Business in Badeshorts: Event des FoundersKiteClub in Ägypten “ein voller Erfolg”

Nicht nur auf dem Golfplatz lässt sich das Geschäftliche mit dem Hobby verbinden. Es funktioniert auch in Badeshorts. „Kitesurfen ist das neue Golf für Top-Unternehmer“, behaupten die Gründer vom FoundersKiteClub. Gerade hat das […]
Business in Badeshorts: Event des FoundersKiteClub in Ägypten “ein voller Erfolg”

Nicht nur auf dem Golfplatz lässt sich das Geschäftliche mit dem Hobby verbinden. Es funktioniert auch in Badeshorts. „Kitesurfen ist das neue Golf für Top-Unternehmer“, behaupten die Gründer vom FoundersKiteClub. Gerade hat das erste Event des Clubs in Ägypten stattgefunden: Eine Woche lang Kiten, Netzwerken, Vorträgen lauschen und an Traumstränden liegen. Das nächste Treffen befindet sich schon in den Startlöchern.

Das Konzept des FoundersKiteClub (www.founderskiteclub.com) könnte man beschreiben mit „Arbeiten wo andere Urlaub machen – und dabei Urlaub machen“. Ende Mai hat der Anfang 2013 gegründete FoundersKiteClub sein erstes Event in El Gouna abgehalten und ist vom Resultat begeistert: „Man kommt über das gemeinsame Thema Sport zusammen, hat somit keinerlei Berührungsängste und steckt plötzlich in tiefgehenden Gesprächen mit Gründern und Investoren“, berichtet CEO und Absolventa-Gründer Christoph Jost (siehe auch das Interview).

150 Gründer haben sich beworben, geschafft haben es 50, das Team will die Veranstaltung nicht ausufern lassen sondern überschaubar halten. Das große Interesse deutet darauf hin, dass das Konzept ankommt. „Kiten ist, ander als Golf, kein formalisierter Sport mit Dresscode. Tech-Gründer sind eine andere Art von Unternehmer, risikofreudig und action-lastig“, erklärt Jost.

“Tech-Gründer sind eine andere Art von Unternehmer”

Überhaupt ähnelten sich das Selbstverständnis beim Kitesurfen und im Gründertum sehr, findet Florian Wilken, ebenfalls Mitgründer des FoundersKiteClub. Kiten sei kein Einzelkämpfer-Sport, man unterstütze sich beim Starten und Landen, müsse sich blind vertrauen, schnelle Entscheidungen treffen und vom Know-How erfahrener Sportler profitieren. „Diese Eigenschaften bringt man ebenso als Unternehmer mit.“

Unter den Teilnehmern waren verschiedene bekannte Gründergesichter wie das von Florian Behn (1000jobboersen) und Dominik Matyka (Plista). Auch einige Gründer, die bereits einen Exit hingelegt haben und jetzt möglicherweise wieder etwas mehr Zeit haben, reisten nach Ägypten, darunter Armin Bauer (Amiando) sowie Mark und Martin Boreda (kununu). Investoren standen bei dem Auftakt-Event noch nicht im Fokus, trotzdem mischten sich verschiedene Geldgeber wie der Investor Javier Pérez und Dirk Weipert von The Media Lab unters Kite-Volk. Privat-Kurse gab es von echten Kite-Profis wie der 9-fachen Kite-Weltmeisterin Kristin Boese.

Mit dabei: Die Gründer von kununu und Amiando

Zum Konzept gehören aber nicht nur Sport und Spaß, sondern auch inhaltliche Veranstaltungen. Manche der Sessions hatten dann doch wieder etwas mit Kiten zu tun, so wie Javier Perez’ Vortrag „How kiteboarding helped me to build a billion dollar company“, bei anderen lag der Fokus auf gründerrelevanten Themen wie „After the exit – implications for life and business“, gehalten von Nicholas Thiede, dem CEO von Semigator.

Vorbild für das Event des FoundersKiteClub ist die US-amerikanische Veranstaltung MaiTai, dort liege der Fokus aber noch stärker auf Party, erklärt Jost. Das Konzept vom FoundersKiteClub sei hingegen etwas familiärer, allein schon durch die Teilnehmerbegrenzung. Nach dem positiven Auftakt wollen die Gründer, zu denen auch Sebastian Heitmann und Florian Behn gehören, noch weitere Events stattfinden lassen. Das nächste Mitte September in Südspanien, Anfang 2014 geht es dann nach Südafrika. Zwischendurch soll es immer wieder informelle Treffen gehen wie zum Beispiel Mitte Juli in Sankt Peter Ording zum Kitesurf Weltcup.

Bleibt noch die Frage, ob Gründer überhaupt Zeit für solch einen Sport haben? „Viele Gründer würden vielleicht nicht unbedingt eine Woche Urlaub machen. Aber bei solch einem Event haben sie das Gefühl, auch was fürs Geschäft zu tun“, sagt Jost. Womit er recht haben dürfte, warum sollten Gründer die unzähligen Berliner Netzwerkveranstaltungen nicht mal gegen einen ägyptischen Strand eintauschen, um dort Geschäftsbeziehungen und Freundschaften zu knüpfen?

Zum Thema
* “Viele Tech-Unternehmer sind Kitesurfer” – Christoph Jost vom FoundersKiteClub

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Das ist ja mal wirklich eine tolle Idee. In Ägypten würde ich auch gerne Arbeit und Urlaub verbinden. Die Bilder sehen toll aus und nach einer jeden Menge Spaß;)



  2. Karl

    Wenn die genannten Namen die “ausgewählten” sind, will ich nicht wissen, wer die “nicht ausgewählten” sind? Spaßreise der Unerfolgreichen? :)



  3. Mario

    Ein wirklich spannendes Konzept. Aus einer Woche zusammen mit den richtigen Köpfen in außergewöhnlicher Atmosphäre können sicher vielversprechende neue Grundsteine gelegt werden… Weiter so!



  4. Matthias

    Ich verstehe solche Netzwerktreffen überhaupt nicht. Glaubt ihr etwa, dass ein Mark Zuckerberg, ein Larry Page, ein Steve Jobs, ein Hasso Plattner oder meinetwegen auch die Samwers auf irgendwelchen “Treffen” abgehangen haben und dadurch erfolgreiche Unternehmen aufgebaut oder gegründet haben?

    Das könnt ihr vergessen! Solche Leute haben meistens lange Zeit in einem kleinen Kämmerlein sich ganz allein die Nächte um die Ohren geschlagen und gearbeitet. Da war nichts mit Sonne, Cocktail oder Party am Strand.

    Die so genannte Gründerszene scheint aber nur noch aus Leuten zu bestehen die glauben wenn Sie zu allen möglich “Netzwerktreffen” a la “Klassenfahrt für ITler” laufen – dort am Strand liegen, Cocktails trinken und dann ein Weltunternehmen aus dem Boden stampfen. Seid ihr so naiv?

    Wenn ihr ein gutes Produkt entwickelt, werdet ihr völlig ohne “Netzwerktreffen” erfolgreich sein. Habt ihr hingegen kein vernünftiges Produkt könnt ihr jede Woche “netzwerken” fahren, am Strand liegen oder meinetwegen eine „Busfahrt nach Paris“ machen – es wird euch nichts bringen und niemanden interessiert das.

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