Aus Lempa 7 wird Springstar – Inkubator von Klaus Hommels, Oliver Jung und Harish Bahl geht an den Start

Im Herzen Berlins bastelt ein umtriebiges Team rund um die bekannten Investoren Klaus Hommels, Oliver Jung und Harish Bahl seit etlichen Monaten an einer neuen Start-up-Schmiede. Bisher firmierte die Mannschaft unter dem Namen […]
Aus Lempa 7 wird Springstar – Inkubator von Klaus Hommels, Oliver Jung und Harish Bahl geht an den Start

Im Herzen Berlins bastelt ein umtriebiges Team rund um die bekannten Investoren Klaus Hommels, Oliver Jung und Harish Bahl seit etlichen Monaten an einer neuen Start-up-Schmiede. Bisher firmierte die Mannschaft unter dem Namen Lempa 7 – ab sofort heißt der weltweit agierende Start-up-Unterstützer Springstar (www.springstar.com). Das junge Unternehmen positioniert sich als “internationaler Inkubator”. “Springstar steht für aufstrebende Internetunternehmen. Wir wollen mit der Namensänderung noch deutlicher machen, dass wir uns in einer frühen Phase an erfolgversprechenden Projekten im Web beteiligen”, sagt Springstar-Geschäftsführer Jonathan Teklu.

Zum Springstar-Team gehören ansonsten weiter Christopher Cederskog, der zuletzt den Mint-Klon Kontoblick aufbaute, und Felix Kreyer, ehemals Projektleiter bei McKinsey. Insgesamt wirkten im Berliner Hauptquartier von Springstar bereits 80 Mitarbeiter. Der Inkubator unterhält zudem Büros in Delhi und São Paulo. Weitere Standorte will das Springstar-Team in den kommenden Wochen und Monaten eröffnen. Das junge Unternehmen profitiert dabei von der Vergangenheit seiner Geldgeber: Das Trio Hommels, Jung und Bahl investierte in den vergangenen Jahren weltweit in mehr als 20 Firmen. Hommels und Jung bauten mit BrandsAlliance und Group Buying Global zuletzt unter anderem ein weltweites Shoppingclub- und ein weltweites Groupon-Netzwerk auf. Die Aktivitäten rund um den Globus bilden nun das stattliche Grundgerüst von Springstar.

Mehrere neue Projekte in Deutschland

“Jährlich erwirtschaften wir mit unserem Unternehmensnetzwerk über eine Milliarde Dollar Umsatz. Zukünftig wollen wir auch verstärkt US-amerikanischen Firmen helfen, ihre Geschäftsmodelle effizient und schnell zu internationalisieren. In Wachstumsmärkten wie Russland, Indien, Brasilien und Türkei sind wir bereits sehr stark aufgestellt und haben erfolgreiche Start-ups aufgebaut“, sagt Springstar-Chef Teklu. Zu den neuen Konzepten von Springstar in Deutschland gehören unter anderem der Möbel-Shoppingclub Casacanda (www.casacanda.com), KidsDeal (www.kidsdeal.de), ein “Gutscheinportal für Familien und Eltern”, die Global Leads Group (www.globalleadsgroup.com), der Restaurantrabattdienst Gourmeo (www.gourmeo.com) und StylesClub (www.stylesclub.com), ein Social Shopping Network. Die drei zuletzt genannten Projekte baut Springstar direkt als global agierende Start-ups auf. Weitere werden sicherlich folgen!

Für die deutsche Gründerszene ist ein weiterer starker Player, der zudem auch international agiert, wünschenswert. Man darf aber weiter gespannt sein, wie die Start-up-Werkstatt aus Berlin im Markt aufgenommen wird – vor allem international. Die unvermeidliche Copycat-Diskussion wird folgen. Zumindest die Start-up-Hauptstadt Deutschland wird Springstar dauerhaft bereichern – als Mitbewerber der beiden etablierten Platzhirsche Rocket Internet und Team Europe. Aber Konkurrenz ist bekanntlich gut.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Stefan

    Lustigerweise habe ich jetzt 3 Mal “Singstar” anstelle “Springstar” gelesen, Verwechslung ist also – zumindest für den deutschen Markt – schon einmal garantiert.

    Ansonsten aber auch eine kleine Anmerkung/Frage am Rande – bei dem Screenshot wird ja “we found” im Sinne von “finanziell unterstützen” verwendet – müsste das nicht “we fund” heißen? Ansonsten könnte man ja auch meinen “jessas, da haben wir doch tatsächlich ein Startup unter einem Stein gefunden (a la “lost & found”)



  2. Markus T.

    @Stefan:
    Hast du zu viel Playstation gespielt?
    Ich sehe da kaum Verwechslungsgefahr, vielleicht liest du mal aufmerksamer den Artikel.
    Englisch to found = gründen, errichten

  3. Sehr interessant, was die die drei Co-Founder unter Springstar auf die Beine gestellt haben. Besonders gegenüber vielen großen Marken (wie Groupon, Airbnb, etc.), die unter gleichem Namen in andere Länder expandieren ist ja, dass eher regional/kulturell angepasste Marken/Seiten in den einzelnen Ländern aufgebaut und betrieben werden.

    Weiß jemand ob einer der Co-Founder zu diesem Ansatz mal einen Vortrag gehalten / etwas veröffentlicht hat?

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