Invasion der Mini-Job-Dienste – Immer mehr fiverr-Klone buhlen um Nutzer

Der Boom der Mini-Job-Dienste, auf denen Nutzer bestimmte Dienstleistungen für meist 5 Euro anbieten, geht munter weiter. Vorbild für die inzwischen zahlreichen deutschen Nachahmer ist die amerikanische Plattform fiverr (www.fiverr.com), über die in […]
Invasion der Mini-Job-Dienste – Immer mehr fiverr-Klone buhlen um Nutzer

Der Boom der Mini-Job-Dienste, auf denen Nutzer bestimmte Dienstleistungen für meist 5 Euro anbieten, geht munter weiter. Vorbild für die inzwischen zahlreichen deutschen Nachahmer ist die amerikanische Plattform fiverr (www.fiverr.com), über die in den USA und in Deutschland bereits zahlreiche Medien berichtet haben. Eine der neuesten Adaptionen heißt Fünfi (www.fuenfi.de). “Auf unserer Plattform werden die so genannten FEDs, Fünf Euro-Deals, angeboten. Das sind Dienstleistungen zu einem Festpreis von genau 5 Euro”, sagt Gründer Ali Albazaz, ansonsten Chef von Melixer Software Design. Die Bandbreite der Dienstleistungen bei Fünfi geht bei “Ich werde meinen Kater Rocco ein Bild für Sie malen lassen” los und endet bei “Ich werde dir das beste Pizza-Rezept der Welt schicken”. Von jedem abgewickelten Deal wandert ein Euro in die Kasse von Fünfi.

Ebenfalls neu im Reigen der fiverr-Klone ist Fiveo (www.fiveo.de). In der Selbstbeschreibung heißt es etwas schief: “Klevere Leute bieten hier zahlreiche Online-Dienste an, die sie zwischen 5 und 55 Euro Euro erledigen werden.” Der junge Gründer Urs Schneider hat das fiverr-Konzept somit preislich deutlich nach oben geöffnet. Dennoch sind gerade mal rund 50 Jobaufträge auf der optisch simpel gestrickten Website vertreten. Bis 100 Euro reicht die Preisbandbreite bei Gigmich (www.gigmich.de), der dritten neuen Mini-Job-Plattform. Wobei dieser Herausforderer, der noch nicht einmal über ein Impressum verfügt, auch am schlechtesten umgesetzt ist.

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Bereits im Sommer dieses Jahres ging Yoofive (www.yoofive.de) von der Dresdener Agentur SigmaMarketing online. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen reicht von “Ich werde deine Seite in über 200 verschiedenen Suchmaschinen eintragen” über “Ich werde fünf Seiten deiner Website analysieren und einen SEO Report schreiben” bis zu “Ich werde WordPress plus Theme auf Ihrem Server installieren”. Die Dienstleistung kostet inzwischen längst nicht mehr nur einen Euro. Inzwischen reicht die Bandbreite von 5 bis 100 Euro. Bei Dienstleistungen in Höhe von 5, bis 20 Euro erhält YooFive eine Provision in Höhe von 20 %. Bei Dienstleistungen in Höhe von 50 und 100 Euro beträgt die Provision 10%.

Mit fiverdeal (www.fiverdeal.de) schickte Webdesigner Joachim Göddel kurze Zeit später einen – recht dreisten – Klon des US-Dienstes los. Die Adaption, bei dem Nutzer allerlei Mini-Dienstleistungen für 5 Euro und mehr anbieten können, ist dem amerikanischen Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten – nur das Schaf auf dem Hügel fehlt am Kopf der Seite. Auch sonst gibt es kaum Unterschiede zu den Mitbewerbern: Kommt der Auftrag zustande, erhält der Anbieter eine Gutschrift in Höhe von 4 Euro und fiverdeal einen Euro als Vermittlungsgebühr.

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Noch immer nicht gestartet ist Sevvn.de (www.sevvn.de) von Johannes Graf Strachwitz und Oliver Rebner. Im Oktober verkündeten die Macher bei Facebook: “Wie es so ist, läufts manchmal anders als geplant. Wir sind (leider?) Perfektionisten und gehen nicht raus bis alles 100+% steht. Dies hat nun offensichtlich zur Folge dass der Launch sich ziemlich verzögert hat, und weiter auf sich warten lassen wird. Wir ha…lten euch auf dem Laufenden und ihr uns hoffentlich die Treue.” Wir warten gerne weiter, denn der große Wurf ist unter den bisherigen fiverr-Klonen, von denen mal einige getrost als Hobbyprojekte ansehen kann, nicht zu finden.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.