amprice schluckt Moulaha

Beim Internet-Marktplatz amprice (www.amprice.de) stehen die Zeichen auf Expansion. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf hat Österreich, die Schweiz, Großbritannien und die USA ins Auge gefasst. Zunächst aber macht sich der Hannoveraner im arabischen […]

Beim Internet-Marktplatz amprice (www.amprice.de) stehen die Zeichen auf Expansion. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf hat Österreich, die Schweiz, Großbritannien und die USA ins Auge gefasst. Zunächst aber macht sich der Hannoveraner im arabischen Raum breit. Mit der Übernahme der Handelsplattform Moulaha (www.moulaha.com) ist das kleine Unternehmen nun in 22 weiteren Ländern (unter anderem Marokko, Syrien und Saudi Arabien) vertreten. “Ich freue mich schon jetzt auf die ersten Kameltreiber-Witze”, sagt Burgdorf. “Durch die starken arabischen Märkte mit ihren hohen Steigerungsraten und dem weltweit bedeutsamen Handelszentrum Dubai werde dem Wettbewerb aber schnell das Lachen vergehen.” Allein in Marokko hätten sich die Mitgliederzahlen in den vergangenen drei Monaten verachtfacht – von 2.500 auf 20.000. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Moulaha-Gründer Tarik Abarriche wirkt künftig als Managing Director Arabic Countries bei amprice. Die Unternehmenszentrale von Moulaha wird demnächst von Tanger (Marokko) nach Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) verlegt. Durch die Übernahme verfügt amprice nach eigenen Angaben nun weltweit über 380.000 Mitglieder. Neben Moulaha und dem Internet-Marktplatz amprice gehören der Sammler-Marktplatz BesteAuktion.de sowie das Rückwärts-Auktionshaus Azubo.de zum Unternehmen. Die drei bisherigen Dienste verfügten im Mai dieses Jahres über 315.000 Mitglieder. Auf den meisten der 22 Moulaha-Marktplätze ist dementsprechend noch nicht viel los. Die Dickschiffe sind Marokko (20.000 Mitglieder), Ägypten (14.000 Mitglieder) und Algerien (5.000 Mitglieder). Bei vielen Ablegern sind aber nicht nur Mitglieder, sondern auch Auktionen Mangelware.

Im Oktober startet amprice 2.0

Unterdessen arbeiten Burgdorf und seine Mannschaft an der neuen Version von amprice. “Das neue System bietet erstmals Kaufen, Verkaufen, Tauschen, Ausschreiben und Verschenken auf einer einzigen Plattform an”, sagt Burgdorf. Neben mehr Sicherheit für Käufer und Verkäufer soll sich amprice 2.0 durch eine einfache Bedienung auszeichnen. Die neue verbesserte Version soll am 15. Oktober die bisherigen Systeme auf amprice, BesteAuktion und Azubo ersetzen. Jeder Nutzer kann dann selbst entscheiden, ob er seine Artikel nur auf einem Marktplatz anbieten will – oder auf allen. „Diese Plattformstrategie ist die perfekte Multibrand-Strategie, die die Geschichte der übernommenen Marktplätze weiterschreibt. Das Mitglied kann von allen drei Marktplätzen aus auf seinen Account zugreifen, Angebote einstellen, Mails lesen und die Käufe und Verkäufe verwalten“, sagt Burgdorf. Jeder der existierenden Marktplätze habe eine Fangruppe, die niemals auf einen anderen Marktplatz umsteigen würde, die Multibrandstrategie trage diesen Nutzern Rechnung. Später sollen dann auch die arabischen Marktplätze mit dem neuen System ausgerüstet werden.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.