Wer\’s braucht – hot-dot am Start

Mit dem etwas schlüpfrig-provokanten Slogan “Ich brauch\’s einfach” betritt das US-amerikanisch-kanadische Dienstleistung-Start-up “hot-dot” nun auch die heimischen Online-Welt. Startschuss war Anfang Oktober. So funktioniert\’s: Privat- wie Geschäftskunden können ihre Nachfrage nach Waren und […]

Mit dem etwas schlüpfrig-provokanten Slogan “Ich brauch\’s einfach” betritt das US-amerikanisch-kanadische Dienstleistung-Start-up “hot-dot” nun auch die heimischen Online-Welt. Startschuss war Anfang Oktober. So funktioniert\’s: Privat- wie Geschäftskunden können ihre Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen durch einmaliges Ausfüllen eines Formulars gleichzeitig per Email an mehrere registrierte Anbieter verschicken – lokal, regional, überregional – die sich ihrerseits per E-Mail mit einem Angebot zurück melden. “Hot-dot” setzt somit weder auf Auktionen, Branchenlistings oder Preisvergleichsdienste. “Damit unterscheiden wir uns klar von anderen Dienstleistung-Portalen”, sagt Ewan Conor, 30, PR-Manager des Unternehmens.

Seit dem inoffiziellen Start haben sich rund 40.000 Unternehmen und Dienstleister in Deutschland, Östereich und der Schweiz bei “hot-dot” registriert. Von ihrem Ziel, innerhalb der 80 Branchen jeweils zehn Anbieter pro zwei-stelliger Postleitzahl anbieten zu können, ist das Start-up somit noch weit entfernt. Ohnehin knirscht es im Gebälk. Der Online-Auftritt ist derzeit weit davon entfernt, nutzerfreudlich und übersichtlich zu sein, so dass selbst Conor sagen muss: “Wir arbeiten daran!” Umso spannender wird es sein, wie sehr sich das Portal in diesem heiß umkämpften Segment durchsetzen wird.

Mit dem Handy in die Zukunft

Bislang ist die Dienstleistungs-Plattform kostenlos, will aber mit Gebühren für das Einstellen der Angebote profitabel werden. Für die Konsumenten bleibt\’s weiterhin umsonst, auch eine Registrierungspflicht entfällt. Für die Zukunft will “hot-dot” seinen Schwerpunkt vor allem auf das Handy legen. “Wir planen, dieses Angebot in den nächsten zwei bis drei Jahren um einen Sms-Service sowie um eine Voice-Box-Funktion zu erweitern”, so Conor.

DOT51 Incorporated ist ein U.S.- kanadisches Internet Startup Unternehmen.
Gegründet 2006 hat es seinen Sitz bei Portland in Oregon, USA und in Vancouver, British Columbia. DOT51 Incorporated plant für die nächsten Monate mehrere Private Placements in Europa und bis 2010/2011 ein GoingPublic in Deutschland bzw. dem Vereinigten Königreich (UK).

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Da Blunted

    Als ziemlich IT’lastiger Mensch fällt es mir schwer die Funktionen der Seite zu finden. ;-)

    Soll das sowas sein wie Askerus?



  2. Michael

    Ich kann Dich beruhigen, das hat definitiv NICHTS mit Deiner IT-Lastigkeit zu tun :)

  3. Nachdem sich viele einig waren, dass die journalistische Qualität hier nicht mehr betrachtet werden muss weil nicht gewünscht oder nicht erforderlich, mal ne andere Frage:

    Ist das Programm hier nicht “Deutsche Startups?”

    Warum gibt es dann diesen Beitrag? ” DOT51 Incorporated ist ein U.S.- kanadisches Internet Startup Unternehmen.”

    Oder schwenkt Ihr um auf http://www.startups-die-eine-deutsche-sprachversion-anbieten.de ?



  4. Da Blunted

    @Michael

    Ich hätte den Satz mit “Selbst/Sogar als….” beginnen sollen. ;-)



  5. Robert

    @Peter: good point!



  6. Sharif T.

    Ich sehe diese Seite eher als Informationsquelle über aber auch FÜR (potentielle) Deutsche Startups. Da nun ein US Unternehmen ein in DEUTSCHLAND noch neues Marktfeld öffnet/besetzt, ist das auch für DEUTSCHE Start-ups von Interesse. Ich fand es zumindest informativ.

