“In der VZ-Gruppe steckt noch eine ganz große Portion Start-up” – Clemens Riedl von den VZ-Netzwerken im Videointerview

Vor fünf Jahren ging studiVZ (www.studivz.net) offiziell an den Start. Gründer Ehssan Dariani peitschte das soziale Netzwerk innerhalb kürzester Zeit zum Anlaufpunkt für Millionen Nutzer. Der Verkauf von studiVZ an die Verlagsgruppe Georg […]
“In der VZ-Gruppe steckt noch eine ganz große Portion Start-up” – Clemens Riedl von den VZ-Netzwerken im Videointerview

Vor fünf Jahren ging studiVZ (www.studivz.net) offiziell an den Start. Gründer Ehssan Dariani peitschte das soziale Netzwerk innerhalb kürzester Zeit zum Anlaufpunkt für Millionen Nutzer. Der Verkauf von studiVZ an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt) Ende 2007 ist weiter der spektakulärste Internetdeal der vergangenen Jahre. Inzwischen sind die Gründer nicht mehr an Bord und die VZ-Gruppe besteht mittlerweile aus drei Netzwerken – zum Studentendienst gesellte sich die Schülerplattform schuelerVZ (www.schuelervz.net) und das Allerweltsnetzwerk meinVZ (www.meinvz.net). In Deutschland macht vor allem Schwergewicht Facebook den VZ-Netzwerken das Leben schwer. Im Videointerview mit deutsche-startups.de spricht Clemens Riedl, Geschäftsführer der VZ-Netzwerke über das Gespenst Facebook, das Phänomen Frohe Ernte und Wohngemeinschaften. Außerdem gibt es zum Jubiläum noch ein Videointerview mit Sebastian Kriese, Manager für strategische Partnerschaften bei den VZ-Netzwerken, und einen Hausbesuch bei den VZ-Netzwerken.

Zur Person
Clemens Riedl steht seit Februar dieses Jahres an der Spitze der VZ-Netzwerke (studiVZ, meinVZ, schülerVZ). Zuvor wirkte er beim sozialen Netzwerk als Geschäftsführer Sales. Seine berufliche Laufbahn begann er als Assistent der Geschäftsführung beim Verlag Der Tagesspiegel und Projektleiter Zeitungen bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Zwischen 2005 und 2008 war er als Geschäftsführer für den Verlag Der Tagesspiegel, dessen Online-Tochter Urban Media sowie die Zweite Hand verantwortlich.

“Frohe Ernte ist ein Dauerbrenner” – Sebastian Kriese von den VZ-Netzwerken im Videointerview

Im Videointerview mit deutsche-startups.de spricht Sebastian Kriese, Manager für strategische Partnerschaften bei den VZ-Netzwerken, über den Megaerfolg Frohe Ernte, eine anstehende Kooperation mit Playdom und die Erfolgsaussichten für neue App-Entwickler auf den VZ-Plattformen.

Zur Person
Sebastian Kriese ist Manager für strategische Partnerschaften bei den VZ-Netzwerken (studiVZ, meinVZ, schülerVZ). In dieser Position betreut und berät er die verschiedenen Geschäftspartner und –kunden, insbesondere für den Bereich der Integration von Spielen, Diensten und Mini-Applikationen. Für deutsche-startups.de schrieb Kriese den Gastbeitrag “Von Akquise bis Zielgruppe – Worauf es bei einer erfolgreichen Social Network-App ankommt“.

Hausbesuch bei den VZ-Netzwerken

Seit mehreren Jahren residieren die VZ-Netzwerke in der Berliner Backfabrik. Im riesigen Büro von studiVZ, meinVZ und schülerVZ ist immer Weihnachten: Überall haben die rund 300 Mitarbeiter kleine Weihnachtsmänner versteckt. Die beiden Mäuse V und Z, die seit Jahren das Maskottchen des Unternehmens sind, haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie.

Artikel zum Thema
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Facebook dominiert in Deutschland
* Frohe Ernte wächst weiter rasant – Applikationen bei studiVZ und Co.
* Markus Berger-de León verlässt studiVZ – Clemens Riedl übernimmt

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Aber hallo

    Ich denke nicht, dass die VZ Gruppe in drei Jahren noch irgendeine Rolle spielt. Insofern sollten sie es noch genießen Startup zu sein.



