TRG am Ende – Online-Marketing-Spezialist insolvent

Bitter für Hamburg: Nach dem Yield-Optimizer RevenueMax – siehe “RevenueMax vor dem Aus: Yield-Optimizer insolvent” – ist nun auch TRG – The Reach Group (www.trg.de), eine “strategische Unternehmensberatung im Bereich Online-Marketing” insolvent. Wie […]
TRG am Ende – Online-Marketing-Spezialist insolvent

Bitter für Hamburg: Nach dem Yield-Optimizer RevenueMax – siehe “RevenueMax vor dem Aus: Yield-Optimizer insolvent” – ist nun auch TRG – The Reach Group (www.trg.de), eine “strategische Unternehmensberatung im Bereich Online-Marketing” insolvent. Wie aus dem Umfeld des Unternehmens zu hören ist, versuchte das TRG-Team um Christian Hasselbring zuletzt noch, die Online-Marketing-Agentur zu verkaufen – leider ohne Erfolg.

Nach dem gescheiterten Notverkauf blieb dann nur noch der schwere Gang zum Amtsgericht und der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Sven-Holger Undritz bestellt. Wie bei RevenueMax sollen im weitesten Sinne Managementfehler für das Aus von TRG verantwortlich sein. Von Umsatzrückgängen, gestiegenen Kosten und dem Verlust von einem wichtigen Kunden ist die Rede. Die Vielzahl an Baustellen scheinen TRG das Genick gebrochen zu haben. Gerüchte über Probleme waren schon seit einigen Wochen im Umlauf. TRG wurde Ende 2008 gegründet. Seit Anfang Mai führte Hasselbring das Unternehmen mit seinen über 30 Mitarbeitern. Bis September des vergangenen Jahres führte Christoph Burseg, der inzwischen die Firma Massive Insights (www.massive-insights.com) aufbaut, die Online-Marketingfirma. Zwischenzeitlich führte Gerrit Stroomann das Unternehmen.

Zu den Gesellschafter von TRG gehören unter anderem Thomas Promny mit seiner Velevt Ventures, der SEO-Dienstleister sistrix und Ebuero-Macher Holger Johnson. Bitter dabei: Promny war auch bei RevenueMax an Bord. Bitter für ihn und bitter für Hamburg. “Wir Gesellschafter haben es leider nicht geschafft, TRG so aufzustellen, dass es ohne den Gründungsgeschäftsführer Christoph Burseg funktioniert. In den knapp vier Jahren unter seiner Führung ist die Firma solide und profitabel auf fast 40 Mitarbeiter gewachsen. Nachdem er aus privaten Gründen im September 2012 gegangen ist, ging es leider ziemlich schnell und unaufhaltsam bergab”, sagt Promny gegenüber deutsche-startups.de. Aus den beiden Pleiten will der Hanseat nun auch etwas mitnehmen: “Natürlich habe ich schon erfolgreichere Jahre gehabt als dieses. Aber auch das gehört dazu und ich habe viel daraus gelernt, was ich in Zukunft besser machen kann und werde. Dann kommen bestimmt auch bald wieder schönere Nachrichten aus Hamburg, da bin ich sehr zuversichtlich”.

Artikel zum Thema
* RevenueMax vor dem Aus: Yield-Optimizer insolvent

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Marcell

    “…versuchte das TRG-Team um Christian Hasselbring zuletzt noch, die Online-Marketing zu verkaufen – leider ohne Erfolg.” – Fehlt da nicht ein Wort hinter Online-Marketing?
    LG Marcell



  2. Stefan Huber

    Bitter für Spammer Promny, der sich gerne als toller Hecht als Unternehmer darstellt, zuletzt auf der SEO Cruise. Bin gespannt, wie es um die d3media bestellt ist, aber so schnell wird auch der Promny diesen Laden nicht zerstört haben. Hat jemand hierzu aktuellere Infos als den ersten Jahresabschluss von 2011 im Bundeszeiger?

  3. Stimmt, da fehlte das Wort Agentur. Ist hinzugefügt. Danke für den Hinweis.

  4. Wow, krass. Dachte ja erst, heute ist doch gar nicht der 1.April… Heftig…

  5. Ich mach mir jetzt mal ganz schnell ein paar “Feinde”: Agenturen die NUR oder SEHR stark auf SEO setzen (nicht One Man Shows) werden noch mehr viele Probleme bekommen, denn viele sind trotz intensiver Warnungen nicht auf die veränderten Bedingungen (seit 7/2011) vorbereitet.



  6. Michael B.

    Das habe ich mir auch gerade gedacht. Wahnsinn wie schnell man fallen kann. 2 x Insolvenz anmelden innerhalb kürzester Zeit. Definitiv nicht das Jahr von Thomas Promny.

