Coderado.de: Neue Vermittlungsplattform für Programmier-Dienstleistungen

Die neue Vermittlungsplattform Coderado.de (www.coderado.de) bringt Auftraggeber und Anbieter von Programmier-Dienstleistungen zusammen. In Ausschreibungen bieten Kunden Projekte an, für die sich Programmierer mit ihrem Angebot bewerben können. Der Kunde wählt aus den vorhandenen […]
Coderado.de: Neue Vermittlungsplattform für Programmier-Dienstleistungen

Die neue Vermittlungsplattform Coderado.de (www.coderado.de) bringt Auftraggeber und Anbieter von Programmier-Dienstleistungen zusammen. In Ausschreibungen bieten Kunden Projekte an, für die sich Programmierer mit ihrem Angebot bewerben können. Der Kunde wählt aus den vorhandenen Angeboten seinen Favoriten aus und vergibt den Auftrag. Coderado.de ist seit Mitte April in der offenen Beta-Phase und möchte dort, wo bei ähnlichen Anbietern ein gnadenloser Unterbietungskampf herrscht, einen anderen Weg gehen.

Das noch junge Unternehmen Coderado.de aus Bielefeld vermittelt Programmier-Spezialisten an Auftraggeber. An den Ausschreibungen können sich Programmierer aus den Oberkategorien „Webentwicklung“, „mobile Geräte“ und „Anwendungssoftware“ beteiligen. Pro Bereich existieren weitere Unterteilungen wie „Website (mit und ohne CMS)“, „SEO“, „Android“, „Windows Phone“, „Mac“ oder „Linux“.

Erster Kooperationspartner: ui-check.com

Noch präsentiert das komplett eigenfinanzierte Coderado.de eher dürftige Zahlen, was Programmierer und aktive Projekte betrifft: Mitte Juni existierten gerade einmal vier laufende Ausschreibungen. Man wolle, so Igor Altach, der die Geschäfte zusammen mit Hamid Neyazi leitet, auf jeden Fall langsam und organisch wachsen. Aktuell gibt es mit ui-check.com auch einen ersten Kooperationspartner, der Usability-Tests gleich mit anbietet. Kooperationen mit weiteren Partnern sind angedacht.

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Während der bis Anfang Juli laufenden Beta-Phase ist Coderado.de komplett kostenlos, momentan gibt es weitergehende Überlegungen zum Geschäftsmodell. Es könne sein, dass der Dienst auch nach der Beta-Phase kostenfrei bleibe, man schaue sich gerade nach Möglichkeiten um, solch ein Modell zu finanzieren, erklärt Altach.

Im Bereich der Marktplätze und Vermittlungsplattformen für Dienstleistungen herrscht einiger Wettbewerb. In Sachen Webdesign gibt es zum Beispiel den Kreativ-Marktplatz von 12designer (www.12designer.com), wenngleich dort mit von Kunden festgesetzten Preisen ein anderes finanzielles Modell verfolgt wird.

Ausschreibungen sämtlicher Art gibt es auf der bekannten Plattform MyHammer (www.my-hammer.de), unter anderem auch Angebote im Web- oder mobilen Bereich. Allein von der Anzahl der Projekte und Nutzer kann Coderado.de dem Vergleich zum Platzhirschen natürlich nicht standhalten. Das ist aber auch gar nicht gewollt, die Spezialisierung auf den Programmierbereich ist eine bewusste Entscheidung. „Um über eine vertikale Erweiterung des Dienstes nachzudenken, ist es viel zu früh“, so Altach.

Verzicht auf Transparenz, um Preisdumping zu verhindern

Wer Preise für Dienstleistungen per Ausschreibung oder Auktion festlegt, sieht sich fast zwangsläufig mit einer Diskussion über „Preisdumping“ konfrontiert. Bei Coderado.de ist man sich dessen bewusst und so wurde eine Funktion integriert, die laut Altach die Problematik abschwächen soll: „Nur Anbieter von Projekten können die Preise von Angeboten sehen, die Programmierer untereinander nicht. Dies verfolgt den Ansatz, dass Programmierer zwar sehen können, dass Konkurrenz vorhanden ist, aber nicht versuchen, das Angebot anderer Dienstleister von vornherein zu unterbieten.“

Coderado.de ist ein Nischen-Marktplatz für Dienstleistungen, der es anders machen und dem Stigma des Preisdumpings entgegentreten will. Ob die eingesetzten Mittel ausreichen, wird sich in der Zukunft zeigen müssen.

Zum Thema
* Die eigene Webseite durchchecken: UI-Check.com liefert Crowd-Usabilitytests
* Aderlass bei MyHammer: Ein Drittel der Mitarbeiter muss gehen

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.

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