Jimdo baut jedem seine Wunsch-Website

Fridtjof Detzner, Matthias Henze und Christian Springub schwimmen gegen den Strom. Während die ganze Online-Welt im Blogwahn ist, setzen die drei Norddeutschen mit “Jimdo” auf die gute alte Website. “Ein Blog trifft häufig […]

Fridtjof Detzner, Matthias Henze und Christian Springub schwimmen gegen den Strom. Während die ganze Online-Welt im Blogwahn ist, setzen die drei Norddeutschen mit “Jimdo” auf die gute alte Website. “Ein Blog trifft häufig nicht die Bedürfnisse vieler Menschen”, sagt Henze. Mit wenigen Klicks kann sich deswegen jeder registrierte Nutzer bei der Website-Werkstatt seine ganz persönliche Netz-Visitenkarte zusammenstellen. “Texte, Bilder, Videos – alles ist möglich”, sagt Henze. Die Anpassung der eigenen Webpräsenz überzeugt dabei durch unzählige Möglichkeiten und eine äußerst simple Bedienung. Im Vergleich zu “Jimdo” ist der “Google Page Creator” kompliziert und unübersichtlich.

Grundlage der “Jimdo”-Software ist ein Content Management System, welches Detzner, Henze und Springub selbst entwickelt haben. Über das Unternehmen NorthClick, welches nun auch “Jimdo” betreibt, bieten sie dieses seit 2004 vor allem mittelständischen Unternehmen an. Somit ist es kein Wunder, dass bei “Jimdo” softwaretechnisch bereits alles so glatt läuft. Bei den Nutzern kommt die im Februar gestartete Website-Werkstatt ebenfalls gut an. Mehr als 10.000 Nutzer haben sich nach Unternehmensangaben bereits eine “Jimdo”-Page zugelegt. Dank der englischen Sprachversion, die im März online ging, nutzen demnach Menschen aus 101 Ländern die Website-Plattform.

Den internationale Expansion will Henze weiter forcieren. Ebenfalls auf der Agenda steht ein Ausbau der Kooperationen. Derzeit sind die Wahl-Hamburger lediglich mit dem HSV verbündet. Alle “Jimdo”-Nutzer können ihre persönliche Website dank dieser Partnerschaft in eine offizielle Fanpage des Fußballvereins verwandeln.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.