Nachhaltige Kommunikation? Noch nie was von gehört

Nachhaltige Kommunikation: Was ist das und wie funktioniert sie? – Gastbeitrag von Jürgen Rösemeier-Buhmann, freier Journalist, Redakteur und Autor: Ich kenne beide Seiten der Kommunikationskanäle. Als freier Journalist schreibe ich auch gerne über […]
Nachhaltige Kommunikation? Noch nie was von gehört

Nachhaltige Kommunikation: Was ist das und wie funktioniert sie? – Gastbeitrag von Jürgen Rösemeier-Buhmann, freier Journalist, Redakteur und Autor: Ich kenne beide Seiten der Kommunikationskanäle. Als freier Journalist schreibe ich auch gerne über Unternehmen, die mir ihre Informationen zuschicken. Vielfach fällt mir allerdings auf, dass die täglich eingehende Informationsflut journalistisch gesehen oftmals keine Mehrwerte bietet.

Oder anders ausgedrückt: Das was kommuniziert wird ist keine Nachricht wert, denn oftmals fehlt die Differenzierung zu Mitbewerbern. Gleichzeitig berate ich Unternehmen redaktionell, gebe Tipps für das richtige ‚Wording‘. Wichtig hierbei ist es sich abzuheben. Abzuheben von der Masse. Mein Ratschlag: Auch nachhaltig agieren, denn dann bewegt sich ein Unternehmen rein kommunikativ noch in einer Nische.

Die Sache mit der Nachhaltigkeit

Grundsätzlich steht Nachhaltigkeit auf drei Säulen. Der Begriff kann mit ökonomisch vernünftigem Handeln, ökologischer Verantwortung und sozialer Gleichheit beschrieben werden. Nachhaltig agierende Unternehmen erfüllen zumindest einen, im Idealfall alle drei Kriterien. Ökonomie, Ökologie und Soziales hin oder her – Nachhaltigkeit hat immer auch was mit Langfristigkeit zutun, mit Vorausschauen. Manchmal hilft der einfache „Blick über den Tellerrand“. Dann agiert man nachhaltig. Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde übrigens im 18. Jahrhundert in der deutschen Forstwirtschaft geprägt. Damals besagte der Begriff letztlich „Macht nur so viel Holz wie nachwachsen kann“.

Was ist nachhaltige Kommunikation?

Die genannten Grundsätze der Nachhaltigkeit sind bestens geeignet, um sie in die eigene Unternehmenskommunikation zu integrieren. „Längere Zeit anhaltende Wirkung“ – ein ideales Prinzip für die Darstellung nach außen. Mein Denkanstoß: Warum nicht beides verbinden, die Nachhaltigkeit mit der nachhaltigen, äußerst wirkungsvollen Kommunikation? Das heißt jetzt nicht, dass jedes Unternehmen und gerade Start-ups sich ökonomisch, ökologisch und sozial verrenken müssen, die Kriterien für ein nachhaltig agierendes Unternehmen vollends in allen Maßen erfüllen soll, doch: warum nicht einmal einen Teilaspekt davon, der aufmerksamkeitsstark kommuniziert wird?

Dabei müssen Sie nun nicht unbedingt „grüne“ Produkte herstellen und kurz nochmal die Welt retten. Aber: Kommuniziert man mit nachhaltigen Themen, also beispielsweise mit einem nachhaltigen unternehmerischen Engagement, dann ist eine Markendifferenzierung und damit ein Abheben von der Konkurrenz leichter zu vollziehen. Drei von vielen Beispielen: Gibt es eine Alternative für ein oder mehrere benötigte Produkte aus der Region, statt aus Fernost, Dienstleistungen vom nahen kleinen statt vom fernen Global-Player oder sind Hilfsbedürftige in der Nachbarschaft, die man tatkräftig und ohne großen finanziellen Aufwand unterstützen kann? Dann wechseln oder anpacken und das auch kommunizieren. Aber bitte nicht auf Gutsherrenart, sondern als Selbstverständlichkeit. Mit dem Nebeneffekt: Eine Reputation über das unternehmerische Angebot hinaus. Meist ohne Zusatzkosten.

Nachhaltige Kommunikation auch eine Frage der “Beziehung”

Beziehungen nach außen sind essentiell: Man kann noch so gut sein, noch so tolle Produkte, Dienstleistungen, etc. anbieten, wenn dies keiner weiß. Noch schlechter, zumindest genauso übel ist es, ein schlechtes Image zu haben. Klar, es gibt den Verkauf oder das Marketing, die (potentielle) Kunden ansprechen, aber die Kommunikation mit der Außenwelt im Allgemeinen, über sich und sein Tun, sollte als Kommunikationsmaßnahme nicht unterschätzt werden. Doch nicht nur der Kunde selbst sollte angesprochen werden. Auch alle anderen sind wichtig. Auch dies sorgt für Reputation. Ein ideales Medium hierfür: Die Presse.

Foto: Golden coins in soil with young plant isolated. Money growth concept from Shutterstock

Zur Person:
Jürgen Rösemeier-Buhmann ist seit langen Jahren freier Journalist, Redakteur und Autor in verschiedenen Büchern. Von seinem Büro nahe Heidelberg aus schreibt er für Onlineportale wie www.nachhaltigleben.de Artikel zu den unterschiedlichsten Themen. Zudem betreut er alteingesessene Unternehmen oder das Start-up ClimateWall aus dem Bereich ökologische Gebäudesanierung redaktionell. Der Autor steht für Fragen unter redaktion@muhvie.de gerne zum Austausch bereit.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Bernd

    Bei allem Respekt: ich bin mir sicher “beide Seiten der Kommunikationskanäle” raufen sich bei dem Artikel die Haare.

    Hier schreibt weder ein Journalist noch ein Kommunikation-Experte. Gefährliches Halbwissen trifft auf Inkrementalisten.

    Germanistik oder Anglistik studiert?

    Mein Ratschalg: “Schuster bleib bei deinen Leisten.”

  2. Pingback: CSR ist kein Marketing-Instrument | Reizwort

  3. Pingback: Nachhaltig Kommunizieren heißt, sich von der Masse zu unterscheiden :: deutsche-startups.de

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