    Kurz zur vorgestellten Seite: Klassisches Beispiel für Design frisst User. Das kann sicher so manches Deutsches Start-up besser ;-)



  7. thomas

    Wow, krass! So ne üble Optik hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen! Da hat man ja schon seine liebe Not überhaupt die Texte zu lesen (rechsbündig – soll das cool sein?) … und dieses Gekrakel. zu klein und unscharf … Wie kommen die zu 40K regUsern? … Kann doch nicht sein, oder? Das ist doch ne Scherzseite um die User auf deutsche-startups.de zu testen …

  8. Ich dachte ich geb mal einge Anmerkungen zu den Kommentaren:
    Wie im Artikel beschrieben arbeiten wir an einer User freundlicheren Version. Uns ist natürlich bewußt, daß wir mit den althergebrachten Sehgewohnheiten ziemlich brechen. Unsere Ursprungsversion war ziemlich schlicht und übersichtlich. Wir haben dann die registrierten Unternehmen gefragt wie Sie den Auftritt finden. Das war dann aber wiederum zu schlicht. Da wir weder Auktion noch Brachenverzeichnis etc. sind gibt es keine Schublade in die wir gepackt werden können. Insofern muß der User sich zwangsweise näher beschäftigen. Ja Askerus geht in die gleiche Richtung nur bei uns werden 80 Branchen angeboten und Du mußt nicht unbedingt ein Formular ausfüllen (und Du legst fest wie Deine Anfrage inhaltlich aussehen soll!)
    Man kann auch direkt eine Email/SMS mit seinen Bedarf an uns schicken (ohne ein Formular ausfüllen zu müssen). In 2008 kann man seinen Bedarf auf eine Voicebox sprechen die dann in Textform an die Anbieter weitergeleitet werden soll. Eine Registrierung für User die ihren Bedarf decken wollen ist auch nicht notwendig.

  9. Wir waren in den letzten 7 Monaten nur damit beschäftigt Anbieter zu akquirieren. Da unser Service für beide Parteien umsonst ist die Hemmschwelle sich zu registrieren nicht wirklich groß. Wie gesagt grundsätzlich könnte unsere Website mit zwei bis drei Buttons auskommen. Das würde eigentlich reichen. Nur das bricht auch wiederum mit den Sehgewohnheiten.



  10. Da Blunted

    @Ewan
    Nix für ungut aber ich würde mich, anstatt hier Kommentare zu schreiben, an deiner Stelle lieber in eine Ecke stellen und für so eine Seite schämen. ;-)
    Mit solchen Seiten geht das Geschrei wieder los, dass die Web 2.0 Blase kurz vorm platzen ist und das schadet der ganzen Branche.

    PS: Ich sehe diesen Kommentar mal als Ausgleich für die hier nicht vorhandene journalistische Betrachtung von PR-Meldungen.

  11. Als alter Hase der New Economy kann ich Dir sagen, daß das Überleben von Startups nur etwas mit dem Geschäftsmodell zu tun hat. Bei Web 2.0 gibt es sicherlich Modelle die mehr Chancen haben als andere.



  12. Sebastian

    andere, wenige, genau wie vor 7 Jahren. Es ist doch immer so. Guck dir die dummen Sportnetzwerknachahmer, Reiseportale on mass usw. doch mal an, was soll das, brauchen wir 20 verschiedene Anbieter? Maximal überleben werden nur 2 bis 3. Vielleicht sollten einige Gründer nochmal die Schulbank drücken…



  13. thomas

    Mein lieber Herr Gesangsverein!
    Da sagt uns doch glatt jemand, dass ein Auto mit quadratischen Reifen besser fährt als ein mit runden, nur weil das Fahrerlebnis ein “neues” ist …
    Wenn ich beim Klicken auf “News & Events” die FAQs erhalte, unscharfe Typo schlicht weg nicht lesen kann oder zu enge, blasse und rechsbündig gesetzte erst gar nicht lesen will als User, tja, dann frage ich mich schon, ob die Firma “Garbage” (Äh, was heißt das gleich wieder?) nicht nur die Programmierung (s.Impressum) sondern auch große Teile des Usability Testings und des Designs übernommen hat. Egal. Sei’s drum … Dass hier bewusst mit Sehgewohlheiten gebrochen werden soll, kann jedenfalls kaum ernst gemeint sein.

    P.S.: @Ewan: Fragt doch mal Euren Anwalt, ob Ihr nicht besser die AGBs überall dort als Link hinterlegt, wo man diese auch akzeptieren soll. Oder soll erst das den Nutzer dazu bringen, sich näher damit auseinander zu setzen ;-)



  14. Lars

    Das passiert eben, wenn man einem Künstler freie Hand lässt: Man bekommt ein Kunstwerk! …Aber eigentlich wollte man ja ein Produkt.

