Zehn Fragen an Steffen Rusitschka von fabidoo

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Na klar – ich hab\’ die Welt ja mal so erlebt – früher – hehe. Aber: Wenn bei mir Zuhause heute das DSL-Modem streikt, stellen […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Na klar – ich hab\’ die Welt ja mal so erlebt – früher – hehe. Aber: Wenn bei mir Zuhause heute das DSL-Modem streikt, stellen sich nach einer gewissen Zeit fast schon Entzugserscheinungen ein.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Das war 1994 an der Uni, erstes Semester. “Hast Du schon mal das mit dem Internet ausprobiert?”, war meine Frage an einen Kommilitonen. Er wusste Bescheid, zeigte mir, wie ich einen Account bekomme und damit fing alles an… Google hiess da noch Altavista.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Google, klar. Und die ganzen News-Seiten, sprich Heise, del.icio.us, Digg, etc., sind unverzichtbar – abgesaugt von meinen eigenen RSS-Reader. Und Amazon. Und Google Adwords. Hab\’ ich fabidoo schon erwähnt?

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Spam. Betrug. Nepp.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Was ist schon ein Erfolg? Es gibt so ein paar Höhepunkte in meinem Leben: Zum Beispiel als ich meine zukünftige Frau Sebnem kennenlernte. Oder als ich gemerkt habe, dass ich total entspannt und fast wie Zuhause in meinem Auto durch Manhatten cruise. Oder eine Teamleitung übernommen habe. Oder fabidoo mitgegründet habe.

Was Ihr größter Flop?
Die unzähligen Web-Seiten, die ich irgendwann einmal “fast fertig” hatte, die jedoch nie wirklich online gingen.

Worüber können Sie lachen?
Schlüpfrige Witze – am liebsten die spontanen, die einem selbst einfallen.

Was bringt Sie zum Weinen?
Kitschige, meist schlechte Hollywood-Filme, in denen der Held stirbt – das ist echt schlimm. Nein wirklich, die bringen mich echt zum Weinen.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Jack Bauer oder doch lieber Jack Shephard? Vermutlich Hauptsache Jack.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Eine hundertprozentige CO2-freie Energiequelle, die sich ein jeder mit Handwerkerladen-Equipment für wenig Geld selber bauen kann, und die Wohnungen heizt, Autos betreibt – kurz: Freie Energie für jeden Menschen und der Weltfrieden. Ein Teleporter wäre auch nicht schlecht.

Zur Person
Steffen Rusitschka, Jahrgang 1974, studierte Informatik an der Uni-Marburg. Während seines Studiums arbeitete er bei Siemens Corporate Research in Princeton. Bevor er mit Marc Schlichte, Michael Himmel und seinem Bruder Jens Rusitschka die Figürchenfabrik fabidoo gründete, war er Teamleiter in der Forschungsabteilung der Siemens AG in München.

Artikel zum Thema
*

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.