Exit In Berlin Recruit übernimmt Quandoo – für 198,6 Millionen Euro

Recruit Holdings aus Japan übernimmt das Berliner Start-up Quandoo. Bisher hielt Recruit knapp 7 % am jungen Unternehmen, das sich als Reservierungsplattform positionierte. Nun übernimmt Recruit die restlichen Anteile und zahlt dafür in bar 198,6 Millionen Euro.
Recruit übernimmt Quandoo – für 198,6 Millionen Euro

Das japanische Unternehmen Recruit Holdings fiel hierzulande zuletzt durch Investitionen in Quandoo und trip.me auf. Nun schlagen die Japaner erneut zu und übernehmen das Berliner Start-up Quandoo, in das sie erst im Herbst des vergangenen Jahres investiert haben. Bisher hielt Recruit knapp 7 % am jungen Unternehmen, das sich als Reservierungsplattform für Restaurants positioniert. Nun übernimmt Recruit die restlichen Anteile und zahlt dafür 198,6 Millionen Euro – in bar.

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Quandoo wurde von Philipp Magin, Daniel P. Glasner, Ronny Lange, Sebastian Moser und Tim-Hendrik Meyer, allesamt vorher Groupon, ins Leben gerufen. Piton Capital, Holtzbrinck Ventures, DN Capital, die Familie Sixt und Co. investieren in den vergangenen Jahren in das umtriebige und schweigsame Start-up. Im Sommer des vergangenen Jahres sammelte das Start-up sogar 25 Millionen US-Dollar auf einen Schlag ein. Davor flossen Anfang des vergangenen Jahres 8 Millionen US-Dollar in die Jungfirma (ehemals als eCABO bekannt). 2013 floss ein “hoher siebenstelliger” Betrag in Quandoo. Insgesamt sammelte Quandoo somit über 30 Millionen Euro an Venture Capital ein.

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Zuletzt standen auf der Payroll des Unternehmens rund 280 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben arbeitet das Start-up derzeit mit 6.000 Restaurants – in 45 Städten in 13 Ländern auf 3 Kontinenten – zusammen. Der Verkaufspreis in Höhe von 198,6 Millionen Euro dürfte sich für alle Beteiligten somit lohnen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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