. Harry

    Wieso reden alle von Crowdinvesting? Das ist doch ein stinknormaler IPO auf einem Privatmarkt!?



  7. Burkhard Schneider

    Hallo Olaf, dann schau Dir mal an, was aus den anderen IPO-Plattformen wurde, die Ende der 90er wie Pilze aus dem Boden schossen.

    Konzept von Bergfürst finde ich gut, wenn auch schon uralt (s.o.). Aber Achtung: Wenn die Leute sehen, dass ihre Kurse über 50 % sinken, dann wünschen sie sich stille Beteiligungen, bei denen keine tägliche Kursfeststellung stattfindet.

    Und Achtung: Ein BAFIN-Prospekt sagt nichts über die faire Bewertung der Aktie und Qualität des Unternehmens aus.

    Damit wirklich ein Lemmingeeffekt eintreten kann, müsste Bergfürst schon anzeigen, wieviel Geld bisher gezeichnet wurde. Diesbezüglich lobe ich den “bisherigen Kindergarten”, lieber Olaf.

  8. @Burkhard:
    > Wenn die Leute sehen, dass ihre Kurse über 50 % sinken

    ???
    Sicherlich meintest Du “unter 50% sinken”.

    Zum Thema:
    Ob im Jahr 2000 irgendwelche Firmen pleite gingen, interessiert hier niemanden.

    Bergfürst hat Hand und Fuß: Prospekte werden extern (!) (von der BaFin) geprüft. Sehr wichtig: Bergfürst muss sicher mit Kundengeldern umgehen (prüft die BaFin).

    Das ist ein ganz anderes Niveau als eine Plattform, welche ohne fachkundige externe Prüfung Geld auf das Firmenkonto einsammelt, und dann an einen Dritten weiterleitet. Man kann dort seine Beteiligung auch nicht mal schnell zu Geld machen, weil es keinen Echtzeit- Handel gibt.

    Nochmal: Bergfürst ist nach meiner Meinung eine TOP MEGA HAMMER Sache, auch wenn ich mich an der derzeitigen Emission nie beteiligen würde.



  9. h. Gleich

    Was interessiert mich die Zahl der Kunden, wenn sich die Wiederkaufsrate bei 1,6% bewegt. Aus meiner Sicht eher ein Zeichen, dass der Shop seine Kernprozesse nicht im Griff hat! #Fail



  10. steve

    wer investiert bitte in diese firma?

    wieder mal wunschzahlen. was genau soll da 15mio wert sein? die technik? die kunden? die innovation? das lager?

    haha…



  11. Julien

    @steve: Na was wohl, die Gründer wollen Multimillionäre werden. Sonst nichts.



  12. Maler Horst

    Die Bafin prüft inhaltlich überhaupt nicht, ersetzt keine due diligence des gesunden Menschenverstands, und schützt damit sicher nicht vor Wertverlust. Außer sinnlose Bürokratie bringt diese Behörde nichts. Nichtsdestotrotz wäre Bergfürst gut, für Startups. Zielgruppe sollen aber etablierte, bereits Umsatz werfende Unternehmen sein. Wenn diese Wachstum aber nicht aus günstigem Fremdkapital oder eigenem Cashflow finanzieren können, ist das Management schlicht unfähig. Professionelle Handelsplätze für SME sind trotzdem Mangelware, nicht zuletzt, weil der Staat in jeden Deal hineinreguliert. Die OTC BB in US ist attraktiver. Daran wird auch bergfürst nichts ändern.

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  15. mat

    @Horst: man sieht, dass Du noch nicht sonderlich viele Unternehmen selber aufgebaut hast. Eine Kapitalrunde im Venture/Tech Bereich macht man eben genau deshalb, da Banken oder eigener Cash Flow nicht ausreichen, um schnell zu wachsen. Ein erfolgreiches Investment und Bewertung bemisst sich an den ZUKÜNFTIGEN cash flows, das ist bei allen erfolgreichen Tech Firmen so gewesen, von Apple, über SUN Microsystems oder SAP bis Google. Natürlich gibt es teilweise sehr ambitionierte Bewertungen, aber ohne Visionen und Träume werden wir hier nie das nächste Google oder Amazon aufbauen.

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