Zehn Fragen an Stephanie Staar von netmoms

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Vorstellen: Ja. Wünschen: Nein. Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet? Anfang der 90er in New York. Einfarbig und furchtbar. Aber endlich aktuelle News […]

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Vorstellen: Ja. Wünschen: Nein.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
Anfang der 90er in New York. Einfarbig und furchtbar. Aber endlich aktuelle News aus Deutschland.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Google Analytics, originalsignal, DailyCandy, Wikipedia.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Auf platzende Blasen.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Nach unzähligen durchgemachten Nächten (mal mit viel Kaffee, mal mit viel Prosecco) endlich die erste Version von “netmoms.de” online gebracht zu haben.

Was Ihr größter Flop?
Wir hatten für drei Stunden ein RTL-Team im Büro. Der Beitrag wurde nie gesendet.

Worüber können Sie lachen?
Dass viele “Experten” ein Online-Mütternetzwerk für ein Nischenprodukt halten.

Was bringt Sie zum Weinen?
Wenn jemand sagt: “Die Seite ist down!”

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Ab Januar 2008 mit Hartmut Ostrowski.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?.
Selbstregulierendes CSS, Prosecco mit integrierter refill-Funktion.

Zur Person
Stephanie Staar, Tanja Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont sowie Jens Echterling helfen seit April Deutschlands Müttern mit “netmoms” bei der Kontaktpflege. Alle haben früher für McKinsey gearbeitet. Staar wirkte zuletzt allerdings als Head of Strategy bei Avarto, der Druck- und Servicesparte von Bertelsmann. Zeitweise arbeitete Staar zusätzlich zu “netmoms” als Managing Director bei “Plazes”. Diesen Zweitjob hat sie inzwischen aber an den Nagel gehängt.

Artikel zum Thema
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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Warum ist denn ein Online-Mütternetzwerk kein Nischenprodukt? Und was ist so schlimm daran, ein Nischenprodukt zu sein? Gerade Nischenprodukte können sich leicht vermarkten lassen.

  2. Weil es mehr als Millionen Mütter in Deutschland gibt. Was hat das mit einer Nische gemeinsam? Wünsche viel Glück und Vergnügen mit der Website – meine Frau wird in 12 Tagen ebenfalls zu dieser “Nische” gehören.

  3. Es ist doch wirklich kein Nischenprodukt (mehr).
    Mittlerweile gibt es zahlreiche Netzwerke in der Art…

  4. Es hängt wohl davon ab, wie man “Nische” definiert. Für mich ist ein Nischenprodukt ein Dienst mit einer sehr spitzen, homogenen Zielgruppe. Ob es dann einen oder zehn Anbieter gibt, die diese Nische bedienen, spielt dann für mein Verständnis keine Rolle.



  5. Lars

    Wahrscheinlich sehen gerade wir Männer es als “Nische”, weil wir alleine schon genetisch nie dazu gehören können.
    Und da die meisten anderen, mit denen man über Web 2.0-Projekte spricht auch wieder Männer sind, die dann auch wieder sagen: “Wird mich garantiert nie intressieren!” tut Mann die Idee sofort im vornherein als Totgeburt ab.

    Aber viele von “uns” sehen Werbe-Einblendungen in Ego-Shootern als grandiose Idee mit einer unerschlossenen riesiegen Reichweite.

    Ich befürchte viel eher, dass “unsere” Scheuklappen in der ganzen Thematik noch viel zu groß sind.

  6. @ Marcel

    Nur weil es Mütter-Netzwerk heißt, wird es nicht automatisch ALLE Mütter in Deutschland ansprechen. Denn wozu ist ein Mütter-Netzwerk primär gut? Um sich Rat zu holen und mit anderen auszutauschen, wenn man ein Baby erwartet, ein Baby bekommen hat und dann die Jahre danach. Mit zunehmenden Alter des Kindes lässt der Informationsbedarf der Mutter nach und damit verringert sich auch der Nutzen des Mütter-Netzwerks für die Frau. Auch beim zweiten Baby wird die Mutter nicht mehr so viele Fragen haben wie beim ersten. Zudem darf man nicht vergessen, dass im Gegensatz zum typischen Web-2.0-Durchschnittsnutzer eine (Durchschnitts)Mutter weniger Zeit für Communities hat – zumindest dann, wenn sie nebenbei noch Karriere machen und ein soziales Real Life haben will.

    All das sind für mich Gründe, eine Mütter-Community als Nischenprodukt einzustufen. Vielleicht wird eines der Mütter-Networks irgendwann Millionen von Mitglieder in Deutschland haben und mich damit vom Gegenteil überzeugen. Momentan sieht das aber für mich noch sehr nach Nische aus.

