Teutu lackiert Laptops

Laptops fallen gemeinhin nicht unbedingt durch eine aufregende Farbgebung auf – das will Markus Teufel mit Teutu (www.teutu.de) ändern. Sein Unternehmen, dass bereits im Frühjahr letzten Jahres startete, lackiert die tragbaren Geräte individuell […]

Laptops fallen gemeinhin nicht unbedingt durch eine aufregende Farbgebung auf – das will Markus Teufel mit Teutu (www.teutu.de) ändern. Sein Unternehmen, dass bereits im Frühjahr letzten Jahres startete, lackiert die tragbaren Geräte individuell und einzigartig. Zwar sind auch Einzelanfertigungen möglich, trotzdem “richten wir unser Angebot vor allem an Unternehmer und Notebookhersteller”, sagt der Junggründer. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die eine einheitliche Kommunikationsstrategie oder ein Corporate Design verfolgen. Zudem bietet die individuelle Gestaltung auch einen gewissen Schutz gegen Diebstahl. “So ein Gerät lässt sich nicht so einfach vertickern”, sagt Teufel.

Lackiert wird meist nur der Deckel des Gerätes. Dafür wird die Verschalung demontiert. “So können wir gewährleisten, dass der Bildschirm nicht beschädigt wird”, verspricht Teufel. Andernsfalls würde die Garantie verfallen. Rund 3000 Geräte will das sechs-köpfige Team in 2008 lackiert haben – ausschließlich Laptops. “Mit kleineren Geräten haben wir keine Erfahrung.” Die Auftragslage lässt die angestrebte Zahl realisitisch erscheinen: Derzeit ist der Gründer mit einem großen, noch nicht genannten Notebookhersteller im Gespräch. “Deutschland ist ein interessanter Markt, weil hier viele Konzerne ihre Zentralen haben”, sagt er.

Repräsentanz in Asien

Gleichwohl blickt Teufel aber auch über deutsche Grenzen hinweg. “Wir haben bereits eine Repräsentanz in China und einen Vertriebspartner im Oman”, verrät er. Für ein junges, deutsches Startups sicherlich etwas ungewöhnlich, in Anbetracht möglicher Geschäftspartner in Dubai jedoch sinnvoll. Bislang beliefen sich die Kosten bei Teutu auf rund 30.000 Euro – alles eigenfinanziert. “Aber jetzt ist time to market”, sagt der Wirtschaftsingenieur, “deshalb wäre ein Kapitalgeber zum jetzigen Zeitpunkt wichtig.” Teufel hat mit seinem Business-Modell schon so manche Auszeichnung eingeheimst, erst unlängst den Promotional Gift Award. Die Chancen für einen Sponsor dürften deshalb nicht schlecht stehen.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.