Cyworld schließt die Pforten

Das Social Network Cyworld (www.cyworld.de) steht in Deutschland vor dem Aus. Der Grund: Die südkoreanische Telefongesellschaft SK Communications, ein Ableger des Mobilfunkanbieter SK Telecom, hat die Lust am deutschen Markt verloren. Offenbar sieht […]
Cyworld schließt die Pforten

Das Social Network Cyworld (www.cyworld.de) steht in Deutschland vor dem Aus. Der Grund: Die südkoreanische Telefongesellschaft SK Communications, ein Ableger des Mobilfunkanbieter SK Telecom, hat die Lust am deutschen Markt verloren. Offenbar sieht das Unternehmen keine Chance mehr, die gemeinsam mit T-Venture betriebene Community zum Erfolg zu führen. Die Cyworld Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde bereits im Juli 2006 gegründet. Im Herbst des vergangenen Jahres ging die Plattform, die hierzulande Menschen zwischen 18 und 25 Jahren ansprechen sollte, in die Betaphase.

Wie beim erfolgreichen Vorbild (knapp 20 Millionen Südkoreaner nutzen den Dienst) sollten sich die Mitglieder der Community in einem eigenen Raum der Webgemeinde präsentieren. Ihr Alter Ego namens “Me” und ihre eigene Hütte konnten die Nutzer gegen Bezahlung dabei ganz nach ihren Wünschen gestalten. Die Nutzerströme blieben allerdings aus. Weil sich bislang erst so wenige Nutzer angemeldet hätten, erwartet SK Communications wegen der angekündigten Schließung auch keine Proteste der User. In einer Mail an die wenigen registrierten Nutzer heißt es: “Es macht ja keinen Sinn, lange drumherum zu reden: Cyworld.de gibt es bald nicht mehr. Ja, ihr habt richtig gelesen: die deutsche Cyworld-Seite wird zugemacht, abgeschaltet. Aus, Vorbei. Wir ziehen uns, wie man so sagt, vom Markt zurück”. Mitte März gehen demnach bei Cyworld.de die Lichter aus. Insgesamt investierte das Unternehmen laut “The Korea Times” 5,2 Milliarden südkoreanische Won (umgerechnet 3,5 Millionen Euro) in den Aufbau von Cyworld Europe. Um den deutschen Ableger sollten nach und nach weitere Sprachversionen entstehen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.