Fünfzehn Fragen an Timo Uster von cardinho

 Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?  Das umsetzen zu können, wovon man überzeugt ist, und Entscheidungen frei treffen zu können. Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?  […]

 Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? 
Das umsetzen zu können, wovon man überzeugt ist, und Entscheidungen frei treffen zu können.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? 
Als ehemaliger Fußballer war es immer das “Tüpfelchen auf dem i”, seine eigene Autogrammkarte zu besitzen. Dies verbunden mit dem Thema Tradingcards ergibt dann cardinho.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen? 
Die Gesellschafter haben über private Darlehen für die Finanzierung des Projektes gesorgt. Außerdem stellen die Gesellschafter ihre Arbeitskraft und Kompetenz in der Anschubphase unentgeltlich zur Verfügung.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine? 
Richtige Stolpersteine gab es glücklicherweise nicht. Allerdings ist die Beschaffung von finanziellen Mitteln immer ein Thema. Auch die Frage, wie man ein neues Thema bekannt macht, ist nie einfach.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen? 
Laut unserer Strategie sind wir genau im Plan. Es gäbe nicht viel Grund, etwas anders zu machen.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig? 
Für unser onlinebasierendes Produkt ist die Online-Vermarktung natürlich ein wichtiger Teil im Marketing-Mix. Da wir aber u.a. im Sportfachhandel über Kooperationspartner Sport2000 im Handel positioniert sind, nutzen wir auch klassische Werbung

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Das sind bei uns mehrere Personen. Vor allem meine Mitgesellschafter (Andreas Feyen, Frank Urbas, Gerd Kehrberg, Dirk Zimmermann) haben mit außergewöhnlich viel Kompetenz, Ehrgeiz und Fleiß den Aufbau der Firma ermöglicht und helfen weiterhin beim Vorantreiben.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? 
Wenn man von seiner Idee überzeugt ist, muss man einen langen Atem besitzen. Setzen Sie sich auf den Stuhl Ihrer potenziellen Kunden. Denken Sie das Thema weitestgehend zu Ende und seine Sie ruhig detailverliebt.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen? 
Sicher sind die Steuern immer ein Thema. Da man als Gründer ein großes Risiko eingeht, würde ich mir da in manchen Gebieten Erleichterungen wünschen.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten? 
Ich würde mich weiter in der Fußballbranche tummeln.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen? 
Bei den Jungs von Fotobook.de hätte ich in der Start-up Phase gerne gelauscht.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie? 
In den wilden Westen natürlich

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld? 
Ich würde mit 2000 Euro Urlaub machen und den Rest in die Firma stecken. Mit so vielen Mitteln Bekanntheit aufzubauen, garantiert uns großen Erfolg

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag? 
Ein schöner Sonntag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück, nachdem ausgeschlafen wurde und dann geht’s in die Sonne, wenn sie denn mal scheint

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden? 
Mit Dr. Phillip Rösler hätte ich einige Sachen zu besprechen. ?

Zur Person 
Der ehemalige Fußballprofi Timo Uster (36) gründete nach seiner Fußballkarriere gemeinsam mit Gerhard Kehrberg den Autogrammkarten-Konfigurator Cardinho (www.cardinho.de).

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.