  7. Haben denn Mütter wirklich die Zeit und Energie sich durch Mütternetzwerke zu kämpfen?

    ;-)



  8. Garniert

    An Beitrag 6: Volle Zustimmung. So ein Geblapper der guten Frau Arroganz. Nischenprodukt ist das ganz klar. Immerhin ein paar Jobs geschafft.

    Oder kann die nette Mutterexperting ein paar Fakten auf den Tisch legen?

  9. @6 und @7:
    Ich denke es ist wirklich eine Frage der Definition des Wortes “Nische”.
    Wikipedia bezeichnet eine Marktnische als einen Ausschnitt aus dem Gesamtmarkt dessen Bedürfnisprofil von aktuellen Wettbewerbern noch nicht erfüllt wird.
    Und ich glaube durch die Anzahl an bestehenden Mütternetzwerken wird das Bedürfnis der Zielgruppe “Mutter” längst mehr als ausreichend befriedigt.
    Schon allein deswegen weil die Zielgruppe sehr spezifisch ist und es nicht notwendig ist hunderte von Netzwerken in dieser Art dafür zu haben.

  10. Pingback: Startupblogger » Blog Archiv » Wieso keine Nische wollen?

  11. @ Heiko

    Wenn man diese Definition zu Grunde legt, dann ist es eigentlich das Erstrebenswerte, eine Nische zu finden. Und wenn dann Stephanie Staar explizit darauf pocht, dass ein Online-Mütternetzwerk keine Nische mehr ist, kann man das als Eingeständnis werten, dass man in der Wahl seines Marktes bzw. seiner Zielgruppe nicht besonders kreativ war?



  12. Patrizia

    hallo, habe jetzt nciht wirklich eien kommentar, aber eine frage und hoffe dass ich hier hilf3e bekomme!!
    ich bin mitglied bei den netmoms und bekomme seit 2 wochen keine seite in der “netmoms” vorkommt auf… an was kann das liegen? vielleicht kan mir jemand helfen!! DANKE DANKE

  13. Pingback: BrainsToVentures und Peter Kabel steigen bei mamiweb ein :: deutsche-startups.de

  14. Pingback: Mütter-Netzwerke nennen Zahlen :: deutsche-startups.de



  15. Alexandra

    Entschuldigung, wenn ich mich jetzt mal kurz aufregen muss, aber so ein uninformiertes Gelaber kann echt nur von Männern kommen. Ihr habt absolut keine Ahnung, vor allem Martin nicht. Ich bin zweifache Mutter und kann sämtliche Argumente von ihm widerlegen.
    1. Auch bezüglich meines größeren Kindes werfen sich immer wieder Fragen auf.
    2. Auch beim zweiten Kind habe ich viele Fragen – Kinder sind Menschen und keine Maschinen, wo es genügt, einmal das Handbuch gelesen zu haben!
    3. Ja, ich habe genügend Zeit, nein, es ist kein Kampf, auch ich verstehe, wie eine Network-Seite funktioniert und habe Spaß daran, obwohl ich eine Frau bin. Ach ja, und meine Zeiten sind vorzugsweise morgens von fünf bis sieben und nachts ab elf – Martin, kannst ja interessehalber mal nachsehen, wieviel Traffic zu solchen Zeiten auf Netmons ist….

    Liebe Grüße, AleXX



  16. Jessica aus Bonn

    @Alexandra

    Du bist meiner Einschätzung nach bestimmt von Netmoms.
    Ich bin mit einigen deinen Argumenten einverstanden, aber wenn du sowas machst, dann bitte nicht so offensichtlich :-)



  17. Julia M.

    @Stefanie Staar

    Ich bin eine Dipl.-Kffr von der Uni. Mannheim von Werdegang her und nutze auch Netmoms. Bin seit 5 Jahren Beraterin bei McKinsey Inc.

    Netzmoms ist ganz eindeutig ein Nischenprodukt.
    Da gibt es nicht zu widderrufen. Es ist daher ein großer Trugschluß zu schreibenn, dass Netmoms kein Nischenprodukt ist.

    Ich weiß dass viele VCs/Seed-Investoren ungerne in Nischen-Startups investieren, wie z.B. die Samwer Brüder. Daher behaupten viele Startups, dass sie kein Nischenprodukte.

    Die Argumente der VC/Seed-Investoren wundern mich immer und sind betriebswirtschaftlich nicht schlüssig, da Nischenprodukte/Nischen-Unternehmen im Durschnitt viel profitabler sind.

    @Investment von den Samwers in Netmoms
    Die Samwers investieren ja laut deren Investmentphilosophie nicht in Nischenprodukten.

    Ich finde das toll, dass sie Investmentkriterien aufgestellt haben, nach denen sie immer vorgehen.

    Wenn man aber dann in ein Nischenprodukt investieren will, ändert es auch nichts daran, wenn man sich selbst täuscht und behauptet, es wäre kein Nischenprodukt.

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