Filterfunktion: Mit picalike ähnliche Produkte finden

Auf Plattformen wie der von Google gekauften like.com (www.like.com) suchen Nutzer auf der Grundlage eines Ähnlichkeits-Filters nach Produkten. Nun bietet das Start-up picalike (www.picalike.com) diese Technologie allen Onlinehändlern an, die damit eine Ähnlichkeitssuche […]
Filterfunktion: Mit picalike ähnliche Produkte finden

Auf Plattformen wie der von Google gekauften like.com (www.like.com) suchen Nutzer auf der Grundlage eines Ähnlichkeits-Filters nach Produkten. Nun bietet das Start-up picalike (www.picalike.com) diese Technologie allen Onlinehändlern an, die damit eine Ähnlichkeitssuche in ihre Shops integrieren können. Das System analysiert Produktbilder nach 32 Parametern – darunter Farbverlauf, Kanten und Form – und zeigt Kunden passende Alternativen auf. “Neben Onlineshops im Modebereich sind wir auch mit Möbelhändlern im Gespräch”, erklärt Mitgründer Sebastian Kielmann das Potential.

Bisher filtern Onlineshops ihre Produkte vor allem nach “harten” Kriterien wie Preis und Marke. Gerade bei visuell ansprechenden Produkten wie Kleidung macht eine Ähnlichkeitssuche jedoch Sinn. Aktuell haben vier Shops die Technologie von picalike bei sich eingebunden. Mit 36 weiteren befinde man sich in der Testphase. Eine Möglichkeit ist, die Filterfunktion direkt bei der Suche anzeigen zu lassen: “picalike search” steht dann unter jedem Produkt. Alternativ wird, wenn sich der Kunde ein Produkt näher anschaut, im Anschluss ein Block mit zahlreichen, ähnlichen Artikeln eingeblendet. Picalike rechtet nach dem Cost-per-Click-Modell ab. Für jeden Klick auf eine der Ähnlichkeits-Empfehlungen erhält das Hamburger Team, dem noch Tilo Höpker und Daniel Raschke angehören, fünf Cent. Beim Ähnlichkeitsfilter spielen Parameter wie Farbe, Form, Ecken, Kanten und Lichteinfluss eine Rolle.

Interessant: Die Modesuchmaschine Stylight (www.stylight.de) hat ihre ausgeprägte Ähnlichkeitssuche wieder aufgegeben. Statt dessen gibt es dort jetzt auch wie bei Ladenzeile, Zalando und anderen Shops eingeblendete Empfehlungen, die sich nach bestimmten Ähnlichkeitskriterien richten. Wer allerdings gezielt nach sehr ähnlichen Produkten sucht, wird dabei nicht fündig. Picalike jedenfalls will mit seinem B2B-Angebot nicht nur Deutschland unsicher machen sondern richtet sich gleich international aus. Gespräche finden derzeit mit Shops in Spanien, Frankreich, UK und den USA statt.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.