Bessere Chancen auf den Traumjob mit deineBewerbung

Wer sich mit Lebensläufen und Anschreiben für Bewerbungen abmüht, ist bei DeineBewerbung (www.deinebewerbung.de) gut aufgehoben. Das junge Unternehmen mit Sitz in Köln verspricht professionelle Hilfe, mit der die Einladung auf ein Vorstellungsgespräch in […]

Wer sich mit Lebensläufen und Anschreiben für Bewerbungen abmüht, ist bei DeineBewerbung (www.deinebewerbung.de) gut aufgehoben. Das junge Unternehmen mit Sitz in Köln verspricht professionelle Hilfe, mit der die Einladung auf ein Vorstellungsgespräch in greifbare Nähe rückt. Die drei Studenten Florian Jaeger (RWTH Aachen), Johannes Lomnitz (Uni Köln) und Moritz ten Eikelder (Uni St. Gallen) bieten ihren Service seit April an. “Es ist erstaunlich, wie viele formale und inhaltliche Fehler Bewerbungsunterlagen regelmäßig enthalten. Es gibt schlicht zu viele Standards, die dem Bewerber häufig nicht geläufig sind, im Bewerbungsprozess allerdings zum K.O.-Kriterium werden können”, erklärt Geschäftsführer Lomnitz die Geschäftsidee. Deswegen bietet das Dreiergespann dem Nutzer an, seine Bewerbung entweder komplett zu erstellen oder dessen Dokumente zu optimieren. Unklar bleibt allerdings, woher die drei Studenten ihre Expertenkompetenzen beziehen.

Der Nutzer erhält seine professionelle Bewerbung innerhalb von fünf Tagen per Download oder Postsendung. Hat er es sehr eilig, kann er auf den Express-Service zurückgreifen. Ganz billig ist die Arbeitserleichterung allerdings nicht: Die Erstellung eines Anschreibens kostet 44,90 Euro, die Anfertigung des Lebenslaufes 39,90 Euro. Eine Optimierung beider Dokumente ist bereits für 29,90 Euro zu haben. Dazu gehören beispielsweise die Überarbeitung von Stil und Struktur sowie die Verbesserung orthographischer und grammatikalischer Fehler. Auch die Vollständigkeit der Angaben und das Layout werden überprüft. Um den Datenschutz zu gewährleisten, verpflichtet sich das Unternehmen, die persönlichen Daten nicht an Dritte weiter zu geben.

Berufseinsteiger gibt es immer

Eine professionelle Bewerbungsanfertigung ist sicherlich eine sinnvolle Geschäftsidee. Berufseinsteiger gibt es immer, außerdem haben zahlreiche Experten für den kommenden Herbst eine neue Entlassungswelle prognostiziert. Ein Problem könnte allerdings sein, dass gerade bei diesen Zielgruppen das Geld nicht so locker sitzt. Aber wer einen Job will, muss eben in die Tasche greifen, sofern noch was drin ist. Im Gegensatz zu deineBewerbung.de setzt Mitbewerber CleverApply (www.cleverapply.de) ganz auf die digitale Erstellung von Bewerbungen. Layout-Vorlagen, Textbausteine und Schritt-für-Schritt Assistenten sollen Jobsuchenden die Arbeit erleichtern.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Leo

    Naja, wenn sich alle Bewerber in Zukunft ihre Bewerbungen kaufen, wird man wohl nur noch über Noten aussortieren können

  2. Schöne Idee, wünschen viel Erfolg! Wir können aus Erfahrung sagen, dass einige Lebensläufe enorm Potential der Verbesserung haben :-)



  3. Fabian Senfft

    Wieso bezeichnet DS so etwas einfach mal als “sinnvolle Geschäftsidee” ? Ich hab mal gelernt: Eine Nachricht sollte nicht werten. Falls es keine Nachricht ist würde ich mir wünschen, daß der Autor etwas mehr auf die Schwachpunkte eingeht:

    – Miiiiese Skalierbarkeit. Ein paar Founder können ja vielleicht noch die Kompetenz haben. Aber wie fahre ich das hoch? Studenten, 400 Euro Kräfte, die Bewerbungen lesen ? Da beisst sich die Katze aber in den Schwanz.

