Jung, erfolgreich, innovativ: Stepmap auf Wachstumskurs

Erfrischend unaufgeregt treiben Ole Brandenburg, Thomas Gottfried und Veit Spiegelberg seit knapp drei Jahren den Landkartendienst Stepmap (www.stepmap.de) immer weiter voran. Seit dem Start produzierten die Nutzer und Kunden des kleinen Berliner Start-ups […]
Jung, erfolgreich, innovativ: Stepmap auf Wachstumskurs

Erfrischend unaufgeregt treiben Ole Brandenburg, Thomas Gottfried und Veit Spiegelberg seit knapp drei Jahren den Landkartendienst Stepmap (www.stepmap.de) immer weiter voran. Seit dem Start produzierten die Nutzer und Kunden des kleinen Berliner Start-ups Karten in siebenstelliger Höhe. Knapp 70 Redaktionen, darunter prominente Namen wie “Bild”, “FAZ” und “Focus” sowie rund 200 Reiseveranstalter und Reisebüros gehören zu den zahlenden Kunden der Jungfirma, die bisher völlig ohne VC-Geld aufgebaut wurde. Seit neuesten können die Stepmap-Kunden nun auch “komplett personalisierbare regionale Karten” erstellen. Diese kleine Erweiterung hat das Zeug, eine ganze Branche umzukrempeln.

Neuerdings können Stepmap-Kunden auf ihren Karten alles komplett frei definieren. “Beispielsweise könnte man sagen, dass man nur die größten Straßen und Wohnflächen anzeigen möchte, nicht aber Flüsse und Seen oder andere Gebäudetypen. Umgekehrt könnte man sagen, dass man z.B. nur Grünflächen hervorheben möchte, um zu zeigen wie ‘grün’ eine Stadt oder Region ist”, schreibt Stepmap-Macher Brandenburg im Unternehmensblog. Als web-basiertes Tool sei dies einzigartig, ergänzt er gegenüber deutsche-startups.de. “Das gibt es in dieser Form nur als extrem teure Software.” Weiterer Vorteil für Stepmap: Die webbasierte Anwendung kann jeder nach einer kurzen Einarbeitungsphase bedienen. Die kostspieligen Programme wie etwa ArcView von ESRI dürften damit bald zum alten Eisen gehören.

Innovation made in Germany

In den kommenden Monaten wollen die Berliner die Internationalisierung ihres Kartendienstes vorantreieben. “Wir haben schon jetzt zahlende Kunden aus Südamerika, England USA oder Asien”, sagt Brandenburg. Mittelgroße Kunden zahlen bei Stepmap einen vierstelligen, große Kunden einen fünfstelligen Jahresbetrag. Unter dem Strich rechnet sich das Geschäft bereits: 2010 erzielte Stepmap laut Jahresabschluss einen kleinen Jahresüberschuss in Höhe von knapp 4.000 Euro. Es gibt somit noch erfolgreiche Start-ups aus Deutschland, die kein CopyCat sind, ohne externes Risikokapital aufgebaut worden sind, profitabel wirtschaften, ohne großen Szene-Hype auskommen und zudem den Markt mit echten Innovationen bereichern. Dies aber nur, falls mal wieder jemand fragt.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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