Qype nach Talfahrt in Sachen Zugriffszahlen wieder in der Spur

Nach einer spektakulären Talfahrt zu Beginn des Jahres ist die Bewertungsplattform Qype (www.qype.de) wieder in der Spur. Zur Erinnerung: Innerhalb weniger Monate stürzte das Start-up laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern […]

Nach einer spektakulären Talfahrt zu Beginn des Jahres ist die Bewertungsplattform Qype (www.qype.de) wieder in der Spur. Zur Erinnerung: Innerhalb weniger Monate stürzte das Start-up laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) Anfang dieses Jahres von rund 7,5 Millionen Visits im Monat auf knapp 4,2 Millionen im April. Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher nannte gegenüber deutsche-startups.de eine geänderte Seitenstruktur samt geänderter Querverlinkung der Qype-Artikel als Grund für die Talfahrt. Diese hätte zwar die Nutzerführung für die User verbessert, aber die Sichtbarkeit bei Google deutlich verschlechtert. Die anschließende Änderung der Änderung führte jedoch zu keinem schnellen Erfolg: Im Mai und Juni dümpelte Qype bei rund 5 Millionen Visits.

Erst im Juni kletterte der Bewertungsdienst wieder auf knapp 6,3 Millionen Vists. Im August erreichte Qype dann mit rund 7,2 Millionen Visits fast schon wieder seine alte Stärke. 7,7 Millionen Visits ist die Bestmarke von Qype. Das Rekordergebnis stammt aus dem Oktober des vergangenen Jahres. Bei der Zahl der Seitenabrufe sieht es noch besser für Qype aus: 19,1 Millionen Page Impressions im August bedeuten eine neue Bestmarke. “Qype ist im Web ganz klar wieder in der Spur. Nebenbei entwickeln sich die Zugriffszahlen bei der neuen iPhone App wunderbar”, sagt Uhrenbacher gegenüber deutsche-startups.de. Auch im Vorjahresvergleich können sich die August-Zahlen von Qype sehen lassen: Im Sommer 2009 landete der Bewertungsdienst bei 6,8 Millionen Visits und 17,5 Millionen Page Impressions.

Produktentwicklung wurde neu aufgestellt

Und was sind die Gründe für die Kehrtwende? “Wir haben seit Anfang des Jahres über zwanzig Einzelprojekte gefahren, dabei vieles aufgeräumt was sich über die Zeit angesammelt hatte. Ausschlaggebend war jedoch die Entscheidung im Juni, den Content sprachlich ganz klar nach Domains aufzuteilen. Damit haben wir zwar riskiert, dass die kleinen Länder nicht so sehr von den großen Ländern profitieren, insgesamt die Situation ganz eindeutig stabilisiert”, sagt Uhrenbacher. Damit Talfahrten wie zu Beginn des Jahres bei Qype nicht mehr vorkommen, wurde zudem die Produktentwicklung verändert: Auch die kleinste Änderung am Layout wird vorab “SEO approved”. Ohne dieses Gütesiegel geht keine Änderung mehr online. Eine weise Entscheidung!

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.