Supercraft: Überraschungsbox mit Handarbeits-Projekten im Abonnement

Pakete mit überraschendem Inhalt verschicken – und das im Abonnement: Supercraft aus Berlin (www.supercraftlab.de) liegt mit der Idee voll im Trend und inspiriert Handarbeitsfreunde mit seinen Do it yourself-Kits. Das zweimonatlich verschickte Rundum-Paket […]
Supercraft: Überraschungsbox mit Handarbeits-Projekten im Abonnement

Pakete mit überraschendem Inhalt verschicken – und das im Abonnement: Supercraft aus Berlin (www.supercraftlab.de) liegt mit der Idee voll im Trend und inspiriert Handarbeitsfreunde mit seinen Do it yourself-Kits. Das zweimonatlich verschickte Rundum-Paket enthält ein komplettes Kreativ-Projekt mit Anleitung und Material, damit Kunden gleich loslegen können. Allein oder in der Gruppe, Nutzer sollen mit Hilfe von supercraft die Liebe zur Handarbeit für sich entdecken.

Die beiden Designerinnen Sophie Pester und Catharina Bruns aus Berlin haben Anfang August ihre ersten supercraft-Pakete verschickt. In diesen DIY-Kits finden interessierte Handarbeitsfans Rundum-Sorglos-Projekte für Anfänger- sowie fortgeschrittene “Crafter”. Die Gründerinnen sind ausgezogen, um “das angestaubte Klischee der Handarbeit zu modernisieren. Supercraft Kits sind so konzipiert, dass man egal wo man sich befindet, anfangen kann, auch wenn man keine Vorkenntnisse hat und keinen Fundus an eigenem Material”, erläutert Bruns. Der komplett eigenfinanzierte Dienst ist, laut eigenen Angaben, bereits profitabel, das August-September-Kit war schon nach kurzer Zeit ausverkauft. “Wir freuen uns über den Vertrauensvorschuss der Kunden.”

Was genau verschickt wird, ist eine Überraschung

Bei supercraft können Nutzer die Kits im zweimonatigen Rhythmus abonnieren oder auch einzeln erstehen. Jedes Kit enthält ein in sich geschlossenes Handarbeits-Projekt, um bastelfreudige Menschen zu inspirieren und ihnen die nötigen Arbeitsmittel inklusive Anleitung an die Hand zu geben. Was in den Paketen drin ist, wird vorher nicht verraten. Vermutlich handelt es sich um Projekte in Sachen Nähen, Häkeln oder Ähnliches. Die Preise für diese Pakete hängen davon ab, ob der Nutzer sie einzeln kauft oder sich im Abonnement beliefern lässt. Die Kits kosten, je nach Abo, zwischen 24,95 Euro und 34,95 Euro.

Ergänzend zum Geschäft mit den Kits, ist den beiden Gründerinnen der Aufbau einer DIY-Community mit eigenen Veranstaltungen wichtig, den sogenannten “supercraftlabs”. Die ersten Events finden in Berlin und Hamburg statt. Bruns erklärt dazu: “Unser Ziel ist es, mit unseren Kits die eigene Kreativität zu entfachen und den Zugang zu verschiedenen Handarbeitstechniken und Materialien zu vermitteln. Momentan geben wir Hilfe mit Know-how, können uns aber vorstellen, Organisatoren später auch mit Kits zu unterstützen. Es geht allerdings nicht darum einfach Material zur Verfügung zu stellen, sondern insbesondere Menschen zusammenzubringen, die kreativ sein möchten.”

Wummelkiste und glossybox: eine ähnliche Idee, aber eine andere Zielgruppe

Abo-Commerce mit Überraschungskisten ist einer der großen Trends zurzeit, so dass sich supercraft einigen Mitbewerbern gegenüber sieht. In Deutschland gibt es zum Beispiel Wummelkiste (www.wummelkiste.de) und Glossybox (www.glossybox.de), die ein ähnliches Modell haben, aber eine andere Zielgruppe bedienen: Wummelkiste verschickt auch komplette Bastelideen – für 3- bis 7-Jährige, Glossybox verteilt monatlich Probiermuster aus dem Beautybereich an Abonnenten. Bruns erklärt die Konkurrenzsituation: “Allgemein sind alle Abo-Commerce-Anbieter Mitbewerber für uns, im DIY-Bereich ist uns allerdings kein Dienst wie unserer bekannt.”

Supercraft ist trendig und verbindet das virtuelle Abo-Commerce-Modell mit einer realen Community. Zusätzlich wollen die Macherinnen ein möglicherweise etwas angestaubtes Hobby wiederbeleben, was erfolgversprechend ist. Dies ist allerdings eine Annahme, denn was in dem aktuellen Kit ist, wissen wir ja nicht.

Artikel zum Thema
* Wummelkiste liefert Spiel- und Bastelspaß im Abo
* Glossybox stampft petitebox ein

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.

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