Azubo.de steht zum Verkauf

Das Auktionshaus Azubo.de (www.azubo.de) steht zum Verkauf. “Nachdem wir Gründer uns vor circa zwei Jahren beruflich verändert haben, haben wir Ende letzten Jahres die Entscheidung zum Verkauf getroffen”, schreibt Mitgründer Pierre Ludigkeit in […]

Das Auktionshaus Azubo.de (www.azubo.de) steht zum Verkauf. “Nachdem wir Gründer uns vor circa zwei Jahren beruflich verändert haben, haben wir Ende letzten Jahres die Entscheidung zum Verkauf getroffen”, schreibt Mitgründer Pierre Ludigkeit in einem Xing-Forum. Neben Ludigkeit gehören Marc Barr, Gregor Pohl und Michael Schuda zum Gründerteam des Auktionshauses. Azubo.de entstand 2003 im Rahmen eines Ausbildungsprogramms der Deutschen Telekom. Im Gegensatz zu klassischen Auktionshäusern, bekommt bei Azubo.de nicht das höchste Gebot den Zuschlag, sondern das niedrigste. Alle paar Sekunden sinkt der Preis der angebotenen Ware. Je länger ein potenzieller Käufer wartet, desto günstiger wird der Artikel. Desto größer ist aber auch das Risiko, dass ein anderer Nutzer den Artikel vorher kauft.

Am 12. November 2003 ging Azubo.de offiziell ins Netz. Innerhalb von vier Monaten stieg die Zahl der registrierten Nutzer nach Unternehmensangaben auf 100.000. Inzwischen sind es rund 250.000. Derzeit werden rund 25.000 Artikel auf den Seiten des Auktionshauses angeboten. Einstellgebühren verlangt Azubo.de keine. Lediglich Hervorhebungen und zusätzliche Bilder kosten Geld. Im Verkaufsfall wird zudem eine Provision in Höhe von 4,5 % des Verkaufspreises erhoben. “Der Betrieb der Plattform erzielt derzeit einen Jahresüberschuss von circa 10.000 Euro, bei einer wöchentlichen Arbeitsleistung von circa zwei Stunden”, schreibt Ludigkeit. Entsprechende Steigerungsraten seien möglich. “Die Plattform besitzt großes Potenzial, welches von engagierten Mitarbeitern zum Einstieg oder Vergrößerung im Auktionsbereich genutzt werden kann.” Azubo.de steht komplett oder in Teilen zum Verkauf. Angeboten werden: Die Übernahme aller Kunden, die Auktionssoftware inklusive aller Supportfunktionen, die Server und die Marke inklusive aller Domains. Wobei der Erwerb der Marke nur in Verbindung mit dem Erwerb aller Kunden oder der Software möglich ist. Die Azubo GmbH & Co. KG steht dagegen steht nicht zum Verkauf.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. chucky

    endlich nach dem ganzen bullshit-bingo mal zur abwechslung ein grundsolides geschäftsmodell.

    ich wäre dennoch überrascht wenn es mehr als 30000 dafür gibt.

  2. Azubo ist mehr wert wie 30.000 – ich würde auf mind. 300.000 schätzen – wahrscheinlich sogar noch mehr. Ansonsten kann ich mich chucky anschließen – da Geschäftsmodell ist gut, auch wenn Vermarktungstechnisch in den letzten Jahren eher weniger gelaufen ist.



  3. Michael

    Wäre es mehr wert, hätte man es “unter der Hand” bereits verkauft.



  4. Horst

    Ich denke sogar dass dieses brillante Portal mehere Millionen wert ist. Wer hier nicht zugreift, ist selbst schuld.

    Horst



  5. Michael

    Nur mal, um den ungefähren Gemütszustand der aktuellen Mitglieder aufzuzeigen, ein Auszug aus dem azubo.de-“Forum”/Gästebuch:

    “Guten Abend an Alle @XXX, ich hab auch einen klitzekleinen Verkauf gehabt, hatte noch nicht mal die Verkaufsmail erhalten aber die Azubo-Rechnung war schon da…. wegen 10 Cent, einfach lächerlich. Wir wohl das Beste sein alle Auktionen zu löschen, ich hatte meinen letzten Verkauf 2006…Klasse.. und der Kunde hat noch nicht mal bezahlt aber das interessiert ja Azubo nicht mehr, kommt nicht mal mehr Antwort auf Anfragen.. traurig so was!”

  6. Ok, wenn azubo am aussterben ist, muss ich meine Meinung korrigieren. @Michael – danke für die Info.



  7. Benjamin

    Meines Wissens ist da gar nichts mehr los …

  8. Jedes Unternehmen hat auch einen Kunden der nicht voll zufrieden ist. Das heisst aber doch noch lange nicht dass es einem Unternehmen schlecht geht oder es auf dem absteigenden Ast ist.
    Ich fahr nen Audi, find die Preispolitik panne, hab das auch in ner Mail an Audi geäussert und ist Audi deshalb jetzt am Ende ? Hallo ? Aufwachen !
    100% Kundenzufriedenheit gibt es nur auf BWL Powerpoint Folien… und das is wohl bisher das einzige was hier einige aus dem “Real-Business-Life” gesehen haben.

    Zum Thema:
    Mit der richtigen Vermarktung kann bestimmt noch mehr aus Azubo rausgeholt werden als im Moment gemacht wird.



