Triphunter verkauft Reisen

Unter dem Namen Triphunter (www.triphunter.de) schicken Gabriel Matuschka, Amir Mirzaee, Bobby Budirahardjo und Matthias Eireiner einen Online-Reiseclub ins Netz. “Registrierte Nutzer können über die Plattform Reisen bis zu 50 % günstiger als bei […]

Unter dem Namen Triphunter (www.triphunter.de) schicken Gabriel Matuschka, Amir Mirzaee, Bobby Budirahardjo und Matthias Eireiner einen Online-Reiseclub ins Netz. “Registrierte Nutzer können über die Plattform Reisen bis zu 50 % günstiger als bei herkömmlichen Portalen buchen”, verspricht Gründer und Geschäftsführer Matuschka. Sämtliche Reisen werden bei Triphunter zeitlich limitiert und in begrenzter Stückzahl angeboten. Durchschnittlich acht Reisen kommen pro Woche bei Triphunter in die virtuelle Auslage – sämtliche Reiseangebote werden multimedial aufbereitet. Standardbeschreibungen oder die immer gleichen Bilder suche man bei Triphunter vergebens, sagt Matuschka. Neben Städtetrips soll es auch den typischen Strandurlaub am Mittelmeer oder die Fernreise nach Kuba geben. Alle Angebote enden nach einer Woche. Nur Nutzer, die schnell zugreifen, kommen somit zum Zug.

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Zugang zu Triphunter erhält man momentan nur über eine Einladung von einem Mitglied oder über einen Kooperationspartner. Derzeit rühren die Triphunter für ihren Dienst beim Social Network Lokalisten kräftig die Werbetrommel. Partnerschaften mit anderen großen Communitys sollen folgen. Der Zugang über einen Partner hat einen entscheidenden Vorteil für die Nutzer, sie müssen die einmalige Gebühr in Höhe von 12,50 Euro nicht zahlen. Diese Gebühr wird bei den “normalen” Nutzern fällig, wenn sie erstmals eine Reise buchen. Die Registrierung und Nutzung von Triphunter ist für alle Reisefans kostenlos. Nur durch den exklusiven Charakter und die Gebühr kann der Online-Reiseclub vermutlich überhaupt im Markt agieren. Die Reiseveranstalter können die Plattform so nutzen, ohne ihre normalen Kunden zu verärgern. Die Reisebüros und Webanbieter im Lande würden sicherlich auf die Barrikaden gehen, wenn ihre Partner bestimmte Reisen einem anderen frei zugänglichem Anbieter weit unter dem Standardpreis anbieten.

Vorbild kommt aus Frankreich

Betrieben wird Triphunter von der Private Trips GmbH. Gabriel Matuschka und Matthias Eireiner haben zuvor abitero (www.abitero.de), eine Bewertungsplattform für Hotels ins Leben gerufen. Bobby Budirahardjo und Amir Mirzaee haben mit MyPokerShop (www.mypokershop.de) zuletzt einen Pokerfachhandel betrieben. Für Triphunter haben sie Geld bei einigen Investoren eingesammelt – unter anderem bei Lukasz Gadowski und Oliver Jung. Geld in die Kasse von Triphunter soll primär über Provisionen für die vermittelten Reisen kommen. Eigene Reisen veranstalten die Münchner nicht, sie vermitteln nur. Das große Vorbild der Bajuwaren ist sicherlich der französische Anbieter Voyage Prive (www.voyage-prive.com) – auch optisch ähneln sich die beiden Angebote sehr.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.