    – Automatisieren lässt sich das auch nicht: bzw. DAS wäre mal eine Killer-Applikation. Davon sind wir wohl aber noch 10 Jahre entfernt ;)

    – Wettbewerb: Was hält mich denn davon ab, einen solchen Auftrag auf blauarbeit zu stellen oder ähnliche Plattformen ? Auch: warum soll etwas einem Unternehmen zahlen, das ich danach nicht effektiv bestrafen kann, wenn die Qualität nicht stimmt ?

    und und und…

    Mann, Mann, Mann. Und an Thomas Schulze: “Schöne Idee.”. Erst denken, dann sprechen!

    Fabian



  4. Jan D

    Interessante Idee, aber:
    Bei Studenten/ Absolventen, die nicht in der Lage sind, ihren CV selbst ordentlich für eine Bewerbung aufzubereiten, wird es spätestens dann auffallen, dass ihre Bewerbung getuned ist, wenn sie in ihrem Job arbeiten oder schon vorher im Bewerbungsgespräch … und ob das so gut ist …



  5. Simon Schütz

    Ich finde die Idee durchaus sinnvoll. Die Skalierbarkeit ist vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber wie Thomas schon sagt. Es gibt einfach viele Lebensläufe denen es an der Form und den einfachsten Dingen fehlt. Es geht ja nicht darum, einen Maler in einen Investmentbanker zu transformieren. Und dann sehe ich auch wiederum durch kurze Schulung absolut die Möglichkeit, dass Ganze etwas größer zu machen.

    Und klar kannst du das Unternehmen nicht direkt bestrafen. Du musst halt auf einen guten Job vertrauen. Die Strafe kommt dann eher langfristig durch schlechte Propaganda etc. Und einen neuen Friseur musst du ja auch erstmal ausprobieren, und riskieren, dass er dir die Haare verschneidet. Oder qualifizierst du das dann als Werkvertrag und verlangst Nachbesserung, Schadenersatz etc.? Wohl eher nicht.

    Naja… wenn es darum geht, Lebensläufe, die ja nur allzu oft bei einfachsten Sachen fehlerhaft sind zu korrigieren, finde ich die Sache durchaus sinnvoll.



  6. marc

    @ Fabian

    Gute Analyse! Ich bin der gleichen Meinung.

    Es gibt übrigens einige Gesellschaften mit dem gleichen Angebot. Eine Gesellschaft arbeitet beispielsweise mit der Jungen Karriere zusammen.



  7. Maria Behrend

    Die Idee der Optimierung ist gut, aber mal ganz ehrlich: Automatisch erstellen lassen? Schauen Sie sich mal einschlägige Ratgeber an, wie den entsprechenden Wikipediaartikel oder auch Initiativbewerber.de – überall wird dazu geraten, präzise und gut informiert auf die Firmen zuzugehen. So etwas ist doch irgendwo schon fast Bewerbungsspam, oder?

    Nichts für Ungut – Beste Grüße Maria



  8. Fabian Senfft

    @Simon:

    Wenn man mir die Haare verschneidet, wächst es wieder. Wenn ich mich auf einen “Bewerbungs-Coach” verlasse, der mir dann zur Deadline miese Qualität abliefert, verpasse ich möglicherweise einen Bewerbungsschluß.

    Der Vergleich hinkt etwas.

    Im Übrigen hab ich nicht gesagt, daß die Idee an sich nicht sinnvoll ist. Klar gibts miese Bewerbungen. Klar gibts auch Coaches für Bewerbungen in höheren Gehaltsstufen. Sinnvoll ist auch, daß auf dem Massenmarkt Qualitätssteigerung zu erreichen.

    Nur weil ein Mangel vorhanden ist, ist Internet unbedingt die Lösung.

    Was ist denn das hier ? Das ist ein Coach mit einem Web-Front end, ein paar IT gestützte Prozesse usw.

    Sicherlich keine Internet-Geschäftsidee. Vielleicht als Abwandlung, ich schreibe einen anonymisierten Text vor und stelle ihn dort ein. Dann können alle kommentieren, umschreiben usw.

    Das nennt sich dann Forum – und ich habe sicherlich mehr Expertenressourcen pro Problemfall als bei Eurer Idee.

    “Naja… wenn es darum geht, Lebensläufe, die ja nur allzu oft bei einfachsten Sachen fehlerhaft sind zu korrigieren, finde ich die Sache durchaus sinnvoll.”

