Mit Zuckerjungs.de wagt sich neu.de-Gründer Andreas von Maltzan in die Liebesnische

Zum wiederholten Mal nimmt Andreas von Maltzan einen Anlauf in Sachen Online-Dating. Das neueste Projekt des neu.de-Gründers und WomanWeb-Machers hört auf den niedlichen Namen Zuckerjungs.de (www.zuckerjungs.de). Maltzan beschreibt die Plattform als einen Dating-Dienst […]
Mit Zuckerjungs.de wagt sich neu.de-Gründer Andreas von Maltzan in die Liebesnische

Zum wiederholten Mal nimmt Andreas von Maltzan einen Anlauf in Sachen Online-Dating. Das neueste Projekt des neu.de-Gründers und WomanWeb-Machers hört auf den niedlichen Namen Zuckerjungs.de (www.zuckerjungs.de). Maltzan beschreibt die Plattform als einen Dating-Dienst für “selbstbewusste, erfolgreiche Frauen über 35 Jahren”. Bereits seit Mai ist die Partnerbörse im Netz. Auf der Venture Lounge Anfang September in Berlin erklärte Maltzan, der zuletzt mit liebejz.de (www.liebejz.de) einen Flop hinlegte, das Konzept von Zuckerjungs.de mit Promis wie Madonna, Demi Moore und Simone Thomalla, die sich alle jüngere Männer geangelt haben. Wie bei neu.de will Maltzan das Konzept mit einem “massiven Marketing” in den Markt drücken und so in der Nische Erfoge feiern.

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Die ersten Werbespots von Zuckerjungs.de laufen bereits auf den Sendern von ProSiebenSat.1. Mit der TV-Sendergruppe handelte Maltzan bereits einen “interessanten Media-Deal” aus. Das Brutto-Mediavolumen beträgt 1,5 Millionen Euro und reicht somit noch für einige Monate. Mit dem enormen Marketing konnte Maltzan, der auch Partner.de (www.partner.de) startete, nach eigenen Angaben innerhalb von sechs Wochen bereits knapp 70.000 Mitglieder anlocken. Die Partnerbörse soll sich über Abogebühren in Höhe von 19 Euro finanzieren. Jegliche Form der individuellen Kommunikation ist bei Zuckerjungs.de nur für zahlende Kunden möglich.

In den USA ist Cougar Life (www.cougarlife.com) mit einem ähnlichen Konzept unterwegs. In Deutschland wäre Altersvorsprung.de (www.altersvorsprung.de) als Konkurrent zu nennen. “Es ist Zeit, diese Nische aktiv und massiv anzugehen”, sagt Maltzan. Sein Ziel: “Marktführer in diesem Segment in Deutschland zu werden”. In der Schweiz ist Partnerbörse für ältere Frauen ebenfalls schon aktiv, Österreich soll schnell folgen – dort unter dem passenden Namen Zuckerburschen.at. Dann will Maltzan auf Basis einer gemeinsamen Datenbank weitere Nischen angehen – beispielsweise Zuckerdaddys.de, GleicheLiebe.de und andere Specialsegmente. “Wichtig für uns ist, dass wir erst einmal eine Nische richtig packen”. Am Ende soll der Zuckerjungs.de-Betreiber OnlineLiebe GmbH in verschiedenen Teilsegmenten einsame Herzen zueinander bringen. Maltzan ist dabei klar, dass ihm ein harter Wettbewerb bevorsteht. Vorher sollte er den Zuckerjungs aber einmal ein ordentliches Logo schenken, die jetzige Schriftvariante sieht ein bisschen zu billig aus.

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* Holtzbrinck Ventures steigt bei liebejz.de aus

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Pingback: liebepur



  2. Matze

    Sorry, aber die Werbespots sind peinlich !

  3. Naja, aber Aufmerksamkeit erregen sie allemal. ;-) Und darauf kommt es an. Schließlich reden wir ja darüber. ;-)

    Mal schauen, was daraus wird.



  4. Alex

    Also zum einen verstehe ich den Titel nicht: “Mit Zuckerjungs.de wagt sich neu.de-Gründer Andreas von Maltzan in die Liebesnische” Wieso wagt er sich in die Liebesnische? War nicht neu.de schon die Liebesnische? Oder war das eine general interest Seite?

    Aber was mich noch mehr wundert: Hat er bei neu.de keinen ordentlichen Exit geschafft, oder warum muss er jetzt mit solchen schlecht gemachten Clones im Longtail der Dating-Branche auf Kundenfang gehen? Ist er schon wieder Pleite? Hat er nichts anderes im Kopf? Und wenn es schon das gleiche Gebiet sein muss, dann sollte er es doch wenigstens ordentlich umsetzen. Die Seite und das Corporate Design sind ja in rudimentärer Form vorhanden und dann Werbung auszustrahlen.. na ja..



