Nordwest-Zeitung investiert in den Marktplatz Käuferportal

Von Krise keine Spur: Die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg investiert über eine halbe Million Euro in Käuferportal (www.kaeuferportal.de), einen Marktplatz für den Mittelstand. Neben der sechsstelligen Finanzspritze gehört ein “umfangreiches Mediabudget” zum Investment. Klingt […]

Von Krise keine Spur: Die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg investiert über eine halbe Million Euro in Käuferportal (www.kaeuferportal.de), einen Marktplatz für den Mittelstand. Neben der sechsstelligen Finanzspritze gehört ein “umfangreiches Mediabudget” zum Investment. Klingt nach einer gelungenen regionalen Verankerung des Marktplatzes. “Käuferportal hat einen starken Partner für eine Online- und Offline-Kooperation gesucht, der sich nun in der Nordwest-Zeitung findet. Da sich beide Unternehmen vor allem auf den Mittelstand konzentrieren, macht diese Zusammenarbeit viel Sinn”, sagt Gründer Robin Behlau.

Käuferportal.de ging im Oktober des vergangenen Jahres an den Start. Der noch junge Dienst, der von Robin Behlau und Mario Kohle ins Leben gerufen wurde, unterstützt kleinere und mittlere Unternehmen bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen. Business Angel wie Lukasz Gadowski, Ehssan Dariani und Kolja Hebenstreit unterstützen die Gründer seit dem Start. “Wir glauben an die Idee von Käuferportal. Das nutzwertbezogene Geschäftsmodell, das ehrgeizige Team und das Erreichen der bisherigen Meilensteine haben uns überzeugt. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden mit dem Käuferportal einen zusätzlichen Mehrwert anbieten zu können”, sagen die beiden NWZ-Geschäftsführer Ulrich Gathmann und Herbert Siedenbiedel. Die regionale Ausrichtung der NWZ wollen die Käuferportal.de-Macher nutzen, um das bestehende Netzwerk aus 1.200 Anbietern weiter auszubauen. Neben der Erweiterung der bisherigen Produktpalette ist zudem die Einführung von Premium-Mitgliedschaften geplant.

Artikel zum Thema
* Fünfzehn Fragen an Robin Behlau von Käuferportal
* Käuferportal gestartet

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Ben

    Herzlichen Glückwunsch Jungs! Da stoßen wir nächstes Wochenende nochmal drauf an :)



  2. Sabine Bauer

    Meine Agentur nutzt Käuferportal schon seit Dezember letzten Jahres: Erster Eindruck war ausgesprochen gut und übersichtlich. Kontakt mit den Leuten vor Ort war auch relativ angenehm – vielleicht ein bisschen chaotisch.

    Aber die Qualität der Anfragen war leider außerordentlich schlecht: Wir haben dort knapp 200 EUR versenkt und bei fast keinem der Kontakte sind wir überhaupt bis zur Angebotsphase vorgedrungen.

    Manche Anfragenden hatten auch schon Angebote von externen Agenturen im petto und wollten sich diese nur bestätigen lassen (dafür haben sich dann drei Agenturen einen Lead gekauft und jeder jeweils einen halben Manntag im Angebot versenkt). Oder aber Firmen wollten sich ein komplettes Konzept + Angebot ausarbeiten lassen; natürlich ohne ein Cent zu bezahlen. – kein guter Stil.

    Auch gibt es viele Anfrage von völlig unrealistischen Vorstellungen: Kompletten Webshop mit CMS, Zahlungsanbindung (Lastschrift + KK), neuem Design, „Block“ (SIC!) und zukünftig alles auch von nem Laien zu bedienen. Einstellen und freistellen der 999 Produkte auch noch inklusive. Budget: < 1000 EUR… Ne klar, wann können wir anfangen?

