Kizoo investiert in Pactas

Die Karlsruher Beteiligungsgesellschaft Kizoo investiert weiter fleißig Geld aus ihrem 10-Millionen-Euro-SaaS-Fonds, den das Unternehmen Anfang dieses Jahres auflegte. Diesmal stattet Kizoo das Münchner Start-up Pactas (www.pactas.com) mit frischem Kapital aus. Das im Juni […]
Kizoo investiert in Pactas

Die Karlsruher Beteiligungsgesellschaft Kizoo investiert weiter fleißig Geld aus ihrem 10-Millionen-Euro-SaaS-Fonds, den das Unternehmen Anfang dieses Jahres auflegte. Diesmal stattet Kizoo das Münchner Start-up Pactas (www.pactas.com) mit frischem Kapital aus. Das im Juni 2010 von Florian Kamps und Christoph Menge gegründete Start-up erleichtert Kleinunternehmen und Freiberuflern den Umstieg auf elektronische Rechnungen. “Zukünftig werden kleine und mittelständische Unternehmen die Potentiale durch die digitale Vernetzung und elektronische Geschäftsprozesse für sich nutzbar machen”, sagt Matthias Hornberger von Kizoo, zum Investment in das SaaS-Start-up. Kizoo hält ab sofort 40 % der Pactas-Anteile, die restlichen entfallen auf die beiden Gründer.

Pactas kümmert sich in Sachen elektronische Rechnungen nicht nur um die Belange der Rechnungssteller sondern auch um die der -empfänger und übernimmt beispielsweise die elektronische Archivierung und die Signaturprüfung. Rechnungssteller können mit der Software ihre Kunden und versenden Rechnungen verwalten. Das gemeinsame Netzwerk soll die Kommunikation zwischen Rechnungsstellern und -empfängern vereinfachen, zum Beispiel durch den automatischen Stammdatenabgleich der Geschäftspartner. “Wir sind überzeugt, dass in 5 bis 10 Jahren kein einziges geschäftliches Dokument mehr per Post verschickt wird. Deshalb haben wir ein Produkt entwickelt, dass es unseren Kunden ermöglicht, diesen Weg schon heute extrem einfach und unkompliziert einzuleiten“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Kamps, der zuletzt als Analyst bei BluO International Affiliates wirkte.

Pactas = pacta sunt servanda

Die Nutzung von Pactas, dessen Namen sich von “pacta sunt servanda“ („Verträge sind einzuhalten“) ableitet, ist pro Anwender für bis zu 1.000 Kunden und eine unbegrenzte Anzahl an Rechnungen kostenfrei. Die Premium-Version kostet 49 Euro im Monat. Das Thema elektronische Rechnungen ist sicherlich ein Zukunfts- und Boommarkt. Das papierlose Büro ist aber leider noch immer nicht Alltag und bleibt in vielen Fällen auch eine Utopie. Ein weiteres Problem könnten die omnipräsenten Sicherheitsbedenken der deutschen Nutzern sein. Nicht umsonst stellte das Pactas-Team diesen Aspekt in der Außenkommunikation immer wieder in den Vordergrund. Zitat: “Schlafen Sie ruhig, Ihre Daten sind sicher – dank mehrfacher Redundanz und täglicher Backups”. Mal sehen, ob die potenziellen Nutzer im Lande diesem Versprechen trauen. Nur dann hat Pactas eine Chance.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.