Web.de will das Social Network Shortview groß rausbringen

Das Internet-Dickschiff Web.de schickt nach unddu.de (www.unddu.de) ein weiteres Social Network ins Rennen. Der neue Ableger hört auf den Namen Shortview (www.shortview.de). Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Monaten von Sven Günzel […]

Das Internet-Dickschiff Web.de schickt nach unddu.de (www.unddu.de) ein weiteres Social Network ins Rennen. Der neue Ableger hört auf den Namen Shortview (www.shortview.de). Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Monaten von Sven Günzel entwickelt und dann von seinem Arbeitgeber Web.de übernommen. Günzel wirkt beim Karlsruher Unternehmen seit mehreren Jahren als Leiter Softwareentwicklung FreeMail. Nun trägt er zusätzlich den Titel Head of Development ShortView. Das Prinzip des Social Networks ist schnell erklärt: Shortview vernetzt die Mitglieder nach einer Auswertung der privaten Interessen und Hobbys automatisch in verschiedenen Diskussionsgruppen.

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Die hauseigene Konkurrenz unddu.de, in die angeblich ein zweistelliger Millionenbetrag investiert wurde, soll hingegen “sämtliche Versionen des Publizierens im Internet auf einem Portal vereinen: vom persönlichen Portal, über die private Homepage bis hin zur Nutzung für Communities und Social Networks”. Bei den Nutzern kam dieses Konzept bisher nicht an. Von der angekündigten siebenstelligen Nutzerzahl innerhalb eines Jahres dürfte die Community noch meilenweit entfernt sein. Nicht nur die Alexa-Zahlen deuten dies an, sondern auch das traurige Forum auf der Seite. Lediglich rund 740 Beiträge sind dort über ein halbes Jahr nach dem Start versammelt. Das sind zwar deutlich mehr als im Mai (deutsche-startups.de berichtete), aber noch immer nicht die Welt. Zumal auch die heißesten Themen nicht mehr als rund 1.000 Abrufe aufweisen.

Fehlt Firmenausgründungen der Charme des Underdogs?

Selbst eine großzügige Verlinkung auf der Startseite von Web.de konnte das soziale Netzwerk unddu.de bisher nicht nach vorne bringen. Und dass, obwohl das bekannte Portal zu einem der reichweitenstärksten Angebote der Republik gehört. Vielleicht können die klassischen Web.de-Nutzer mit dem Thema Social Networks (noch) nichts anfangen, vielleicht ist der Markt doch schon gesättigt, vielleicht lag es auch nur am Produkt, vielleicht fehlt solchen Firmenausgründungen aber auch der Charme des Underdogs. In diesem Fall ist die Übernahme eines bestehenden Projektes – wie bei Shortview – dann für etablierte Online-Unternehmen die beste Möglichkeit.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Als ich im Feedreader sah “Shortview Web.de groß rausbringen” musste ich sofort an Unddu denken. Gut, dass Du es schon aufgegriffen hast :)



  2. Pass

    Wie kann man für “unddu” eine zweistellige Millionensumme ausgegeben haben? Die meinen schon Euro, oder?



  3. ducky

    Short View ist ja um Klassen besser als unddu, sieht man auf den ersten blick! das hätten sie mal vor unddu rausbringen sollen. damit hätten sie wohl mehr erfolg gehabt. mit unddu kann ich leider rein gar nix anfangen!



  4. Anne

    tzja, was soll ich sagen?? bin grosser shortview-fan…es ist unglaublich, dass es endlichendlich mal eine sete gibt, in der NICHT an erster stelle das flirten steht, sondern kennenlernen (wer mag!) nach den gleichen interessen und vorlieben!!



  5. Phil

    Hm, sorry wenn die Frage blöd ist, aber was sind “Firnemausgründungen” ?

  6. :D Gute Frage. Sollte man die Presse Abteilung mal fragen :D

  7. @ Pass

    Auf jeden Fall Euro.

    @ Phil

    Gemeint sind Firmenausgründungen

  8. und ich dachte schon “für-ne-Maus-Gründungen”… ;-)



  9. Jennifer

    den Ansatz über Interessen zu gehen finde ich sehr interessant (ist ein schwacher Punkt bei den Konkurrenten :) und für die User spannender), aber die Seite ist mir zu chaotisch aufgebaut…



  10. Phil

    @ Alexander: Oh man, sorry, da hätte ich wohl auch selber drauf kommen können. Der typo ist ürbigens in der Überschrift des letzten Absatzes auch nochmal. (Dass er 2 mal drin war hatte mich übrigen so sicher gemacht, dass es ein richtiges Wort wäre)



  11. Mario

    Ich finde die Seite wesentlich innovativer als “Unddu” (“Unddu” ist in meinen Augen nur ein eher schlecht umgesetztes Myspace-Imitat).

    Die Interessen-Idee erscheint mir jedenfalls ganz gut zu sein: Würde mich auch lieber über meine Interessen unterhalten, als den ganzen Tag Teddybärbilder mit “Thx 4 the Add” zu veschicken ;) (…wie bei Myspace & Co)

    Ich wünschen denen jedenfalls (im Interesse von uns allen ;)) viel Erfolg, und hoffe das sich ein solches Konzept durchsetzt. Aber sie sollten, meiner Meinung nach, noch einige Dinge an der Seite verbessern.

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  15. Nadine Fischer

    Hallo! Unddu.de verfolgt trotz allem eine andere Strategie als ShortView. Unddu.de ist ja eher eine Art MySpace was Leuten zur Selbstdarstellung dient. Das ist bei ShortView ja nun gar nicht im Vordergrund. Hier stehen eher Interessen und Regionen im Vordergrund, was ich absolut genial finde.



  16. Hans

    Zur Zeit ist es leider bei ShortView so, dass sich ganz wenige einen Schlagabtausch liefern. Egozentriker haben dort die Macht. Wenn man sich mal die Themen ansieht, in die am meisten gepostet wird – es sind immer die selben “Kandidaten”. :-) Es verkommt nach meiner Meinung nach zu einem Spaß- und Egoforum. Viele haben sich schon wieder gelöscht, weil sie teilweise aufs schlimmst beleidigt werden. Gerade die “alten” bedienen sich dort einer Mickey Maus Sprache, die selbst die 14jährigen nicht drauf haben. Ein Tummelplatz für alle, die möglichst viele Beiträge liefern wollen. Und wenn es nur ein Wort ist. Das erhöht nämlich den Bekanntsheitsgrad! Beiträge sind nach Eingabe des Nutzernamens bei Google durchaus lesbar. Wer sich da anmeldet, muss mit einer großen Öffentlichkeit leben. Die sicher auch ausgewertet wird für Werbezwecke.

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