    Ihr müsst euch mal den Quelltext der Seite anschauen…der ist um längen verständlicher als seine visuelle Repräsentation. :D

  15. Und jetzt nochmal inhaltlich: das Ding hat Null Relevanz, 40.000 “registrierte” Unternehmen haben die vielleicht, indem Sie ein Gewinnspiel bei Kleinunternehmen per Post gemacht haben, wo man seine eMail Adresse angeben musste.



  16. Robert

    Mir ist übrigens mal aufgefallen, dass doch so einige der Gründer recht schnell eingeschnappt sind, wenn man nicht gleich JUCHU DAS BRAUCHEN WA ABER schreit. Also: Das hier ist nicht openPR insofern kann mal alles kritisch hinterfragen, klar hättet ihr das lieber andersrum aber mein Gott ich sag mal so – if you can’t stand the fire, don’t tickle the dragon! (in deutsch gibts da nix was so schön passt)

  17. @ Robert
    Wir können mit Kritik natürlich leben. Wir befassen uns damit und diskutieren eventuelle Änderungen…..



  18. Da Blunted

    Auf einem lustigen Server werden die auch gehostet…

    http://kundenserver11hsgbr.de/

    Ein Schelm wer sich bei root/root was böses denkt. ;-)



  19. Harry

    @Ewan
    Kritik an der Website-Optik gibt es ja bereits zu genüge, deshalb spare ich mir das mal :-)

    Ich hätte vielmehr eine logische Frage, die mir der Artikel nicht beantworten kann: warum habt Ihr eueren Sitz in den USA, wenn Ihr eine Seite für den deutschen bzw. europäischen Markt betreiben wollt? Habt Ihr eine (vielleicht bereits etablierte und erfolgreiche) Vorlage in den USA? Wenn ja, welche? Google spuckt dazu nichts brauchbares aus…



  20. Jürgen

    Also, auch wenn der Service vielleicht gut ist, nicht mal einem Professor von Stanford wäre in Stunden klar, was ihr da überhaupt macht. Diese Seite schreit gerade danach, vom Netz genommen zu werden. Das ist mit Abstand das schlechste, was ich im Leben im Internet gesehen habe. Da gibt es auch kein Pardon. Jungs, geht lieber zum Beten ins Kloster, anstelle blinde Coder mit nur 2 Fingern an der Hand zu beschäftigen.



  21. Michael

    Auf der anderen Seite: gäbe es diese angeregte Diskussion hier, wenn es eine 0815-Seite wäre? *mal drüber nachdenkt*



  22. Sharif T.

    Naja Diskussion ist ja schön. Aber wenn ich einen Shop ohne Bestellfunktion ins Netz stellen würde, würde auch darüber diskutiert, aber Geld verdienen könnt ich nicht. Oder finanzieren die sich in Wirklichkeit über Views und PageImpressions? ;-)



  23. Michael

    Ich muss sagen, je länger ich mir die Site anschaue, umso klarer wird sie. Unstrukturiert zwar, aber gerade das macht das Ganze doch in Zeiten des “Web 2.0-ich hab nur noch einen Button auf meiner Webseite” irgendwie interessant, findest Du nicht?
    Weiterhin glaube ich auch nicht, dass hier “blinde Coder mit nur 2 Fingern an der Hand” beschäftigt wurden. Zwar gebe ich zu, in Sachen Programmierung ein absolut Unwissender zu sein, dennoch würde ich behaupten, dass man sich die Grafiken und die Umsetzung nicht einfach so aus dem “html für Dummies-Handbuch” ziehen kann. Oder liege ich da falsch?



  24. Lars

    @Michael

    Ich als (nicht I-Net) Entwickler sehe das so, dass ich mir wohl die 2 oder 3 technisch unklaren Sachen in 2 Tagen zusammengoogeln könnte (Die Signup-bild-verifizierung sowie das die minimierbaren/verschiebbaren Popups sind ja irgendwo verfügbare Scripte).
    Und die Server-Administration scheint mir das ALLER unterste Level zu sein.

    Die Page wurde ganz eindeutig von einem technisch unbegabten Designer gemacht, der sich sein technisches Wissen kurzfristig angeeignet hat. “Innovatives” Design ist ja immerhin vorhanden also konnte der Mensch wenigstens grafisch etwas (Kunst ist allerdings immer Geschmackssache ;) ).

    Ich als depperter Techniker hätte ja in der erstbesten Schriftart langweilige linksbündige Texte verfasst, mit Knöpfen auf denen das drauf steht was sie machen. Aber das ist ja anscheinend nicht mehr Hipp genug. Eine Webseite als Suchbild hat ja eine viel höhere User-Experience. ;)

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