    So, einfachste Sachen. Wer einfache Fehler in seinem Lebenslauf nicht durch Freunde, Bekannte oder SELBST beseitigen kann, hat sicherlich keinen mittel-bis gut bezahlten Job.
    Daraus Frage zur Zielgruppe: Wenn man keinen mittel-bis gut bezahlten Job hat, bzw. in Aussicht hat (Grenze schätze ich bei z.B. 2500 Brutto+ ein) –

    wer zahlt dann 29,90-49,90 EUR für die Ausmerzung der “einfachsten Sachen”.

    => Deadpool.



  9. Fabian Senfft

    Nochmal @Simon:

    Stichwort Maler => Investmentbanker

    Ein Entreprenuership-Prof an der WHU sagte zu 8. Semestlern mal:

    “Für einen Analysten-Job im Investmentbanking brauchen sie kein Diplom hier. Da reicht Ihnen ein durchschnittlich begabter Abiturient mit einem ungebremsten Leistungswillen”

    :-D



  10. Simon Schütz

    @ Fabian

    den mit dem Investmentbanker gebe ich dir ;)

    Ich habe schon vermutet, dass der Einwand mit dem Vergleich kommt. Da hste natürlich Recht. Aber es geht halt darum, dass du manchmal einfach vertrauen musst. Und langfristig wird sich was Schlechtes rumsprechen. Die Seite sieht ja top aus, und der Preis lässt auch erstmal was anständiges vermuten.

    Also du sagst wirklich viele gute Dinge, aber ich glaube es geht wirklich um die Jungs, die sehr wenig Geld verdienen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass die tatsächlichen Umstände in der Gesellschaft noch erschreckender sind als man so denkt. Ich habe (wie ich es auch bei dir vermute) an einer vernünftigen Uni studiert. Und selbst da wunder ich mich manchmal wie doof die sich teilweise anstellen. Und das ist schon die “gesellschaftliche Elite” (mag diesen Ausdruck wirklich nicht). Also es gibt mit Sicherheit viel viel mehr Menschen die einfach 0 Ahnung von Lebenslaufzeug haben und sich einfach doof anstellen. Gut, die haben nicht die große Kohle. Aber wenn die z.B. beim Arbeitsamt oder wo auch immer auf die Idee stoßen, und das gut finden, werden sie das Geld schon aufbringen. Als Arbeitsloser haste ja theoretisch auch nicht genug Geld um es dir leisten zu können, Raucher zu sein.
    Und die Jungs werden in ihrem Freundeskreis auch nicht unbedingt die Experten haben ;)

    Das mit den Foren stimmt natürlich. Ich würde auch so vorgehen wie du. Macht ja auch Sinn. Aber: Du machst dir – so wie ich mir auch – sicherlich auch mehr Gedanken. Und bist nicht faul. Und ich glaube, dass es vielen einfach zu viel Arbeit ist, die richtigen Foren zu suchen usw. usw.

    Würde gerne mal wissen, wie die Kundschaft sich bei den Jungs so zusammensetzt.

    Also… du hast schon Recht, mit dem, was du sagst, aber ich verteidige die Idee trotzdem in Anbetracht der Zielgruppe. Es wäre echt mal interessant zu wissen, wie die Kundschaft so aussieht.



  11. marc

    Keine Frage ein Markt ist da, aber die Konkurrenten auch. Wo ist überhaupt die USP von “deine Bewerbung”?



  12. Frank

    War ja klar, Thomas Schulze findet auch diese (so wie bisher alle anderen Startups auf DS) Idee einfach super.

    Der Erfolg in Google gibt ihm jedoch recht (s. zweiter Link): http://www.google.de/search?hl=de&q=thomas+schulze+startup

  13. Wie wäre es, wenn DS ier auch mal einen StartUp-Code mit anbietet – oder ist das im Budget des Artikels nicht mehr drin?

    @Apropo Skalierung: Warum sollten die drei Gründer die Bewerbungen selber bewerten, wenn ein Personaler Mitte 40 diese im Heimarbeit und Accordtempo viel spräziser bearbeiten kann? Und da spielt endlich mal Berufserfahrung mit rein, welche für die angebotene Dienstleistung nötig ist?



  14. Alexander

    Bewerbungsservices gibt es doch wie Sand am Meer – offline und online, kostenlos und kostenpflichtig. Ich sehe da den Kick nicht. Meine Uroma verkauft ihre Häkelsachen jetzt auch übers Internet – auch ein Thema für DS?

    Wenn ich Qualität im Bewerbungsbereich haben will, dann gehe ich zu Hesse-Schrader oder ich mache mir die Schwarmintelligenz von Freunden und Bekannten offline und online kostenlos zu nutze.

