Hitflip zieht es in die Ferne

In die große weite Welt zieht es Andre Alpar, Jan Miczaika und Gerald Schönbucher, die Gründer der Medien-Tauschbörse “Hitflip“. Das große Ziel sind die USA. Unter www.hitflip.com künden die Kölner der amerikanischen Online-Gemeinschaft […]

In die große weite Welt zieht es Andre Alpar, Jan Miczaika und Gerald Schönbucher, die Gründer der Medien-Tauschbörse “Hitflip“. Das große Ziel sind die USA. Unter www.hitflip.com künden die Kölner der amerikanischen Online-Gemeinschaft bereits ihr Kommen an. Ein Starttermin existiert allerdings noch nicht. Ein paar Wochen, wenn nicht gar Monate kann es noch dauern bis zum Start in den USA. Ebenfalls auf der Agenda der “Hitflipper” stehen die Schweiz und die Niederlande.

In Österreich und Großbritannien ist die Tauschplattform dagegen schon vertreten. Wobei Geschäftsführer Schönbucher besonders das Geschäft auf der Insel, wo “Hitflip” den Markteintritt im Februar dieses Jahres durch die Übernahme des Konkurrenten “Swopex” stemmte, sehr viel Spaß macht. Im Vereinigten Königreich beträgt die monatliche Wachstumsrate stolze 75 %. Die Zahl der Mitglieder gibt Schönbucher mit rund 20.000 an. Großbritannien liege bereits deutlich über Plan, sagt der “Hitflip”-Gründer. In der Alpenrepublik hat “Hitflip” nach eigenen Angaben 3.000 Mitglieder und wächst monatlich um 15 %. Der österreichische Ableger sei auf niedrigem Niveau bereits profitabel, sagt Schönbucher. In Österreich ist “Hitflip” seit November des vergangenen Jahres aktiv. Im Gegensatz zu Deutschland konnten die österreichischen Nutzer direkt aus dem Vollen schöpfen und DVDs, Hörbücher, Musik-CDs, Spiele sowie Bücher tauschen. Hierzulande wurde das Tauschangebot erst sukzessive aufgebaut. Anfangs war “Hitflip” nur eine Tauschplattform für DVD.

Der wichtigste Markt für Alpar, Miczaika und Schönbucher bleibt vorerst Deutschland. Hierzulande konnte “Hitflip” seit dem Start im Sommer 2005 rund 160.000 Mitglieder für sich gewinnen konnte. Ende 2007 soll die Medientauschbörse in Deutschland profitabel sein. Genaue Geschäftszahlen verrät Schönbucher nicht. Die monatliche Wachstumsrate geben die Rheinländer mit rund 20 % an. Die registrierten Nutzer können bei “Hitflip” aus einigen hunderttausend Artikeln wählen. Am häufigsten wollen die User DVDs tauschen – gefolgt von CDs und Büchern. Bei jeder vollzogenen Transaktion kassiert “Hitflip” 99 Cent, bei hochpreiseigen Waren sogar 1,99 Euro. Nutzer, die selbst keine Waren anbieten wollen, aber gerne andere erwerben wollen, können die Tauschwährung Flips käuflich erwerben. Zwei dieser Flips kosten 5,99 Euro. Wer vier oder mehr kauft, bekommt Rabatt.

Die Verkaufsprovision und die Flips sind die Haupteinnahmequellen für “Hitflip”. Als weitere Einnahmequelle ist Werbung angedacht. Im Dezember des vergangenen Jahres setzte “Hitflip” erstmals auf Werbung. Sony warb im CD- und Spiele-Ressort für einen neuen Walkman. Bis dahin hatten sich die Hitflip-Gründer “bewusst gegen Werbung” auf ihrer Tauschplattform entschieden. Vor allem, weil sie die User Experience nicht verschlechtern wollten, sagt Schönbucher. Auch künftig will er “Hitflip” keinesfalls mit Werbung zukleistern, sondern nur solche Kampagnen zulassen, die “für unsere Mitglieder Relevanz haben und somit einen Mehrwert bieten”. Zunächst wollen Schönbucher und sein Team die Vermarktung in die eigene Hand nehmen. Der BWLer schließt im Erfolgsfall die Vergabe an einen Vermarkter aber nicht aus. Werbung werde aber nie die Haupteinnahmequelle von Hitflip sein.

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* Zehn Fragen an Gerald Schönbucher von Hitflip

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Kleiner Hinweis: Verlinkung von Hitflip.com ist nicht ganz korrekt (www taucht zweimal auf)

  2. Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

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  5. Es sei den Gründern gegönnt scheint ein gutes Konzept zu sein mit sehr guten Umsätzen. Das Angebot und die Werbung stimmt dann kann man denen nur noch alles Gute für die Zukunft wünschen ;)

  6. Pingback: Beiboot Hitmeister überholt Hitflip :: deutsche-startups.de



  7. Christian

    Ich bin seit Jahren Hitflip-Member, aber eines muss man der Plattform lassen: sie lernen und leben einfach nicht mit ihren Mitgliedern.

    1.) Usability
    Die Nutzbarkeit wird immer komplizierter, so dass ich selbst meist erst wieder überlegen muss, wie ich jetzt genau nochmal meine Artikel reinstellen kann.

    Insgesamt macht das GUI einen sehr umaufgeräumten Eindruck.

    Die Suche ist Schrott, da man selbst variieren muss, um zum Ergebnis zu kommen.

    => Nutzt doch bitte die moderne Technik, um Eure User zu verstehen!

    2.) Hyperinflation
    Die Umstellung auf 1 Flip / Euro macht den Braten nicht fett.
    Mittlerweile werden Spiele für 180 Flips angeboten!
    Der Markt funktioniert nicht mehr richtig, hab ich das Gefühl.

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