    Ich würde an seiner Stelle definitiv nicht mehr als Speaker irgendwo auftreten und erzählen wie man erfolgreich eine Firma nach der anderen auf und wieder abbaut.

    Glaube auch nicht dass das die letzten Meldungen von Insolvenzen aus dem Online Marketing Bereich waren. Wenn man sich im ebundesanzeiger so das ein oder andere bekannte Unternehmen aus dem Toolbereich, SEO Agenturen usw. anschaut – sieht es für einige ganz bitter aus.

    Der Online Bereich ist nicht mehr das was er vor paar Jahren war, eine Goldgrube. Es ist ein Haifischbecken geworden wo man nur noch mit professioneller Arbeit und Geschick und Glück Erfolg haben kann.

    Das Aus von Promny´s zweiter Firma liegt definitiv nicht an den Google Updates wie es http://www.internetworld.de/Nachrichten/Marketing/Performancemarketing/The-Reach-Group-ist-insolvent-SEO-Optimierer-geht-in-die-Knie-76927.html beschreibt. Das ist einfach eine Ausrede.



  7. martin

    Thomas Promny – Internetunternehmer – hohoho!

    Sorry, dieser Typ mit den Wasserstoffblonden Haaren ist doch nur ein Billig-Kredit-Hype-Blasen-Boy.

    Nun platzt die Blase und er ist wech vom Fenster.

    Wer solch einen “Geschäftsmann” Aufmerksamkeit geschenkt hat, sollte sich selbst mal hinterfragen.



  8. stimme-vorrednern-zu

    …kann sich ja nochmal Geld vom HTGF holen. Frau Schmiedl scheint ja von seinen Konzepten recht überzeugt.



  9. Michel

    @Michael B:

    > Wenn man sich im ebundesanzeiger so das ein oder andere bekannte Unternehmen aus dem Toolbereich, SEO Agenturen usw. anschaut – sieht es für einige ganz bitter aus

    Jetzt mal Butter bei die Fische: Welche Agentur hat denn laut Bundesanzeiger richtig Verlust gemacht?



  10. Franck

    Schau dir mal Searchmetrics im Bundesanzeiger an. Da wird dir Angst und Bange…

  11. Kurzes Update: Habe eine Stellungnahme von Thomas Promny eingefügt.

    “Wir Gesellschafter haben es leider nicht geschafft, TRG so aufzustellen, dass es ohne den Gründungsgeschäftsführer Christoph Burseg funktioniert. In den knapp vier Jahren unter seiner Führung ist die Firma solide und profitabel auf fast 40 Mitarbeiter gewachsen. Nachdem er aus privaten Gründen im September 2012 gegangen ist, ging es leider ziemlich schnell und unaufhaltsam bergab”, sagt Promny gegenüber deutsche-startups.de. Aus den beiden Pleiten will der Hanseat nun auch etwas mitnehmen: “Natürlich habe ich schon erfolgreichere Jahre gehabt als dieses. Aber auch das gehört dazu und ich habe viel daraus gelernt, was ich in Zukunft besser machen kann und werde. Dann kommen bestimmt auch bald wieder schönere Nachrichten aus Hamburg, da bin ich sehr zuversichtlich”.

  12. Pingback: The Reach Group und RevenueMax sind insolvent | Investorszene | Magazin für Gründer und Investoren



  13. DD

    Also ich kann vielen nur Recht geben, was den Promny angeht.

    – ein wichtig macher, der NULL Plan hat und mit Glück soweit geschafft hat.

    – Ja ich bin auch dafür, dass der nicht mehr als Speaker unterwegs sein sollte

    – Und er hällt sich für einen “tollen Typ” und schreibt es auch oft.

    – Für mich ist er nur Arrogant, Hässlich und kein Plan von SEO!

    mit tun nur die Angestellten leid!



  14. Daniel Offermann

    Diese anonyme posterei ist ein echtes Geschwuer fuer solche Magazine.



  15. Julien

    @Offermann: Ändert in diesem Fall aber nichts am Wahrheitsgehalt der Postings.
    @Searchmetrics: Kapitalrücklage 5.513.500,00, Verlustvortrag: 4.018.610,33
    *PRUST*
    Haben diese Leute in BWL nicht aufgepasst?
    Verwechseln die + und – ?