  2. Fibonacci

    Ich denke, dass StudiVZ sehr viel nachholen muss und auch mal eigene Ideen an den Mann bringen sollte. Leider bekomme ich die Neuerungen bei Facebook schneller mit als bei VZ-Netzwerken.
    Es sind sehr viele “synonyme Applikationen”, wenn man die Plattform Facebook in Betracht zieht.
    Beispiel: Frohe Ernte vs. FarmVille



  3. Sascha

    welches startup hat die frischesten Bananen. tolles Ding.

  4. Die haben doch nicht noch ernsthaft 300 Mitarbeiter? Selbst Facebook hat nur 1.500. Alles andere als ein weiterer steter Abstieg wäre … “überraschend”.



  5. Lars

    Ich muss zugeben, ich musste etwas schmunzeln bei dem Interview mit Herrn Kriese, vor allem bei der Erklärung zu dem Spiel Frohe Ernte, als das Wort klauen viel. Denn bis jetzt lassen sich an studivz bzw. der VZ Gruppe nicht viel eigenes, innovatives erkennen.

    Ich denke, es ist an dieser Stelle auch gar nicht mehr notwendig zu erwähnen, dass damals schon selbst Fehler Meldungen von facebook mitübernommen wurden und so praktisch von Beginn an immer wieder Funktionen kopiert oder nachgeahmt wurden.

    Wenn man sich auf der Plattform bewegt sieht man einfach nur vieles, was facebook auch bietet, oftmals einfach nur um ein paar Monate verzögert. Wenn es heute etwas neues auf Facebook gibt, das gut funktioniert, kann man sich fast sicher sein, dass es dieses Feature ein paar Mnate später in gleicher oder ähnlicher Form auch bei vz geben wird.

    Das ist auch eines der Gründe, warum ich Herrn Riedl ganz klar widersprechen würde, denn studivz hat definitiv keinen startup Charme mehr, den hat es schon vor langen verloren.

    Hier wird rhetorisch mehr oder weniger geschickt versucht etwas schön zu reden, aber die Realität bzw., dass was die User sehen, sieht eben anders aus. Also ich kann nicht wirklich erkennen, dass man an vielen tollen, spannenden Sachen arbeitet, denn sehen zu sehen bekommt man davon recht wenig. Ich will nicht sagen, dass nichts passiert, denn das wäre nicht richtig, aber für ein ca. 300 Mitarbeiter starkes Team, passiert doch recht wenig sichtbares, von Innovationen mal ganz abgesehen.

    Sympathisch finde ich allerdings, dass man kein negatives Wort über die Gründer verloren hat

    Ich denke aber auch nicht, dass es studivz in ein paar Jahren so noch geben wird, wie es dieses heute gibt. (Herr Riedl hat natürlich recht, wenn er sagt, dass man nicht wissen kann, was in ein paar Jahren ist. Dafür ändert und entwickelt sich das Geschäft einfach zu schnell. Wer weiss, ob es facebook dann noch gibt oder so stark sein wird oder es nicht etwas neues geben wird, was die user mehr anspricht??? Wobei ich denke, facebook wird es definitiv länger geben als vz)Und damit meine ich durchaus so erfolgreich, was man durchaus anerkennen muss. Denn was soziale Netzwerke angeht, vor allem, wenn es um junge Zielgruppen geht, ist die vz Gruppe “noch” weit vorne.

    Aber allgemein denke ich, wenn da nicht schnell etwas passiert oder Konkurrenten wie facebook sich nicht gerade große Fehler leisten, ist der Zug abgefahren über kurz oder lang.



  6. Dieter M.

    Frohe Ernte hin oder her, auch bei Farmville gabs irgendwann den großen Einbruch.

    Und was für einen Sinn hat eine Community wenn man auf ihr nur ein Spiel spielt (das kann man auch so).

    Aus technischer Sicht kann ich mir nur schwer vorstellen wie ein VZ, WKW oder L gegen Facebook ankommen will, ausser in einem kleinen Nischenmarkt.

