Mit 7Moments Fotos privat teilen

Das Berliner Start-up 7Moments (www.7moments.com) bietet Nutzern die Möglichkeit, ihre Fotos kontrolliert mit anderen Menschen zu teilen. “Jedes Album bei 7Moments ist ein Mikro-Netzwerk”, beschreibt Markus Angermeier, einer der Gründer, die Besonderheit des […]
Mit 7Moments Fotos privat teilen

Das Berliner Start-up 7Moments (www.7moments.com) bietet Nutzern die Möglichkeit, ihre Fotos kontrolliert mit anderen Menschen zu teilen. “Jedes Album bei 7Moments ist ein Mikro-Netzwerk”, beschreibt Markus Angermeier, einer der Gründer, die Besonderheit des Dienstes, “mal teilt man unter Freunden, mal mit der Familie, mal mit dem Partner.” Im Gegensatz zu einigen anderen Fotosharing-Websites geht es nicht um das zufällige Entdecken von Fotos fremder Leute, sondern um kollaboratives Erstellen.

Fotobegeisterte können mit dem web-basierten und mobilen Dienst, der kürzlich offiziell eröffnet wurde, einfach und bequem ihr Fotos hochladen und dann ihre Familie und Freunde per Mail dazu einladen sich Alben anzuschauen und auch selbst mitzuwirken. Teilnehmer können Fotos nicht nur kommentieren und „herzen“, sondern auch selbst Fotos beisteuern. So entstand auch die Idee: Stefan Kellner, neben Markus Angermeier und David Linner einer der Gründer von 7Moments, befand sich auf einer Reise in Nepal, wo er den anderen Reiseteilnehmern versprach die Fotos der Reisegruppe online zu bringen. Seine Suche nach einem Dienst für genau diese Situation war aus seiner Sicht allerdings erfolglos, so dass die Idee zu 7Moments geboren wurde. Zurzeit gibt es neben der Weboberfläche eine iPhone-App, im ersten Quartal 2013 sollen Apps für Android und Tablets hinzukommen.

Einfache Nutzung und „Coffeetable“-Effekt

Die Oberfläche des Dienstes, der seit Anfang September, laut eigenen Angaben, schon vierstellige Nutzerzahlen vorweisen kann, ist bewusst niederschwellig und einfach gehalten, um auch Menschen, die nicht viel Computererfahrung haben, die Benutzung von 7Moments zu ermöglichen. “Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen Service zu schaffen, bei dem sich die Technologie am Alltagsleben der Menschen orientiert, und nicht umgekehrt”, so CTO Linner. Angermeier ergänzt: “Das Design ist komfortabel und elegant wie ein Fotoalbum auf dem Couchtisch.”

7Moments ist zurzeit kostenlos, jeder Nutzer erhält 1 GB an Speicherplatz und kann bis zu 100 Menschen einladen. Die Macher denken gerade über die Monetarisierung nach, möglich seien der Druck von Fotobüchern direkt im Dienst, Premiumfunktionen/-konten für spezielle Ereignisse wie Hochzeiten und Reisegruppen. Später könne möglicherweise Werbung eingeblendet werden, die in Premiumkonten dann wegfiele. Konkurrenten sind in Deutschland flickr (www.flickr.com), eyeEm (www.eyeem.com), Instagram (www.instagram.com), und der kommende Dienst dawawas (www.dawawas.de). 7Moments unterscheidet sich durch die einfachen Funktionen, die rein privaten Alben und darüber, dass es nicht um die (zufällige) Entdeckung neuer Fotos von anderen geht, sondern um die eigenen oder die der Gruppe. Dawawas kommt der Idee noch am nächsten.

Angermeier fasst zusammen: “Wir positionieren uns als Quality-Time-App gegenüber der Kill-Time-Funktion herkömmlicher Foto-Communities”

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Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.