Mit foundersbox kostenlos Rechtsdokumente für Gründer erstellen

foundersbox (www.foundersbox.de) ist kein Start-up, sondern für Start-ups. Völlig kostenlos – und das wird auch künftig so bleiben – können Gründer sich über die kleine Plattform zentrale Rechts-Dokumente wie Term Sheets, und Arbeitsverträge […]
Mit foundersbox kostenlos Rechtsdokumente für Gründer erstellen

foundersbox (www.foundersbox.de) ist kein Start-up, sondern für Start-ups. Völlig kostenlos – und das wird auch künftig so bleiben – können Gründer sich über die kleine Plattform zentrale Rechts-Dokumente wie Term Sheets, und Arbeitsverträge für Start-up individuell selbst erstellen. Außerdem wird wichtiges Gründerwissen zu den Themen Rechtsform, Finanzierung und Mitarbeitern vermittelt.

Betreiber des Portals sind Peter Möllmann und Stephan Bank, die die Venture Capital Praxisgruppe der steuerzentrierten Rechtsanwaltskanzlei Flick Gocke Schaumburg in Berlin leiten. Und ihre Intention ist es, mit diesem Service einen “gemeinnützigen Beitrag für die Community, vor allem hier in Berlin” zu leisten, so Möllmann.

Tatsächlich steckt vor allem hinter der Entwicklung der online ausfüllbaren Dokumente: Gründungsdokumente, Series A Term Sheet und Arbeitsvertrag mit Sicherheit viel Programmierarbeit. Und zuvor mussten die Juristen selbst ran, nämlich an die Standardisierung der Bestandteile. Möllmann: “Die größte Herausforderung für uns als Juristen war es, die von uns entwickelte und verwendete Musterdokumentation vollständig zu ‘programmieren’, so dass sie mit einem Online-Fragen-/Eingabe-Formular verknüpft werden konnte.”

Das Ganze ist also wirklich ein toller Service für Gründer, die beim Ausfüllen der Online-Formulare noch dazu eine Menge lernen, so zum Beispiel, Verträge von Venture Capital Investoren “funktionieren” und auf was es dabei ankommt. Und weil hinter dem Angebot Juristen ‘vom Fach’ stehen, ist – obwohl immer wieder betont wird, dass es keine individuelle Rechtsberatung darstellt oder ersetzt – kann man beruhigt davon ausgehen, dass die gebotenen Informationen und die Fragen in den selbst zu erstellenden Dokumenten Hand und Fuß haben.

Natürlich positioniert sich die das Portal betreibende Wirtschaftskanzlei mit diesem Service-Angebot auch als Experte in Sachen Gründer-Beratung – und es könnte durchaus vorkommen, dass der eine oder die andere sich durch dieses Portal inspiriert fühlt, der Kanzlei auch ein Mandat zu erteilen. Aber das ist ja absolut nichts Ehrenrühriges. Hier wird Expertenpositionierung auf eine für die Nutzer wirklich nutzbringende Art und Weise betrieben, ohne sich aufdringlich als Kanzlei der Wahl im Fall einer Gründung oder Finanzierungsrunde aufzudrängen.

Ausbaufähig allerdings sind diverse Formulierungen, vor allem in den Dokument-Formularen. Die Know-How-PDFs sind noch überwiegend allgemeinverständlich formuliert, wenn auch inhaltlich durchaus erweiterbar, um wirklich umfassendes Gründerwissen zu vermitteln. Um aber auch nur zu verstehen, was man in die Dokumente eintragen soll, muss man schon gebündeltes Entrepreneur-Wissen mitbringen. Das Formular strotzt vor Fachbegriffen wie ‘Cap Table’, ‘Pre-Money-Bewertung’, ‘Ant-Dilution-Protection’ oder ‘ESOP’, so dass man ohne fundiertes Vorwissen oder eben fachliche Beratung ziemlich verloren ist.

Es wäre zu wünschen, dass das Portal um eine sehr gute Dokumentation der zu erstellenden Dokumente ergänzt wird, die alle Fachbegriffe gut erklärt und möglichst zu jedem relevanten Feld Zusatzinformationen liefert.

Elke Fleing aus Hamburg unterstützt Start-ups und SMB bei Positionierung, Kommunikation und Wachstum. Sie wird gerufen als strategische Sparrings-Partnerin, Business-Coach und Workshop-Leiterin. Folgerichtig widmet sie sich auch hier vor allem Tools und Themen, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen. Außerdem ist sie Texterin und Webdesignerin, Speakerin und Moderatorin bei diversen Business-Events.



  1. Thomas P

    Ich finde / fand die Idee ja ganz nett. Sparen sich Gründer sicherlich einiges an Arbeit beim Ausarbeiten von Verträgen – gerade wenn keine Juristen an Board sind. Der Mustervertrag zur GmbH Gründung ist ganz ordentlich – das Thema Vesting ist gut erklärt und vernünftig geregelt. Beim Blick auf die Webseite selber dann die Ernüchterung: Impressum ist fehlerhaft (Stichwort “Disclaimer und Nutzungsbedingungen”). AGBs und auch Datenschutzbestimmungen – immerhin werden hier Nutzerdaten erfasst und verarbeitet – habe ich nicht gefunden. Ich erwarte ja kein Verfahrensverzeichnis, aber so ist das ziemlich mau. Und sagt mal den Design-Jungs, die sollen den Buttons auf der Startseite auch im nicht-hover-state eine Border 1px geben – so zappelt das Layout beim :hover ja wie meine alte Geocities-Homepage von anno ’97.

  2. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Investforum nicht nur an die Erfolge der letzen vier Jahre anknüpfen, sondern diese auch noch weiter steigern konnte. Insgesamt haben sich bisher auf allen vier VEranstaltungen des Investforums 82 Unternehmen präsentiert. Von diesen haben bereits 27 Start-ups eine Finanzierung abschließen und über 25 Mio. € einsammeln können. Wir wünschen allen Existenzgründern, die mit ihren hervorragenden Geschäftsideen am Elevator Pitch des Investforums 2012 teilgenommen haben, weiterhin viel Erfolg und hoffentlich das gewünschte Ergebnis in Form von einer Venture Capital-Beteiligung. In der Vergangenheit konnten mehr als die Hälfte der teilnehmenden Start-ups Venture Capital-Geber für sich gewinnen, warum soll es dieses Mal anders sein!? Das Für-Gründer.de Team freut sich jedenfalls auf die vielen noch folgenden Interviews und Geschäftsideen aus der diesjährigen Veranstaltung und natürlich schon auf das nächste Jahr – dann vermutlich in Halle an der Saale, dem Hauptsitz der Univations GmbH dem Organisator des Investforums .

  3. Natürlich positioniert sich die das Portal betreibende Wirtschaftskanzlei mit diesem Service-Angebot auch als Experte in Sachen Gründer-Beratung – und es könnte durchaus vorkommen, dass der eine oder die andere sich durch dieses Portal inspiriert fühlt, der Kanzlei auch ein Mandat zu erteilen. Aber das ist ja absolut nichts Ehrenrühriges. Hier wird Expertenpositionierung auf eine für die Nutzer wirklich nutzbringende Art und Weise betrieben, ohne sich aufdringlich als Kanzlei der Wahl im Fall einer Gründung oder Finanzierungsrunde aufzudrängen.

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