Motor-Talk in Millionenlaune

Die Auto-Community Motor-Talk (www.motor-talk.de) rast weiter mit Vollgas durchs World Wide Web. Gerade durften Tom Kedor und Bert Schulzki, die das kleine Unternehmen seit 18 Monaten lenken, den Millionsten Nutzer begrüßen. Allein im […]
Motor-Talk in Millionenlaune

Die Auto-Community Motor-Talk (www.motor-talk.de) rast weiter mit Vollgas durchs World Wide Web. Gerade durften Tom Kedor und Bert Schulzki, die das kleine Unternehmen seit 18 Monaten lenken, den Millionsten Nutzer begrüßen. Allein im vergangenen Jahr verdoppelte sich die Zahl der registrierten Mitglieder bei Motor-Talk somit. Davon sind natürlich längst nicht alle Mitglieder ständig aktiv – zumal die Plattform sich als Forum mit dem Schwerpunkt Fragen rund um Autos und Motorräder positioniert. Und die allermeisten registrierten Mitgliedern werden nicht ständig neue Fragen unter den Nägeln brennen. Die 140.000 aktiven Mitglieder pro Monat können sich somit sehen lassen. Diese meist männlichen Nutzer (94 %) sorgen für 10.000 Beiträge pro Tag. Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) zählte im November bei Motor-Talk 5,8 Millionen Visits und 33,6 Millionen Page Impressions. Wobei bei Motor-Talk die enorme Konstanz der Zugriffszahlen auffällt: Seit der IVW-Premiere im April dieses Jahres bewegen sich die Visits zwischen 5,7 und 6,4 Millionen. Die Zahl der Page Impressions liegt zwischen 32 und 34 Millionen. Die Zahl der Unique User geben die Berliner mit 3,5 Millionen pro Monat an. Wie in anderen Communitys sind somit auch bei Motor-Talk viele Nutzer unterwegs, die keine Inhalte beisteuern, sondern nur konsumieren.

Obwohl Motor-Talk bereits seit 2001 besteht, darf man das kleine Unternehmen getrost als Start-up bezeichnen. Im Gegensatz zu anderen Startuppern konnten Kedor und Schulzki bei der Gründung allerdings auf eine bestehende Plattform und Nutzer bauen. Ins Leben gerufen wurde Motor-Talk von Hartmut Wöhlbier. Seit April des vergangenen Jahres ist das Medienhaus Springer mit 20 % an der Auto- und Motorrad-Community beteiligt. Anfangs ging ein Aufschrei durch die Nutzerschaft. Inzwischen haben sich die Autofans offenbar an den strategischen Partner gewöhnt. Zumal die Motor-Talk-Macher die Nutzer aktiv in viele Entscheidungen und Entwicklungen einbeziehen – aktuell beispielsweise in den “umfassenden Relaunch” der Plattform. Ziel ist es, “die Seite übersichtlicher zu strukturieren und das Design moderner zu gestalten”. Eine längst fällige Maßnahme! Das neue optische Erscheinungsbild samt neuem Logo steht Motor-Talk bereits sehr gut.

“Es ist schwierig, Werbung effektiv zu platzieren”

Neben all diesen Veränderungen haben die Hauptstädter auch beim Umsatz ordentlich zugelegt: In den vergangenen zwölf Monaten wurde dieser nach eigenen Angaben verdreifacht. Genaue Zahlen nennen die Motorexperten leider nicht. “Generell ist es nicht unbedingt einfach, Social Communitys zu monetarisieren. Es ist beispielsweise schwierig, Werbung effektiv zu platzieren, wenn es sich um ein soziales Netzwerk ohne inhaltlichen Fokus handelt. Die Zielgruppe des Mediums ist hier nicht klar genug zu definieren. Bei Communitys mit spezifischer Themenausrichtung ist das leichter”, sagt Kedor. Klassische Werbeschaltungen seien allerdings nur eine Variante für Hersteller, über Communitys und Foren mit Verbrauchern in Kontakt zu treten. Die Möglichkeiten des direkten Dialogs würden bislang kaum genutzt. “Unser Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Herstellern und Verbrauchern anzustoßen, um diese Potenziale zu erschließen – zum Vorteil beider Seiten.” Die Motor-Talk-Macher wollen somit auch künftig weiter Vollgas geben. Doch bereits jetzt schon ist Motor-Talk ein gelungenes Beispiel, wie sich eine bestehende Plattform professionalisieren lässt.

Hausbesuch bei Motor-Talk

An einem herrlichen Wochentag haben wir unsere Taschen gepackt und sind mal schnell bei der Berliner Auto-Community Motor-Talk vorbeigefahren. Alle Bilder in unserer Fotogalerie.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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