  9. wigger

    “Der Betrieb der Plattform erzielt derzeit einen Jahresüberschuss von circa 10.000 Euro, bei einer wöchentlichen Arbeitsleistung von circa zwei Stunden”

    2h pro Woche ingesamt Arbeitszeitinvestition oder wie ist das zu rechnen ??? das brauche ich ja in der woche um meinen pc hoch zu fahren und wie sind die 10.000 EUR überschuss zu rechnen ? für 800/Monat würde ich aber auch nicht mehr als 2 h die woche arbeiten. arbeitszeit ist da nicht mit abgezogen oder wie ? bei 25.000 permanent eingestellten Auktionen kommt auch nie ne mail anfrage ? damit kann man nicht viel anfangen. bei webprojekten rechnet man ja häufig den gewinn mal 3 oder 4 jahre. 40.000 EUR erscheint mir aber etwas wenig. nochmal 20-30 für technik und Daten drauf. Aber viel mehr scheint es auf den ersten blick nicht zu sein.alleine für das rechnungswesen und die technik braucht man doch mehr als 2 stunden die woche, selbst pro Tag.



  10. Felix

    Nein Nein
    Es ist mehrere Milliarden wert!



  11. Michael

    @Roland, immer mit der Ruhe. Natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, dass es nirgends 100% Kundenzufriedenheit gibt. Allerdings ist mehr die Aussage dieser Kundin (und damit ist sie nicht allein), dass sie seit 2006 nichts mehr verkauft hat, als ihre Unzufriedenheit von Bedeutung.
    Und dass azubo.de im derzeitigen Zustand sehr wohl auf dem absteigenden Ast ist, kann wohl niemand verneinen – oder etwa doch?

  12. Die Plattform sollte selbst über azubo versteigert werden. Ist doch n tolles Modell, Felix redet von Milliarden aber Horst von Millionen, er würde also den Zuschlag erhalten!

  13. jo ich meinte nur dass man das nicht anhand von 1-2 kommentaren in nem forum sagen kann.

    dass es für ein geschäft nich förderlich ist dass die gründer sich anderweitig umsehen ist natürlich klar und wird schon zu einem einstellen des services führen da geb ich dir auf jeden fall recht.

    ich bin jedenfalls für jede gute ebay konkurrenz.



  14. Heinrich Heine

    wie hoch sind denn die betriebskosten für server etc. oder muss der kram erst umgezogen und auf eigenen systemen installiert werden? 2h arbeitsaufwand pro woche halte ich auch für zu niedrig. das wäre vielleicht ein hobbyprojekt, aber für ein hobbyprojekt würde ich sicher keine 30.000 ausgeben …



  15. Heinrich Heine

    @philip schumann

    tolle idee, hoffentlich wird dein vorschlag erhört :)



  16. chucky

    das ironische an der sache ist doch: mehr als 30.000 euro wird das azubo-team nur bekommen, wenn sie ihre plattform auf ebay versteigern ;)

    da ist auch nicht mehr soviel los, aber mehr auf als azubo.

    dennoch, bevor ich “myhundefutter” kaufe, biete ich mal bei azubo fuer azubo mit ;)

  17. verdammt chucky! die ebay exit idee kam mir auch gerade ;)

  18. Schaut Euch doch mal das Alexa-Ranking von Azubo an. Das sagt alles. Die Seite ist Tot.
    Ganz aktiv und im letzten Jahr stark gewachsen dagegen ist Hood.de. Siehe hier: http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/hood.de?site0=hood.de&site1=azubo.de&y=r&z=3&h=400&w=700&range=5y&size=Large

  19. @Bonard

    auvito.de ist stärker gewachsen!



  20. Markus

    Das das Azubo Konzept nicht aufgeht, hatte ich mir schon vor 2 Jahren gedacht. Wenn man die Alexa Rankings betrachtet wäre man dumm, für Azubo mehr als einen 4-stelligen Betrag auszugeben. Selbst das würde ich nicht tun, da die Macher sicher ALLES versucht haben um diese Plattform zu etablieren. Die Jungs waren damals ja sogar in einigen Fernsehsendern und es wurde wirklich über Azubo geredet.
    Wenn hierbei der Selbstläufereffekt nicht zum Tragen gekommen ist, und die Userzahlen von Monat zu Monat gestiegen sind, dann wird dies auch NIE der Fall sein.

    Ich würde mir wirklich eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Ebay wünschen, da die Provisionen doch pervers sind. Bei einem Projektverkauf habe ich kürzlich satte 730 EUR Gebühren bezahlt !
    Auvito geht hierbei schon einen Schritt in die richtige Richtung.

    Allerdings wird immer das Henne/Ei Problem bestehen:
    Ich würde meinen Artikel nicht bei einer Plattform einstellen, auf der mein Artikel nur schätzungsweise 1/1000 x so oft angeschaut wird wie bei Ebay.
    Somit kommt meine Provison durch einen erhöhten Kaufpreis natürlich wieder rein.

    Toll wäre es, eine kostenlose Plattform zu haben, die eine ähnliche Bekanntheit wie Ebay geniesst (ich kannte Auvito z.B. bis eben noch gar nicht).
    Evtl. sollte sich eine “Freebay” Gemeine zusammenrotten und eine solche Plattform durch Schneeball-Emails an Freunde publik machen ;-)
    Aber ich schweife ab…

  21. ich kann mir nicht vorstellen dass dieses projekt einen sehr hohen verkaufswert erzielt. bei ebay beispielsweise werden ähnliche buden für wenige tausend euros verkauft. leider bekommt man nicht die investierte arbeit ausbezahlt – außer man hat facebook “kopiert”.

  22. @marc: Auvito ist keine Auktionsplattform sondern eine Landstelle für Google-Spamming. Die Seite ist Augenwischerei und absolut tot.



  23. Atzu Bert

    Azubo ist ganz genau Null Euro Wert.

    Vielleicht findet sich noch ein dummer, der die Abwicklung der Firma auf lau übernimmt…

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