Neuer Inkubator You Is Now schmeißt den Brutkasten an

Wenige Wochen nach dem Start des Inkubators You Is Now (www.youisnow.de) zieht das erste Start-up in den ImmobilienScout24-Brutkasten. Wie bereits Ende September von ImmobilienScout24-Geschäftsführer Marc Stilke auf der dmexco angekündigt, hat das erste […]

Wenige Wochen nach dem Start des Inkubators You Is Now (www.youisnow.de) zieht das erste Start-up in den ImmobilienScout24-Brutkasten. Wie bereits Ende September von ImmobilienScout24-Geschäftsführer Marc Stilke auf der dmexco angekündigt, hat das erste Baby einen sehr starken Bezug zum Kerngeschäft der Anzeigenplattform. Nun ist die Katze endlich aus dem Sack: Ein Team um Thomas Gawlitta werkelt an einem “spezialisierten Online-Marktplatz”. Dieser soll den professionellen Handel hochwertiger Immobilien bearbeiten.

In der offiziellen Ankündigung des ersten Inkubatordeals bleibt das Baby namenlos. Bereits seit Ende 2008 jedoch betreibt Gawlitta mit der Real Estate Online Solutions GmbH DotProperty (www.dotproperty.de) und damit oben genannten Online-Marktplatz für den professionellen Immobilienhandel. Nun soll das Konzept unter dem Dach von ImmobilienScout24 ausgebaut werden. Der Marktplatz wird demnächst als neuer Investment-Bereich im ImmobilienScout24-Gewerbeportal angedockt. “Von der Partnerschaft mit ImmobilienScout24 verspreche ich mir vor allem die Optimierung unseres Produkts und die Etablierung bei Investoren und Anbietern. Im Investmentmarkt zählt in erster Linie Reputation – mit dem Marktführer an unserer Seite sind wir hier nun optimal aufgestellt und werden zeitnah eine hohe Marktdurchdringung erreichen”, ist sich Gründer Thomas Gawlitta sicher. Auch ImmobilienScout24-Chef Stilke ist euphorisch: “Wir freuen uns auf die Verzahnung von internem und externem Know-how zur gemeinsamen Weiterentwicklung der innovativen Vermarktungsplattform für Gewerbeimmobilien.”

Im besten Fall folgt nach einem Jahr im Inkubator eine Finanzierungsrunde

Der neue Inkubator You Is Now stellt Gründern für ein Jahr Leistungen im Wert von 500.000 Euro zur Verfügung. “Wir stellen Büroräume und Infrastruktur zur Verfügung und geben Support bei der Administration”, sagt Stilke gegenüber deutsche-startups.de. Neben diesen Sachleistungen gibt es aber auch Bargeld – bis zu 50.000 Euro. Das Geld ist unter anderem für die Finanzierung des Lebensunterhalt der Gründers gedacht. Im Gegenzug für die Unterstützung in Sachen Infrastruktur und das Startkapital bekommt ImmobilienScout24 eine Option für eine Beteiligung. Stilke nennt dabei eine Beteiligung im “niedrigen zweistelligen Bereich” als Zielmarke. Falls sich das Projekt in 12 Monaten nicht im Sinne von ImmobilienScout24 entwickelt, gehen alle Beteiligten wieder getrennte Wege. Im besten Fall aber folgt nach einem Jahr im Inkubator eine Finanzierungsrunde. “Gefragt sind Ideen, die einen Immobilien-Aspekt beeinhalten, mit Marktplätzen zu tun haben oder mit Apps bzw. mobilen Themen”, sagt Stilke. “Ein Shop für Autoteile ist nicht unser Ding.”

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.