  5. janosch

    Vor gut 14 Tagen gab es auf Vox eine recht aktuelle übersetzte us – amerikanische Doku über internationale dating Webseiten, speziell dating Portale aus den USA und dort wurde gesagt, dass es dort gerade eher einen rückläufigen Trend gibt und man erwartet, dass dieser auch in den nächsten 2-3 Jahren europäische und dt. Dating Portale betreffen wird.

    Mitglieder nutzen vermehrt kostenfreie Portale wie social networks, um neue Kontakte zu knüpfen. Social networks wie z.B. studivz, facebook usw. bieten diverse Gruppen, um zu erkennen, wer gerade single und auf der Suche ist. Gruppen auf social networks, speziell mit singles, die auf der Suche sind, sind im Grunde nichts anderes als kleine kostenlose dating Portale/Foren. Und da sich da da Frauen als auch Männer fast aller Altersgruppen tummeln, würde sich für mich die Frage stellen, warum woanders dafür Zahlen… Ein Vorteil ist sicherlich, dass es weniger Fake Profile geben wird, wenn man dafür zahlen muss, aber ob dieses Argument alleine Nutzer zieht.

    Wünsche für dieses Projekt trotzdem viel Glück und Erfolg!



  6. Peter Pan

    als frau würd ich mir bei diesen spots vera****t vorkommen. wenn maltzan denkt, dass frauen so einfach gestrickt sind, dann wird seine neue plattform garantiert wieder ein flop.



  7. Magnetorade

    Wer diesen Clip peinlich findet, der hat wohl die Austrahlung vor ca. 10 Tagen auf VOX oder RTL2 verpasst. Dort hat Gundis Zambo fuer die Seite geworben und zwar so, dass wahrscheinlich jeder danach vor Fremdscham den Raum verlassen hat. DAS WAR SO MEGA SCHLECHT!



  8. magno

    Ich finde das Konzept etwas gewagt. Dieser Eindruck wird durch den in meinen Augen ziemlich billig gemachten Spot noch verstärkt. Bei den anderen Partnerbörsen wird versucht dem ganzen einen seriösen Touch zu geben. Aber der Werbespot von Zuckerjungs ist von der Machart her ziemlich nah an dem was nach 0 Uhr so im TV läuft. Das hat immer irgendwie den Touch von “Alte g***e Oma sucht Jüngling…”

    Naja, man wird sehen.

  9. Pingback: Einmal fremdschämen bitte… | BlogWave.de



  10. VanDamme

    @janosch: Das ist genau der Punkt. Ich denke auch, dass kostenpflichtige Dating-Portale auf Dauer keine Chamce mehr haben. Es sei denn sie bedienen eine sehr spezielle Nische.

    Eine spezielle Nische ist da aber sicher nicht “zuckerjungs”,
    sondern ein, zwei Portale aus dem sexuellen Bereich.

    Nur weuil ein paar reifere weibliche Promis jüngere Partner haben, ist das noch lange kein allgemeiner Trend.

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  12. Das Konzept ist so offensichtlich zum Scheitern verurteilt das man sich fragt was wirklich dahintersteckt.



  13. SagIchNicht

    Schon eigenartig wie sich die Menschen von jeder “Neuerung” einfangen lassen. Die einfachsten Dinge im Leben werden jetzt mit optimierten Datenbanken noch einfacher? Was wurde aus der Spontanität im richtigen Leben?



  14. Schmidt name von der Redaktion geändert

    Finger weg von Zuckerjungs.de
    Angemeldet als 1 monats Abo für 29,– euro.
    kein Traffic obwohl viele Frauen angeschrieben wurden, kein Chat möglich, sieht so aus wie eine FAKE Partnerbörse, so kann man auch Geld verdienen. Denke man kann sein Geld für sinnvollere Partnerbörsen ausgeben.



  15. Marc

    Zuckerjungs hat wie jeder andere Dating-Plattform von den Samwer-Brüdern/Holtzbrinck Ventures Tausende von Mitarbeitern krierten Fake-Profilen. Habe bei eDarling und iLove gearbeitet.

    Übrigens, Zuckerjungs ist schon tot.



  16. katze

    hmmm…..normale Weise halte ich kostenpflichtige Datings über Partnerbörsen zunehmend als nicht mehr sehr erfolgsversprechend. Da sind einfach die Community-social-works viel zu sehr in einem Wachstum. Aber wer weiss….vielleicht hat ja doch mal die eine oder andere ältere Frau Troschlusspanik :-)

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