trigami macht jetzt auch in Videos

Der Blogvermarkter trigami (www.trigami.com) erweitert seine Produktpalette. Neu im Angebot sind Video-Reviews. “So können Unternehmen für sich die Emotionalität von Videos mit der Authentizität anwendergenerierter Inhalte kombinieren”, teilt das im Januar 2007 von […]

Der Blogvermarkter trigami (www.trigami.com) erweitert seine Produktpalette. Neu im Angebot sind Video-Reviews. “So können Unternehmen für sich die Emotionalität von Videos mit der Authentizität anwendergenerierter Inhalte kombinieren”, teilt das im Januar 2007 von Alain Aubert und Remo Uherek gegründete Unternehmen mit. Die Filmchen können die teilnehmenden Blogger anschließend in ihr eigenes Blog stellen, bei YouTube und Co. hochladen oder aber die Videos werden auf der Website des Auftraggebers veröffentlicht.

Bisher setzte trigami bei der Vermarktung von Blogs nur auf sogenannte Text-Reviews. Wie beim neuen Thema Videos können Blogger dabei im Auftrag von Unternehmen bestimmte Dienstleistungen oder Produkte testen und in ihrem Blog darüber schreiben. Die entsprechenden Beiträge sind dabei immer als bezahlte Werbung gekennzeichnet. Wobei die Schweizer darauf hinweisen, dass Blogger, bei jedem Auftag “völlige Meinungsfreiheit genießen”. Nach eigenen Angaben liefen über trigami im ersten Unternehmensjahr “mehr als 150 Blog-Marketing-Kampagnen”. Das Netwerk besteht demnach inzwischen aus “über 3.000 Bloggern im deutschsprachigen Raum”. Mit dem Produkt “Personal Feedback” wollen die trigami-Macher nun auch die nicht-öffentlich Kommunikation zwischen Auftraggebern und Bloggern verbessern. So lasse sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit ganz direkt der Puls von Meinungsmachern fühlen.

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* trigami gewinnt Investoren

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. “Die völlige Meinungsfreiheit”… Das haben wir anders erlebt.
    Nachdem wir kürzlich einen von trigami vermittelten Beitrag über G-Shock Uhren veröffentlichten, mußten wir uns erst mit Casio sowie der Mediaplanung von Heye & Partner, die trigami beauftragt hatten, ins Vernehmen setzen um nach zunächst erfolgter Verweigerung der Zahlung durch trigami, an unser Geld zu kommen.

  2. Aha…das ist interessant zu hören…
    Würdest du ins Detail gehen ??? Wir spielen auch mit dem Gedanken, Trigami zu beauftragen daher interessiert es mich sehr, welche Art Erfahrung du da hast…

    Gruß
    Blunar

  3. Hallo Alexander,

    Danke für die Erwähnung!

    Hallo Frank,

    Trotz Meinungsfreiheit muss natürlich stets die Aufgabe erfüllt werden. Wenn jemand beispielsweise weniger Text als gefordert oder massgeblich am Thema vorbeischreibt, dann greift natürlich unsere Qualitätskontrolle ein. Die von Dir angesprochene Situation haben wir ja bereits vor Wochen geklärt und Du hast Dein Honorar inzwischen ausbezahlt erhalten. Glücklicherweise sind Bemängelungen die Ausnahme. Die allermeisten Reviews erfüllen die Anforderungen gleich im ersten Anlauf.

    Gruss, Remo

  4. WOW Remo – ihr reagiert aber verdammt schnell ;-)
    Könntest du vielleicht näher erklären, was denn der Knackpunkt war ?
    So wie ich es verstehe, hat man als Kunde von Trigami eben KEINEN Einfluß darauf, was, wie und vor allem wie viel geschrieben wird oder gibt es doch “versteckte” Richtlinien ? dann könnte ich ja einfach auch ne Anzeige schalten oder ? Der besondre Punkt ist doch eben, dass man keinen Einfluss hat sondern ganz darauf angewisen ist, ob das Produkt letztlich überzeugen kann….oder habe ich das falsch verstanden ?

    Gruß
    Blunar

  5. Hallo Blunar

    Man muss verstehen, dass es sich bei Trigami um Auftragsarbeiten handelt. Im Kundenbereich definiert ein Kunde das Briefing der Kampagne, d.h. gibt Hintergrundinformationen zum zu rezensierenden Produkt, sagt welche Zielgruppe (Länder) für ihn wichtig sind, definiert die Mindestlänge der Reviews (z.B. 300 Wörter) und definiert z.B. den Ablauf eines Produkttests (z.B. zuerst Testprodukt bestellen, danach Produkt ausprobieren und danach Rezension in Blog veröffentlichen). D.h. der Kunde kann sagen, welches Produkt und gegebenenfalls welche Features getestet werden sollten. Er steckt also den groben Rahmen. Die Blogger erhalten das Briefing und können sich dann mit ihren gewünschten Honorarvorstellungen beim Kunden bewerben (d.h. Blogger bestimmen selbst, wieviel Honorar sie verlangen möchten). Der Kunde sieht die Bewerbungen im Kundenbereich und entscheidet sich, welchen Bloggern er den Zuschlag geben will.

    Solange die Blogger alle Aufgaben erfüllen, sind sie völlig frei. Schreibt ein Blogger weniger als gefordert, ist dies ein Mangel. Schreibt ein Blogger z.B. statt über die neue “Auto”-Kategorie über die “Reise”-Kategorie, ist dies ein Mangel. Natürlich wird aber jedes Briefing von uns überprüft und zu eng gesteckte Rahmen sind natürlich nicht gestattet, da sonst der indirekte Einfluss auf den Inhalt zu stark ist. Wir empfehlen den Kunden immer, den Bloggern möglichst viel Handlungsspielraum zu lassen und die Briefings sehr weit zu formulieren. Im Optimalfall siehts die Aufgabe etwa so aus: “Hier ist das Produkt A, bitte testen und rezensieren”. Letztendlich reguliert sich der Markt aber selbst. Ist ein Briefing in den Augen der Blogger zu eng gesteckt, bewerben sich einfach weniger oder im Extremfall auch gar keine Blogger.

    Gruss, Remo

  6. Hmm – OK – macht Sinn und danke für die Erklärung ;-)

    Gruß
    Blunar

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