Android-App und Kondome: friendticker bringt sich in Position

Der deutsche Geolocation-Dienst friendticker (www.friendticker.com) dückt weiter gehörig aufs Gaspedal. Pünktlich zur next10 brachte der Dienst der Berliner servtag GmbH Anfang dieser Woche eine Android-App auf den Markt. Somit können nun neben iPhone-Besitzern […]
Android-App und Kondome: friendticker bringt sich in Position

Der deutsche Geolocation-Dienst friendticker (www.friendticker.com) dückt weiter gehörig aufs Gaspedal. Pünktlich zur next10 brachte der Dienst der Berliner servtag GmbH Anfang dieser Woche eine Android-App auf den Markt. Somit können nun neben iPhone-Besitzern auch Android-Nutzer bei friendticker in ihrer Lieblingsbar, Restaurant oder Hotel einchecken. Ein Prinzip, mit dem Foursquare (www.foursquare.com) in der deutschen und der internationalen Gründerszene gerade für Furore sorgt.

Die friendticker-Macher müssen deswegen damit leben, dass ihr Service nun immer wieder als Klon von Foursquare bezeichnet wird. Dabei arbeiten die Hauptstädter schon seit über einem Jahr an friendticker und damals sprach noch kein Mensch von Foursquare. Ursprünglich platzierten die servtag-Gründer Martin Pischke, Florian Resatsch und Uwe Sandner friendticker als mobile Community. Der kleine Handydienst sollte die Nutzer jederzeit über die Aktivitäten ihrer Freunde informieren, interessante Orte in der Nähe anzeigen und mitteilen, ob sich an diesen Plätzen gerade Freunde oder andere Mitglieder befinden. Vom derzeit angesagten Check-in-Prinzip war damals aber noch keine Rede.

Foursquare hat die Nase vorn

Vom US-Wettbewerber versucht sich friendticker zudem durch eine digitale Bonuskarte mit echtem Mehrwert abzusetzen. Regelmäßige Check-ins bei bestimmten Orten, werden mit Items belohnt. Diese virtuellen Plaketten können die Nutzer später in Gutscheine und andere reale Dinge eintauschen. Mit dieser Mischung aus Werbung und Rabattmarken soll bereits in diesem Jahr ordentlich Geld in die Kasse von friendticker fließen – die Macher des Geolocation-Dienstes rechnen mit einer niedrigen sechsstelligen Summe. Dafür müssen vermutlich aber deutlich mehr Menschen friendticker nutzen. Zum Vergleich: Foursquare zählte auf der next-Eventseite über 360 Check-ins, friendticker knapp 60. Dank des Werbeteams am Eingang der next und der Verteilung von Kondomen, die mit dem Slogan “Use to Check-in” versehen waren, sollte friendticker aber zumindest für Aufmerksamkeit gesorgt haben.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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