Twisper: Location-Scout auf Basis des eigenen Geschmacks

Öfter auf Reisen, aber keine Ahnung, welche Locations dem eigenen Geschmack entsprechen könnten? Twisper (www.twisper.com) macht sich daran, für frischen Wind zu sorgen und schlägt Nutzern per iOS-App neue Locations vor. Ein Algorithmus […]
Twisper: Location-Scout auf Basis des eigenen Geschmacks

Öfter auf Reisen, aber keine Ahnung, welche Locations dem eigenen Geschmack entsprechen könnten? Twisper (www.twisper.com) macht sich daran, für frischen Wind zu sorgen und schlägt Nutzern per iOS-App neue Locations vor. Ein Algorithmus extrahiert dabei aus verschiedenen Quellen Übereinstimmungen mit dem Geschmack des jeweiligen Nutzers heraus und fügt diese einer kleinen Notizliste hinzu.

Es geht ja eigentlich nichts über den Italiener um die Ecke oder den Club am anderen Ende der Stadt. Das Essen ist besonders gut, die Bedienung sehr freundlich oder das Ambiente etwas ganz Besonderes. Wer in der eigenen Stadt oder auf Reisen nach neuen Hotels, Bars oder eben Restaurants sucht, die dem persönlichen Geschmack entsprechen, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Der standortbasierte Dienst Twisper will mit seiner kostenlosen iOS-App Abhilfe schaffen und schlägt Nutzern ähnliche Locations vor. GPS muss dafür aktiviert sein, laut den Betreibern werden allerdings keine Ortsdaten gespeichert. Seit Veröffentlichung der App Ende Februar unterstützt Twisper die Städte Berlin, Zürich, Zermatt und Wien, weitere sollen später folgen.

Ein Algorhitmus findet Gemeinsamkeiten

Während der Registrierung in der App geben Nutzer ihre bisherigen Lieblings-Locations an und Twispers intelligenter Algorithmus, auch “Location Scout” genannt, beginnt mit seiner Arbeit: Auf Basis der gemachten Eingaben, Überschneidungen mit anderen Twisper-Nutzern oder den optional anbindbaren Facebook-Freunden erzeugt der Dienst neue Vorschläge für Locations, die dem bestehenden Nutzergeschmack entsprechen.

Twisper setzt sich aus drei Bereichen zusammen: dem genannten Location-Scout, einem intelligenten Notizbuch und einem sozialen Netzwerk. Das Notizbuch schneidet die eigene Location-Historie mit, aus der sich Einträge in die eigene Favoritenliste übertragen lassen. Die Liste dient als Basis für Neuentdeckungen am aktuellen Standort. Schließlich können Twisper-Nutzer anderen Nutzern folgen und sich so zusätzlich inspirieren lassen.

Screenshot mit zwei iPhones, die Location-Tipps und die eigene Location-Liste anzeigen

Thomas Sterchi, David de Brito und Darius Moeini gründeten die Twisper Travel GmbH im August 2012 in Berlin. Sterchi ist Inhaber der Schweizer Tom Talent Holding AG und schob Twisper mit einem sechsstelligen Startkapital selbst an. Nach Aussage Moeinis ist Twisper kein “Exit-Unternehmen” und auch nicht auf eine “Mega-Skalierung” aus, die Konzentration auf die Bedürfnisse der User sei sehr wichtig. Noch ist Twisper sowohl für Nutzer als auch Locationbetreiber kostenlos, später könnte es aber Pro-Features für Betreiber geben, zum Beispiel eine Booking-Funktion, Analytics oder eine hervorgehobene Darstellung in der App. Moeini meint dazu: “Twisper ist langfristig als ein Querschnittsprodukt zwischen ‘Recommendation-Engine’ und ‘Booking-Engine’  zu verstehen. Wir möchten ein One-Stop-Product für sophisticated traveling werden.”

In der Zukunft möchte das Twisper-Team eine engagierte Community aufbauen, die iOS-App weiter verfeinern und eine Android-Version starten. Inhaltlich streben die Macher eine schrittweise Erweiterung der Locations an, die sich von der DACH-Region über Europa bis schließlich weltweit finden lassen sollen.

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.



  1. steve

    fällt mir der hier ein:
    mit seiner frau ist es wie im Restaurant: man ist solange froh mit seiner Bestellung, bis man sieht was der nachbar auf dem teller hat..

    ich denke die menschen probieren die tage zu wenig aus und kastrieren dabei ihren eigenen horiziont. das beginnt beim essen im Restaurant, welches man nicht wechselt, weil es ja schon schmeckt – vllt schmeckt was anderes aber doch besser?

    in Berlin ist mir das beim feiern schon sehr oft aufgefallen: ich war selten 2x im gleichen Club – wurde aber nie enttäuscht und habe viele tolle Konzepte und Ideen gesehen.

    ist sicher eine tolle Idee – sehe da auch mehr potential als bei vielen anderen, die hier vorgestellt worden – aber wie gesagt: man sollte seinen Horizont nicht beschränken..

  2. Pingback: United Internet, Zapitano, Twisper.

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