Stylight zieht an

Vier Münchner Jungs haben sich eine große Aufgabe gestellt: Sie wollen den Modedschungel im World Wide Web lichten. Ihre Machete dazu heißt Stylight (www.stylight.de). Über die stylische Plattform ist es möglich, in allen […]
Stylight zieht an

Vier Münchner Jungs haben sich eine große Aufgabe gestellt: Sie wollen den Modedschungel im World Wide Web lichten. Ihre Machete dazu heißt Stylight (www.stylight.de). Über die stylische Plattform ist es möglich, in allen möglichen angeschlossenen Shops gleichzeitig nach Modeartikeln verschiedener Marken zu suchen. Die Machete ist somit eine Meta-Suchmaschine. Obendrauf kommt noch eine visuelle Suchfunktion. “Aufgrund neuester Algorithmen der Bilderkennung kann der Kunde bei Stylight ausgehend von einem Produkt ähnliche Artikel finden, die in Form und Farbe übereinstimmen”, erklärt Benjamin Günther das Konzept.

Wer bei Stylight nach einem roten Kleid sucht, bekommt zunächst eine Auswahl verschiedener roter Kleider angezeigt. Nach dem Klick auf einen der präsentierten Modeartikel gelangt die Nutzerin dann zu weiteren Kleidern, die der Form des gewählten Artikels entsprechen. Neben dieser visuellen Suche ist es auch möglich, sich Stylight über Kategorien, Marken, Farben, Sonderangebote und den Preis zu erschließen. Die Ergebnisse liefert der Cyber-Modekatalog entweder als Liste oder als Wolke aus. “Bei der Umsetzung haben wir besonderenWert auf einfache und intuitive Benutzerführung gelegt”, sagt Günther.

Finanzierung über Provisionen

Zum Gründerteam von Stylight gehören neben Günther, der Marketing und Business Development verantwortet, außerden Anselm Bauer, Max-Josef Meier und Sebastian Schuon. Das Quartett lernte sich während des Studiums in der bajuwarischen Hauptstadt kennen. Vom Konzept bis zur lauffähigen Betaversion haben sie ein Jahr gebraucht. Pate dürfte dabei unter anderem der amerikanische Dienst like.com (www.like.com) gestanden haben. Stylight präsentiert sich allerdings noch minimalistischer als die US-Konkurrenz. Auch die Präsentation der jeweiligen Produkte ist beim deutschen Meta-Suchdienst deutlich besser gelungen. Die Refinanzierungsstrategie von Stylight ist denkbar einfach: Für jeden vermittelten Verkauf wandert eine Provision in die Kasse der jungen Gründer.

Wenn die Zahl der angekoppelten Shops den Modemarkt ordentlich abdeckt, dürfte Stylight eine gute Chance haben, sich als die Mode-Suchmaschine zu etablieren. Eine enorme Rolle dürfte dabei PR spielen. Stylight muss die Online- und Offline-Frauenmagazine der Republik erobern. Ein Problem die unzähligen Shop-Betreiber im Lande zu überzeugen, dürften Günther und Co. dagegen kaum haben. Die meisten Unternehmen dürften sogar froh sein, dass ihnen jemand gegen eine geringe Provision neue Kunden zuführt. Zumal die Shop-Betreiber ansonsten nicht zahlen müssen, um bei Stylight dabei zu sein. Selbst die Produktdaten veredelt das Start-up für die Modeläden. Zu guter Letzt profitieren auch Onliner von Stylight: Nie war die Suche nach einem Wunschartikel einfacher. Der Modedschungel wird mit Stylight tatsächlich übersichtlicher.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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