Fünfzehn Fragen an Niclas von Bernstorff von Menteoo

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Ich kann stets mit Weitwinkelobjektiv arbeiten und werde mit messbarem Erfolg belohnt. Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? Bei einer […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Ich kann stets mit Weitwinkelobjektiv arbeiten und werde mit messbarem Erfolg belohnt.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Bei einer Shisha (Wasserpfeife) und einer Tasse Zucker mit einigen Spritzern Tee in Kairo.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Von Business-Angels.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Kapital und Programmierung. Ein Fettnäpfchen war das “Siezen” von Leuten.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ich würde meine Idee aggressiver verkaufen und ein bisschen mehr wagen. Denn ein Versuch macht bekanntlich “kluch”.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
PR. Richtig eingesetzt, kann da keine herkömmliche Marketing-Kampagne mithalten.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Unsere Business-Angels, allen voran Stefan Wiskemann.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Wenn sich Kopf, Herz und Bauch einig sind: machen und dabei über jeden Zweifel erhaben sein!

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Fördermittel, die nicht durch einen zentimeterdicken Bedingungskatalog und branchenfremde und ideenarme Beamte unerreichbar gemacht werden.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Unternehmensberatung und danach Ausgrabungsleitung in Ägypten.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Skysails – Segel für Containerschiffe

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
In die Frühzeit erster Hoch-Zivilisationen (Maya, Ägypter) und würde mir ein Glas kaltes Dattelbier auf einem Logenplatz mit Blick auf den Pyramidenbau gönnen.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Ich würde Menteoo und vielleicht noch ein oder zwei weitere Projektideen, die derzeit noch in der Schublade schlummern, voranbringen, dann noch ein paar Antiquitäten kaufen – die sind schön und werden immer mehr wert.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit Freundin, Knack&Back und Web’nWalk.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Peter Scholl-Latour, Helmut Schmidt und Eric Schmidt. Das Thema wäre die Zukunft.

Zur Person
Niclas von Bernstorff studierte VWL und BWL in Bonn, Lüneburg und Kairo. Während seines Studiums sammelte er Erfahrungen als Werkstudent in der Abteilung für Investitionsabsicherung bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Hamburg. Vor der Gründung der Mentoren-Plattform Menteoo Menteoo (www.menteoo.de) hob er mit seinem Partner Till Luschert bereits die Webconsulting-Firma NetLab Ltd. aus der Taufe.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.