Scondoo: Die Gutschrift-App für Alltagsprodukte, bekannte Investoren geben eine Million Euro Kapital

Produkt-Angebote von Herstellern entdecken, im Handel kaufen und sich per Smartphone eine Gutschrift sichern – so könnte eine Zusammenfassung der Idee von scondoo (www.scondoo.de) lauten. Eine überschaubare Zahl an “Deals” lädt in der […]
Scondoo: Die Gutschrift-App für Alltagsprodukte, bekannte Investoren geben eine Million Euro Kapital

Produkt-Angebote von Herstellern entdecken, im Handel kaufen und sich per Smartphone eine Gutschrift sichern – so könnte eine Zusammenfassung der Idee von scondoo (www.scondoo.de) lauten. Eine überschaubare Zahl an “Deals” lädt in der Smartphone-App zum Entdecken ein, nach dem Kauf machen Nutzer ein Foto von ihrem Kassenbon und reichen es ein, damit das Guthabenkonto sich füllt und der Sammlertrieb geweckt wird.

Scondoo präsentiert sich als Gutschrift-App für Android und iOS, mit der Nutzer bei ihrem Einkauf etwas Geld sparen können – wenn sie eines oder mehrere der Produkte kaufen, die Hersteller in der scondoo-App bewerben lassen. Zu finden sind Angebote aus verschiedensten Kategorien, von Getränken über Shampoo und Schnellgerichte ist an “Alltagsprodukten” alles dabei. Um nachzuweisen, dass ein Angebot eingelöst wurde, fotografieren Nutzer ihren originalen Kassenbon und laden ihn auf die scondoo-Plattform hoch. Sobald das “Beweisfoto” halbautomatisch verifiziert wurde, landet die Gutschrift auf einem Onlinekonto. Klettert das Guthaben auf 4 Euro oder mehr, können sich die Nutzer das Geld auszahlen lassen oder an die Bärenherz Stiftung für schwerstkranke Kinder spenden.

Weniger Angebote, damit die Produkte nicht untergehen

In der App wird eine Liste an 15 aktuellen Angeboten von Herstellern wie Nestlé, Johnson & Johnson, Krüger, Carlsberg, Agrarforst, Sixt oder Garnier angezeigt. Die zahlenmäßige Begrenzung ist Absicht, Mitgründer Nikolaus Hilgenfeldt erklärt: “Wir haben immer nur eine begrenzte, exklusive Auswahl an Kampagnen in der App, damit die einzelnen Produkte nicht untergehen und bewusst wahrgenommen werden. Dafür versuchen wir, durch einen regelmäßigen Wechsel der Produkte für Abwechslung zu sorgen.” Klicken Nutzer auf eines der Angebote, erhalten sie Informationen über erstattungsfähige Guthaben, den Zeitraum der Aktion, teilweise den Ort bzw. die Handelskette und wie oft Bons eingelöst werden können.

Sowohl Kunden als auch Hersteller profitieren von scondoos mobiler Promotion. Kunden erhalten später einen Teil des Kaufpreises zurück, die Hersteller platzieren ihre Angebote – Anzeigen – ohne den Handel dazwischen und kannibalisieren sich überdies durch die Gutschriften nicht ihre eigenen Handelspreise. Darüber hinaus möchten die Hersteller Aktionskäufe auslösen, Produkte abverkaufen und Neukunden gewinnen. Die Waage der Vorteile tendiert recht deutlich in Richtung der Hersteller, die gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Foto der scondoo-App mit Angebotsdetails

Scondoo sammelt eine Million Euro Kapital ein, es bestehen Synergien mit DailyDeal

Die Scondoo GmbH wurde im Oktober 2012 von Nikolaus Hilgenfeldt, David Keuler und Sebastian Kurt in Berlin gegründet, die Firma bezeichnet sich selbst als “Markendienstleister für Markenhersteller im Konsumgüterbereich”. In Sachen Finanzierung konnte scondoo bereits eine Million Euro einsammeln, zu den Geldgebern zählen die DailyDeal-Macher Heilemann mit ihrer Venture-Capital-Firma, Point Nine Capital, die CRES Columbus Internet Group sowie Business Angel Rouven Dresselhaus.

Neben der Finanzspritze bestehen zwischen scondoo und DailyDeal anscheinend noch mehr Gemeinsamkeiten, Hilgenfeldt erläutert: “Wir haben ein sehr komplementäres Geschäftsmodell zu DailyDeal, mit Partnern auf der einen und Endkunden auf der anderen Seite, daher bestehen enorme Synergien, die wir gemeinsam heben wollen. Das gilt für viele Unternehmensfunktionen, wie beispielsweise Sales, Marketing, HR oder Business Intelligence. Ein Beispiel: Im HR-Bereich werden oft Mitarbeiter für ähnliche Positionen gesucht, sodass wir die Suche bündeln und so effizienter gestalten können. Darüber hinaus hat die DailyDeal-Plattform bereits eine enorme Reichweite in einer für uns sehr relevanten Zielgruppe, über die theoretisch auch eine gezielte Vermarktung von scondoo vorstellbar ist.”

Angebote regionaler Produkte sind in Arbeit

Hilgenfeldt fügt abschließend hinzu: “Wir arbeiten zurzeit daran, unseren Nutzern auch regionale Produkte anbieten zu können, was natürlich die gezielte regionale Aussteuerung der Kampagnen erfordert. Zudem werden wir scondoo interaktiver machen, sodass man einzelne Produkte auch über Social Media teilen und sein Feedback dazu geben kann – beides selbstverständlich auf freiwilliger Basis.”

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Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.



  1. Torsten

    klingt bissel wie ‘Skonto’ auf sächsisch :D

  2. Pingback: 44 Mal unnützes und nützliches Wissen über Start-ups und mehr :: deutsche-startups.de



  3. Mike

    1mio, Tschüß.

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