150-Millionen-Exit: Ebay übernimmt brands4friends

Kurz vor Jahresende noch spektakuläre Neuigkeiten: Der US-Konzern Ebay (www.ebay.de) hat sich den Shopping-Club brands4friends (www.brands4friends.de) einverleibt und für die Übernahme 150 Millionen Euro auf den Tisch gelegt. Der Exit kann sich sehen […]

Kurz vor Jahresende noch spektakuläre Neuigkeiten: Der US-Konzern Ebay (www.ebay.de) hat sich den Shopping-Club brands4friends (www.brands4friends.de) einverleibt und für die Übernahme 150 Millionen Euro auf den Tisch gelegt. Der Exit kann sich sehen lassen, schließlich lag die letzte offizielle Bewertung für die Marken-Community bei 100 Millionen Euro. Tengelmann war erst Anfang des Jahres als Investor eingestiegen und hatte sich für zehn Millionen Euro zehn Prozent des Shoppingclubs gesichert. Trotz der kurzen Zeit bis zum Exit hat sich das Investment für den Einzelhandelskonzern bereits gelohnt. Auch Partech International und Holtzbrinck Ventures dürften zufrieden sein.

Nachdem sich im Bereich der Shoppingclubs gerade viel regt – Amazon hatte zuletzt BuyVIP übernommen – dürfte Ebay etwas unter Zugzwang geraten sein und setzt nun ebenfalls verstärkt auf Marken – eine Strategie, die nicht unbedingt zum bisherigen Vorgehen passt. Dazu Doug McCallum, Senior Vice President von eBay in Europa: “Durch die Übernahme von brands4friends treten wir mit einem etablierten und dynamischen Partner in den Markt der Online-Shopping-Clubs ein, dessen Expertise, Geschäftsbeziehungen und Leidenschaft sich in idealer Weise mit unseren Zielen ergänzen.” Bei der Gegenseite brands4friends spricht man von Ebay als dem “perfekten Partner”: “Wir können unsere Handels- und Markenkompetenz sowie unsere Marktkenntnisse einbringen und selbst von eBays Reichweite und Erfahrung im eCommerce-Geschäft profitieren, um das Wachstum unserer Shopping-Community weiter zu beschleunigen”, erklärt Sergio Dias, Chief Executive Officer von brands4friends.

Der Exit taucht den Shoppingclub endlich wieder in freundlicheres Licht, nachdem brands4friends in den letzten Monaten vermehrt für Kopfschütteln gesorgt hatte: Im Spätsommer war es in Folge von Buchhaltungs-Fehlern zu Liquiditätsproblemen und einer ungeplanten Finanzierungsrunde gekommen.

Artikel zum Thema:
* Schrecksekunde bei brands4friends – Das Versagen der Buchhaltung und die Folgen für das Start-up
* Shopping-Clubs: Wann Einkaufs-Communitys auch künftig beste Umsatzperspektiven haben
* Exklusiv: Tengelmann zahlt 10 Millionen Euro für den Einstieg bei brands4friends
* Fusionitis: brands4friends schluckt Reiseclub TripHunter

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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