bookya setzt auf Neuware

Julian Bez und Norman Egli von bookya (www.bookya.de) legen sich ein weiteres Standbein zu. Studierende können über das Investment von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) ab sofort nicht mehr nur kostenlos Bücher […]

Julian Bez und Norman Egli von bookya (www.bookya.de) legen sich ein weiteres Standbein zu. Studierende können über das Investment von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) ab sofort nicht mehr nur kostenlos Bücher kaufen oder verkaufen, sondern nun auch neue Bücher ordern. “Versandkostenfrei” wie Gründer Egli betont. Mit dem Schritt Richtung Cyber-Buchhandlung erweitern die Berliner zudem ihr Sortiment – neben klassischer Studentenliteratur finden die Nutzer von Bookya über die Suchmaske der Seite nun auch profane Unterhaltungsliteratur. Auf der Startseite des Markplatzes wird der Erweiterung mit der neuen Rubrik “Angesagte Bücher” Rechnung getragen. Wobei der Verkauf der oftmals sehr teuren studentischen Fachliteratur um einiges lukrativer sein dürfte. Studierende mit kleinem Geldbeutel können dagegen weiter den kostenlosen Marktplatz, welcher gerade um eine Bewertungsfunktion erweitert wurde, nutzen. Die Zahl der registrierten Mitglieder ist laut Egli “fünfstellig”.

Möglich wird das neue Standbein und die kostenlose Lieferung über eine Kooperation mit Libri. Der Buchgroßhändler übernimmt für den studentischen Buch-Marktplatz sämtliche Bestellabläufe. Der Kunde merkt davon nichts – alle bestellten Waren werden mit dem Bookya-Logo ausgeliefert. Libri hat nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Bücher auf Lager. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte Egli den Einstieg in das Neuwarengeschäft angekündigt. Zuvor leitete Bookya Studierende, die neue Bücher kaufen wollen, direkt an den Versandriesen amazon.de weiter und kassierte dafür eine Verkaufsprovision. Die Einnahmen daraus konnten sich offenbar sehen lassen. Nun machen Bez und Egli dem einstigen Partner und den vielen Unibuchhandlungen des Landes Konkurrenz. Mit Unterstützung der Studenten-Community studiVZ, die bekanntlich ebenfalls zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört, wollen die Bookya-Macher weiter Nutzer auf die Website locken. Neben bookya – seit März 2007 online – existiert mit semester-books (www.semester-books.de) seit Oktober 2007 ein weiterer kostenloser Buch-Marktplatz für studentische Literatur. Zudem schickte Wiebke Flavia Rhodius mit jusbook (www.jusbook.de) eine Plattform für gebrauchte juristische Fachliteratur ins Netz.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.