Comeback: brand4friends-Mitgründer Christian Heitmeyer startet mit Allyouneed24 wieder durch

EXKLUSIV brand4friends-Mitgründer Christian Heitmeyer arbeitet an seinem Comeback in der Start-up-Szene. Sein neuestes Projekt heißt nach Informationen von deutsche-startups.de Allyouneed24 (www.allyouneed24.de). Auf der entsprechenden Website gibt es aber noch rein gar nichts zu […]

EXKLUSIV brand4friends-Mitgründer Christian Heitmeyer arbeitet an seinem Comeback in der Start-up-Szene. Sein neuestes Projekt heißt nach Informationen von deutsche-startups.de Allyouneed24 (www.allyouneed24.de). Auf der entsprechenden Website gibt es aber noch rein gar nichts zu sehen! In einer Stellenbeschreibung findet man aber schon erste Hintergrundinfos zum Konzept: “Allyouneed24 ist ein junges E-Commerce-Unternehmen mit flachen Hierarchien und einer Arbeitsatmosphäre, in der Aufbruchstimmung herrscht. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Markt für Produkte des täglichen Bedarfs durch ein neuartiges, stark kundenorientiertes Onlineshop-Modell nachhaltig zu verändern. Im Absatzmarkt sind wir über hochkarätige Kooperationen hervorragend positioniert sowie durch einen strategischen Partner bestens finanziert”.

Bei diesem strategischen Partner soll es sich um die Deutsche Post, die zuletzt Adcloud übernommen hat, handeln. Mit eVita versuchte die Post bereits vor über einem Jahrzehnt einmal den Einstieg in das Thema E-Commerce. 2002 wanderte die gelbe Shoppingplattform in Hände von Lycos. Inzwischen wird eVita von Become betrieben. Neben Heitmeyer, der 2007 gemeinsam mit Constantin Bisanz, Nicolas Speeck und Mario Zimmermann den geschlossenen Shoppingclub brands4friends gründete, gehören laut Handelsregister bisher nur Jens Rauschen, ehemals Director Sales & Sourcing bei brand4friends und Unternehmensberater Jens Drubel zu den Gesellschaftern von Allyouneed24. Heitmeyer war bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Wird Allyouneed24 eine Adaption von Alice.com?

Noch einmal zum Konzept des taufrischen Unternehmens: Im Gesellschaftervertrag ist davon die Rede, dass sich die Firma um den “Groß- und Einzelhandel mit Markenprodukten” kümmert. Wie bereits oben erwähnt geht es dabei um Produkte des täglichen Bedarfs und ein “neuartiges, stark kundenorientiertes Onlineshop-Modell”. Mit alltäglichen Produkten ging die Online-Drogerie AllesAnna kürzlich Baden. Vielleicht wird Allyouneed24 eine Adaption von Alice.com (www.alice.com), einem Online-Shop, der 2009 in den USA startete. TechCrunch schrieb damals: “The basic idea behind Alice.com is that the site is an open platform for consumer packaged goods manufacturers, like Procter & Gamble, to sell directly to consumers instead of going through retail channels like Target or Wal-Mart. On the consumer side, Alice.com lets users create a profile of their household (how many people, kids etc.) and then the site will keep track of items and reminds users with emails when they are running low and need to reorder. Each shipment is bundled together in a single ‘Alice’ box, delivered directly to the consumer’s door, with no shipping costs attached”. Ein strategisches Bündnis mit der Post bzw. DHL erscheint bei diesem Konzept sinnvoll.

Marcel Weiß schrieb im vergangenen Jahr bei Exciting Commerce: “Alice.com positioniert sich als Plattform mit günstigen Preisen, um die maximale Reichweite zu erlangen. Über die maximale Reichweite wiederum erhält Alice.com die Möglichkeit, ein möglichst großen Umfang an nutzbaren Daten zu erlangen, um Zusatzdienste wie Werbung oder Warenproben mit sehr gutem Targeting anbieten zu können. Was ihnen wiederrum ermöglicht, die Preise für die eigentlichen Waren möglichst niedrig zu halten”. Da das US-Vorbild gerade Richtung Europa expandiert, wird Allyouneed24 sicherlich zeitnah starten. Das amerikanische Unternehmen verbündete sich bereits mit der spanischen Firma Koto.com. Deutschland steht ebenfalls schon auf der Agenda der Amis: “Alice.com will continue its international growth with similar sites launching in Germany, France, Italy and the United Kingdom in 2012 and 2013”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.