  7. @Dieter M

    Ja, bei Farmville gabe es einen großen Einbruch. Aber 60,780,441 aktive Nutzer sind Jammern auf verdammt hohem Niveau. Ich finde es weiter erstaunlich, dass so viele Menschen dieses Spiel spielen. Und richtig: VZ braucht mehr als einen Blockbuster…

  8. Ich schließe mich dem allg. Tenor an… Facebook wird in Zukunft zu einer Art Online-pass und andere Seiten nutzen diese um dem User Registrierungen zu ersparen.

    Studivz und Co als reine Facebooks “Klone” haben keine Zukunft. Ich befürchte so einfach ist der Drops :/



  9. Hubert

    Für “wir sehen das hier als WG” ist das Büro ein Witz. Ich wollte da nicht arbeiten.



  10. Lars

    Ich denke vieles liegt einfach an der Firmenpolitik und Struktur mittlerweile. Es ist eben kein Startup mehr sondern es steht ein Unternehmen dahinter und ob das studivz gut getan hat, ist so eine Frage.

    Einerseits bringt das Unternehmen dahinter anderes Know How und auch nochmal wichtiges Kapital mit, aber natürlich möchte man in den meisten Fällen, vor allem in Deutschland dann, dass auch so schnell wie möglich wieder Geld rein kommt und ob das unbedingt der beste Weg ist, weiß ich nicht, denn das spiegelt sich in vielen Dingen wieder, so zum Bsp. in der Unternehmensstruktur, oft dem Verlust des Startup Charmes (Google hat den auch verloren mMn) aber auch Dingen wie, dass es nicht immer aber oft (Standard) Funktionen und Features bei dt. Netzwerken gibt (nicht nur bei VZ auch anderen dt. Netzwerken), die man bei internationalen Netzwerken kostenlos hat, aber für die ich hier bezahlen muss. Aber auch die Innovation leidet oft darunter. Sind Gründer oft noch voller Ideen und Vorstellungen, was man alles machen und umsetzen kann, geht es den Unternehmen dahinter viel mehr darum, wie man aus dem bestehenden schnell Kapital schlagen kann.



  11. TheRiddler

    Copycat Gründer haben doch keine Ideen, besonders nicht, wenn man 1:1 das Original kopiert?!



  12. Jan

    studivz ist und bleibt eine Kopie mit dem Unterschied, dass es nie geschafft hat aus dem Schatten herauszuterten. Im Gegensatz dazu hat sich das Original immer weiterentwickelt, was man von studivz nicht wirklich sagen kann, zumindest hebt es sich nicht wirklich prägnant von anderen Angeboten ab, geschweigedenn vom Original.

    Ideen haben copycat Gründer schon. Ich würde nicht sagen, dass sie keine Ideen haben, ob diese unbedingt immer innovativ und fortschrittlich sind, ist ganz klar eine 2. Sache. Aber an sich, ist es vielleicht nicht besonders innovativ, aber irgendwie auch wieder clever, denn zumindest die damaligen Gründer haben eine menge Geld damit gemacht. Die Idee an sich war schon nicht schlecht.

    Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook hat mit ziemlicher Sicherheit etwas großes geschaffen, ist aber bestimmt auch kein Einstein und hatte neben ein wenig Know How auch eine ganze menge Glück. Immerhin studierte er auf einem Campus, welches mit Investoren zusammenarbeitet und finanziell unterstützt wird. Zu dem kommt der Standort Silicon Valley und die absolute Nähe zur Sand Hill Road eine Straße auf der praktisch nur Investoren arbeiten und leben. Mal davon abgesehen, dass er zwar das Unternehmen nach außen hin repräsentiert, aber hinter den Kulissen andere Personen zu einem großen Teil wirklich die Fäden ziehen, deals aushandeln usw. Aber etwas Glück gehört auch irgendwo dazu un das hatte M. Zuckerberg neben der idee sicher gehabt.

  13. Ich glaube nicht das es noch langfristige Chancen und eine “Nachholmöglichkeit” gibt. Auch die Nutzeraktivitäten nehmen subjektiv gesehen ab. Ich kann da Dieter M. und AberHallo nur zustimmen.



  14. Ein langjähriger und überzeugter studiVZ Nutzer

    Ich bin nun seit über 4 Jahren Nutzer von studiVZ und bin entgegen vieler meiner Freunde & Bekannten KEIN FB Nutzer.