  16. Christian Beller

    Solche Kommentare sind zum größten Teil doch wirklich überflüssig und nicht sehr hilfreich. Irgendetwas muss Thomas doch richtig gemacht haben, sonst hätte er nicht mehrere Firmen aufbauen können. Und ja niemand ist perfekt und der perfekte Unternehmer, es gilt immer wieder weitere hart an sich zu arbeiten. Aber diese ganzen negativen Kommentare tragen nicht unbedingt dazu bei, dass eine bessere Gründungskultur in Deutschland geschaffen wird. In einem Punkt muss ich allerdings recht geben (Nicht auf diese Insolvenz bezogen), viele Unternehmen sind dermaßen Produktfixiert und weniger Unternehmensfixiert, dass sie häufig gar nicht wissen wie sie ihr Unternehmen überhaupt finanzieren, da sie lediglich ihr Bankkonto sehen und nicht ihre Bilanz oder GuV und dementsprechend die Liquidität. Professionalität fehlt da doch häufig noch an vielen Ecken und Enden.



  17. klm

    Es ist immer wieder amüsant zu sehen, dass viele Kommentatoren offenbar viel tiefer in der Materie drin sind als Thomas Promny selber.
    Hier nochmal der Hinweis, dass Thomas Gesellschaft war, nicht aber der Geschäftsführer. Und wenn man sich mit seiner Venture-Gesellschaft beteiligt, dann geht auch mal was schief. den schadenfrohen kommentatoren sei gesagt, dass es auch andere Gesellschafter gab und dass Velvet Venture durchaus auch exits vorzuweisen hat und die firmen heute noch existieren. Bei der Gelegenheit checkt doch einmal nach, wie Eurer Portfolio so aussieht. Alles im grünen Bereich? :-)



  18. sören martius

    Die Kommentare hier sind teilweise echt unter aller Kanone. Ich finde über Leute sollte man auch immer erst urteilen, wenn man Sie persönlich kennt. TP hat sicherlich nicht ohne Grund in der Vergangenheit auch große Erfolge eingefahren. Vielleicht sollten sich die entsprechenden Poster noch einmal den Begriff “Venture Capital” reinziehen … speziell “Venture”.

    Vor allem gehören Fehler und Rückschläge doch dazu …



  19. Doggfather

    Ich finde die Berichterstattung unvollständig und nicht gut recherchiert.

    TRG ist aus einer Reihe von SEO Experten entstanden, die zuvor quer verteilt in großen Verlagshäusern der Axel Springer Familie sehr erfolgreich tätig waren. Der Hauptkundenstamm war logischerweise seit Beginn aufgrund des großen Vertrauens ebenfalls dort angesiedelt und das Geschäftsmodell in der Skalierung alles andere als einfach. Mit Christoph Burseg (ehemals Welt Online) ist eine weitere viel wichtigere Komponente im September 2012 TRG entglitten und diese heißt “Vertrauen”. In diesem liegt auch der eigentliche Managementfehler, der fortlaufend zu spät erkannt und nicht mehr korrigiert werden konnte. Eben einen gleichwertigeren Partner zu besetzen, der sich mit Christoph Burseg optimaler ergänzt als Gerrit Strotmann und auch das Vertrauen zu neuen Geschäftspartnern aufbauen bzw. nachhaltig im Wachstum fördern kann.

    TRG hat darüber hinaus sehr viel Pionierarbeit geleistet und große Erfolge gehabt, weil kontinuierlich eine große Wahrnehmungslücke in den Hamburger Verlagskonzernen optimal aufgefangen und geschlossen werden konnte. Die Mitarbeiter dahinter sind heute alle absolute Begriffe in der deutschen Online Marketing Szene und werden weiter Internetgeschichte schreiben, was für den einzigartigen Know How Transfer spricht, den dieses Unternehmen gelebt hat.

    Das Ergebnis der letzten Woche in der Summe objektiv gesehen ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass die Punkte “Erfolg gemeinsam und fair teilen” neben einer guten “Unternehmenskultur” und “Wettbewerbsfähigkeit” immer mehr in das Zentrum für die Beständigkeit und das erfolgreiche Wachstum von Unternehmen rücken. Und zuletzt machen auch alte Hasen wie Thomas Promny Fehler, sind morgen aber auch wieder neue Unternehmer, die aus begangenen Fehlern Lehren ziehen, bessere Unternehmen gründen und neue Arbeitsplätze schaffen.

    Man kann und darf erwarten, dass gerade in solchen Themen gründlicher recherchiert und berichtet wird nicht nur hier auch in allen anderen Publikationen, die bereits berichtet haben.

  20. SEOs die Internetgeschichte schreiben… ja, nee, ist klar.

  21. Pingback: Webperlen: Apple Entwicklerkonferenz WWDC, Google Compare und SEO Agenturen



  22. Frank

    Die Testimonials auf der Gimahhot-Startseite sind unecht. Man kann die Fotos rückwärtsgoogeln und findet die echten Personen dahinter… ziemlich unseriös

  23. Pingback: Anonymous



  24. Mats Weller

    Herr Hasselbrink sagt, er war niemals als Geschäftsführer bei TRG tätig. Was stimmt nun?

  25. Pingback: Mastering Google News mit dem Google News Dashboard von Trisolute

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