    Die Grundidee ist gut und die Leute von KP sind bemüht, aber es bedarf hier geschulten Personals, was seriösen von unseriösen Anfragen unterscheiden kann und nicht nur drei Stichpunkte aufnimmt…

  3. Leider sind meine Erfahrungen mit Käuferportal ähnlich wie die von Sabine Bauer.
    Die Leute dort sind sympathisch, aber die heile Welt nach Aussen wird irgendwann von der Realität eingeholt werden…

  4. Pingback: Die Blicke in die Wirtschaft zum Wochenende « Blick Log

  5. Hallo zusammen,

    Unsere Erfahrungen mit Käuferportal.de
    Wir, MiTSCHUH – Mediendesign (Webdesign, Printdesign und Shopdesign), stellen unsere Leistungen unter anderem bei Käuferportal (seit Mitte letzten Jahres) ein. Bisher haben wir als Anbieter leider schlechte Erfahrungen mit Käuferportal gemacht. Käuferportal veräußert Kontaktinformationen potentieller Kunden im Voraus, egal ob es zu einem Geschäftsabschluss kommt oder nicht. Wir haben bisher insgesamt 10 mal die Kontaktdaten von möglichen Kunden erworben. Von diesen 10 Transaktionen kam es zu einem Abschluss, drei Mal wurde das Angebot nicht angenommen und über sechs Mal haben sich die Kunden nicht gemeldet. Unter nicht gemeldet verstehen wir, es kam nicht einmal zu einem telefonischen Erstkontakt. Was natürlich sehr ärgerlich ist wenn man die einzelnen Kontakte im Voraus bezahlen muss. Der Härtefall. KP hat eine komplett falsche Ausschreibung ins Netz gestellt (KP macht eine Ausschreibung für einen Onlineshop, der Kunde will jedoch eine eigens entwickelte Auktions- und Portalsoftware). Der Fehler wurde eine halbe Stunde nach Ausstellung und Erwerb des Angebots an KP gemeldet. Wir mussten uns bis zur GF durchboxen damit dieser offensichtliche Fehler von KP korrigiert und gutgeschrieben wurde. Dauer 1 Monat.

    Unser Fazit:
    Für Dienstleister ist Käuferportal im Bereich Webdesign, Onlineshops, Grafik und Printgestaltung nicht zu empfehlen. Auch wenn hier die potentiellen Kunden scheinbar mehr bereit sind für die Arbeiten zu zahlen als anderswo ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering einen vernünftigen Abschluss zu erreichen.

    Viele Grüße
    Michael Schuh

  6. Pingback: NWZ steigt bei clipkit ein :: deutsche-startups.de

  7. Das Geschäftsmodell des Käuferportals scheint mir tatsächlich …. unüblich. Wir bieten auch Leads im B2B-Umfeld an, allerdings gehört dazu, dass klar definiert wird, was der Lead enthalten soll. Und Ausschreibungen bietet iBusiness.de (wie übrigens auch ein halbes dutzend anderer Portale) zum Festpreis an – und zum Testen sogar nur 10 Euro für 2 Wochen ….

  8. Danke für die nützlichen Hinweise. Ich habe bisher zwei Angebote von denen erhalten und war nicht bereit ins Blaue hinein in Vorkasse zu gehen. Das was die machen, ist doch nichts anderes als Leiharbeitsfirmen. Sie leben auf Kosten derer, die produktiv arbeiten. Nein Danke.

  9. Pingback: Family’s Venture Capital investiert in Käuferportal :: deutsche-startups.de

  10. Als Webdesign/Programmierunternehmen haben wir uns Ende 2011 als Anbieter registriert.
    Nach 5 Kontaktdatenkäufen haben auch wir unseren Account gelöscht, da auch bei (wahrscheinl.) Fakeanfragen die Gebühren nicht ersetzt wurden. Trotz mehrmaliger Telefonate wurde auf die Richtigkeit beharrt. Wobei mir ein Anfrager am Telefon sagte, daß er nur mal zum Testen eine Anfrage gestellt hat.
    Auch einen Innovationspreis hat KP erhalten. Dies finde ich seltsam, da wir unser Nachfraportal http://www.partyprofi.com bereit 4 Jahre vorher ins Netz gestellt habe. Dies ist genau das gleiche Prinzip.
    …. sehr sehr seltsam.

Aktuelle Meldungen

Alle