    Mich nervt an allem was man zu VZ liest immer dieser blöde und alte Vergleich zu Facebook – Ja, richtig FB gibt es länger als VZ – NA UND?

    Dieser stete Vergleich der Seiten ist meiner Meinung nach nicht berechtigt. Zum anderen sprechen beide FB und VZ andere Märkte an, VZ ist am deutschen Markt interessiert und FB schlicht an einem globalen Auftreten weltweit und genaue Position auf einen Markt bzw. ein spezielles Publikum.

    Sicherlich sind viele Features auf beiden Seiten sich ähnlich. Aber das ist doch selbstverständlich. Beim Auto beschwert sich doch auch keiner das in seinem Renault ein Airbag ist, obwohl Mercedes Benz diesen erfunden hat, oder??? Was ich damit sagen will ist, dass manche Features einfach einen gewissen Standart haben und damit zu jeder Seite in gewisser Weise gehören müssen – wie das eben beim Auto ist mit dem Airbag.

    Weiterhin finde ich sollte man nicht vergessen, dass das deutsche und europäische Recht, insb. das Datenschutzrecht, für deutsche Unternehmen (wie VZ) zur Anwendung kommt. US amerikanische Firmen wie FB diesem hingegen nicht unterfallen. Folglich haben es deutsche Internetfirmen nicht so leicht bei der Umsetzung neuer Features. Den Amys geht es da leichter von der Hand, sie brauchen sich keine Gedanken über Datenschutzrecht oder ähnliches machen – zum Leidwesen der Nutzer die meist nicht wissen, was mit ihren Daten so alles passiert…

    Auch darf man ein wenig patriotisch sein, ich meine welches Land, außer D, hat schon ein so gutes eigenes social network? Die Nutzer der anderen Länder müssen doch alle quasi zu FB, gibt es doch dort keine große vielfalt am Markt der social networks.

    Ich bin daher der festen Überzeugung, dass es studiVZ und die anderen VZ Seiten auch in 5 Jahren noch geben wird.

    Vielen Dank dafür an die Gründer und die 300 Mitarbeiter die diesen Traum von einem deutschen social Network wirklich machen :)



  15. Lars

    @ Ein langjähriger und überzeugter studiVZ Nutzer :

    “…ich meine welches Land, außer D, hat schon ein so gutes eigenes social network? ”

    Ich möchte gar nicht auf alle Anmerkungen im einzelnen eingehen, lediglich auf ein oder zwei. Denn einiges ist so nicht ganz richtig. In anderen Ländern gibt es durchaus Netzwerke, so. z. in den Niederlanden “Hyves”, in England ist neben Facebook “bebo” sehr beliebt und in Brasilien läuft Orkut( Ja, ich weiß, dass es von einem Google Mitarbeiter gegründet wurde.) recht gut. In einigen französischsprachigen Ländern ist skyrock sehr beliebt. Es gibt also durchaus auch in anderen Ländern social networks.

    Und dieser Vergleich zu facebook kommt durch viele Aspekte zu stande. Es gibt nicht nur einige ähnlich Features sondern recht viele. Dann weiß jeder , der sich ein bisschen mit der Thematik beschäftigt hat, dass die damaligen Gründer von VZ erst durch facebook auf die Idee kamen, studivz ganz am Anfang so ziemlich genau so ausgesehen hat wie facebook vor ein paar Jahren und laut etlichen berichten einiges an Code, inklusive Error Meldungen übernommen wurde. Hiermit möchte ich keinesfalls sagen, dass alles gut ist, was facebook macht, aber sie sind definitiv fortschtrittlicher und entwickeln sich weiter. DAvon sieht ma leider trotzde der 300 Mitarbeiter bei vz recht wenig, bzw. wenn dann geht das nur langsam vor sich.

    Ich weiss nicht, was in ein paar Jahrens ein wird, obes vz oder ob es facebook dann noch geben wird, wie erfolgreich beide sein werden oder ob es nicht wieder einen vollkommen neuen hype gibt, denn vor facebook, was man nicht vergessen darf war myspace der Branchenprimus, was social networks betrifft. Das Web ändert sich so schnell.



  16. mik

    Wer braucht noch StudiVZ?

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