FoundersLink betreibt Venture Creation

Wer den ehemaligen Geschäftsführer von myToys, Oliver Beste, in seinem Zimmer besuchen will, arbeitet sich derzeit noch an den neuen Herbst-Winter-Kollektionen bekannter Kindermarken vorbei und muss dabei aufpassen, nicht auf buntes, quietschendes Kinderspielzeug […]
  • Von Christina Cassala
    Dienstag, 15. April 2008
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Wer den ehemaligen Geschäftsführer von myToys, Oliver Beste, in seinem Zimmer besuchen will, arbeitet sich derzeit noch an den neuen Herbst-Winter-Kollektionen bekannter Kindermarken vorbei und muss dabei aufpassen, nicht auf buntes, quietschendes Kinderspielzeug zu treten. Das ehemalige Chefbüro in Berlin ist zudem mittlerweile zu klein und zu eng geworden. Der Grund: Beste hat Gesellschaft bekommen. Fabian Hansmann, vormals Geschäftsführer von Steganos, hat sich die andere Seite des Schreibtisches erobert und gemeinsam sind die beiden Männer seit September vergangenen Jahres die Köpfe vom FoundersLink (www.founderslink.com). Der dritte im Bunde, Pascal Finette, arbeitet von der britischen Hauptstadt London aus.

“Wir sind auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten”, sagt Beste zu Beginn des Gesprächs beinahe entschuldigend und lotst in einen Besprechungraum. Denn nach dem arbeitsintensiven, aber erfolgreich gestarteten Testballon aka-aki “wollen wir jetzt so richtig loslegen”, so Beste voller Tatendrang. FoundersLink will Gründer ohne Idee und gute Geschäftsideen ohne Gründer mit entsprechenden Investoren und Geldgebern zusammenbringen. “Geld für Investitionen ist genug da, es fehlt an der Vernetzung”, ist Hansmann überzeugt. An dieser Stelle setzt FoundersLink an und unterstützt die jungen Unternehmen beim Aufbau, denn “wir sind bei allen ersten und wichtigen Schritten dabei, wir stehen jederzeit beratend zur Seite”, erklären die beiden Männer das Unternehmenskonzept.

Weltweit auf der Suche nach Ideen

Dafür sind Beste und Hansmann weltweit unterwegs und zapfen regelmäßig ihre Netzwerke an. Schließlich suchen die FoundersLink Leute Geschäftsideen, die mehr versprechen als einen bloßen Marketing-Hype. “Wir wollen Unternehmen aufbauen, die wirklich Umsätze und Transaktionen generieren können”, sagt Hansmann. Die Firmen, die unterstützt werden, sollen in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen Wert von mindestens 50 Millionen Euro Umsatz haben.

Insgesamt sechs Projekte dieser Art will der FoundersLink dabei pro Jahr begleiten. Auf eine bestimmte Branche sind sie dabei nicht festgelegt. “Da kommt viel Arbeit auf uns zu”, so die beiden Männer einstimmig und krempeln dabei wohl gedanklich schon die Ärmel hoch. Vom Start an sollen die neuen Start-ups europaweit aufgebaut werden. “Wir verstehen uns als Co-Founder, nicht als Dienstleister”, sagt Beste abschließend. Nicht zuletzt sicher auch deshalb, weil Eigenkapital in den Projekten steckt. Aber er geht noch weiter und sagt: “Durch unsere Erfahrung als Gründer bieten wir den Jung-Unternehmern und den Geldgebern eine Sicherheit, weil wir rechtzeitig die Reißeine ziehen können.”

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.