  15. Zu unseren Haus und Hof Themen werden wir uns wohl noch einen Beitrag leisten koennen.

    Unseren Service Drop your CV gibt es seit 2 Jahren und wird rege angenommen :-)

    Sprachen gerade erst heute auf der Internet World zu diesem Thema!

    Der Markt bietet ein grosses Potential.

  16. @Wingi: Was meinst du mit der Aussage “Wie wäre es, wenn DS ier auch mal einen StartUp-Code mit anbietet – oder ist das im Budget des Artikels nicht mehr drin”? Versteh ich nicht!



  17. Kris Phillips

    @wingi

    Skalierung:

    Was kostet denn ein Personaler, Mitte 40 Jahre, mit entsprechender Berufserfahrung pro Jahr ?
    50K Gehalt , Vollkosten 80K, 6666 EUR / Monat ?

    Wieviele volle CVs/Bewerbungen würde der schaffen, inklusive Feedback usw. – 5 pro Stunde im Durchschnitt ?

    4 x 60 Stunden Arbeit pro Woche x 5 Bewerbungen = 1200 Bewerbungen pro Monat (im Akkord!)

    1200×50 EUR Gebühr Umsatz pro Monat.

    6000 EUR Umsatz für 6666 EUR reine Personalkosten.

    So – und dann such mir mal die Menge an Personalern, die das noch machen wollen, in Heimarbeit. Welcher Personaler mit Mitte 40 hat Lust, CVs zu scannen und zu berichtigen, Feedback zu geben, immer und immer wieder für ein paar Euro ? Schon mal mit dem Arbeitsalltag eines Personalmanagers oder Headhunters auseinandergesetzt ? Der macht andere Sachen….

    => wird nix.



  18. marc

    @ Kris

    1.200 x 50 = 60.000€! Du hast wohl eine Null vergessen. Deine Rechnung ist auch ziemlich unrealistisch. 60 Stunden Arbeit pro Woche? 5 Bewerbungen pro Stunde? Realistischer sind 40 Stunden und 2 Bewerbungen pro Stunden

    4 x 40 h pro Woche x 2 Bewerbungen = 320 Bewerbungen

    Umsatz: 320 x 50 = 16.000 €

    Fehlt nur noch Geschäftsführung, Vertrieb, sonstige Kosten, Gewinn usw.!

    Ich finde die Geschäftsidee nicht schlecht, es ist aber überhaupt keine Innovation!



  19. business-developer

    1200* 50 Euro ist aber ein klein wenig mehr als 6.000 Euro

  20. Hallo,

    vielen Dank für die kontroversen Kommentare. Sicherlich sind wir kein Web 2.0 Startup. Dennoch sehen wir für unseren Service einen vorhandenen Markt und auch einen großen Nutzen für unsere Kunden.

    @ #1 Regelmäßig liegt ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch / Interview zwischen schriftlicher Bewerbung und Einstieg im Unternehmen. Dementsprechend wird das Bewerbungsgespräch weiterhin maßgebend sein, gute Bewerbungsunterlagen erhöhen lediglich die Chance auf Einladung zum Vorstellungsgespräch.

    @ #3 Das Thema Skalierbarkeit ist eine große Herausforderung für uns. Naturgemäß profitiert ein Unternehmen, das beispielsweise Müslis verkauft, mehr von Skaleneffekten als dies bei unserer Dienstleistung der Fall ist. Wir haben von Anfang an geschultes Personal ins Team geholt und sind in der Lage der Nachfrage flexibel zu begegnen.

    @ #4 Wir sehen regelmäßig keinen direkten Zusammenhang zwischen den fachspezifischen Fähigkeiten eines Bewerbers und seinem Know-how bezüglich der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

    @ #7 Die Erstellung erfolgt individuell durch unsere Mitarbeiter, lediglich die Erfassung der notwendigen Informationen zum Beweber sowie der angestrebten Stelle werden automatisiert – in auftragsspezifischem Umfang – erfasst.

    @ #8 Der Leistungsumfang umfasst bei Optimierungsaufträgen mehr als lediglich die “die Ausmerzung der einfachsten Sachen” (z.B. http://www.deinebewerbung.de/leistungen/optimierung-anschreiben.page.htm ). Bei Erstellungsaufträgen, nur diese kosten mehr als 29,90 €, werden die Unterlagen gesamthaft angefertigt.

    Viele Grüße aus Köln
    Moritz

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