15 Fragen an Marc Lampe von Merisier

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Für mich bedeutet das sehr viel. Ich hab unheimlich viel Spaß daran, im Driver Seat zu sitzen. Bei Merisier sind meine Freundin Anna Bojic […]
  • Von Christina Cassala
    Freitag, 23. November 2012
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Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Für mich bedeutet das sehr viel. Ich hab unheimlich viel Spaß daran, im Driver Seat zu sitzen. Bei Merisier sind meine Freundin Anna Bojic und ich selbst für den Erfolg verantwortlich und können die Dinge nach unseren Vorstellungen formen. Das macht mich wirklich glücklich und das ist, was ich immer wollte.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Die Idee kam uns erstmals, als wir immer wieder am Suchen nach passenden Geschenken für Geschäftspartner, Kunden aber auch privaten Kontakte waren. Und immer nur uns nicht zufrieden stellende Lösungen fanden.
Es gibt so viele Anlässe, wo schnell ein passendes Geschenk gefunden werden muss und wir hatten einfach keine Lust mehr auf die langweilige Flasche Wein oder den durchschnittlichen Fresskorb und wollten in dem Bereich des Schenkens etwas anbieten, dass besser und vor allen Dingen schöner ist, als was das, was man bisher angeboten bekommt.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Meine Freundin und ich haben und Erspartes zusammengekratzt und zusätzlich einen Kredit bei der Bank aufgenommen. Also alles aus eigener Kraft, das war uns wichtig.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Am Anfang kommt einem fast alles wie Stolpersteine vor. Denn alles, was man anfasst, erweist sich komplizierter als man denkt, was zum verzweifeln ist.
Die Technik ist aber im Endeffekt der größte Stolperstein für uns gewesen, da wir von dem Bereich mit unserem Wissen am weitesten entfernt waren und uns immer sehr unsicher waren, ob wir das Richtige tun.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ehrlich gesagt nichts. Es ist Alles nicht einfach gewesen, aber wir haben gute Entscheidungen getroffen. Wichtig ist, dass man nicht zu lange zögert und mutig nach vorne geht und sich immer mit seinem Partner gut versteht und abspricht.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Wir machen gute Erfahrungen mit neuen Marketinginstrumenten wie Social Media. Aber auch die klassischen Instrumente wie z.B. Presse sind immens wichtig für uns. Wir stellen aber auch fest, dass wir sehr von Empfehlungen unserer Kunden profitieren.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Wir haben wirklich viel Unterstützung von anderen Unternehmern, die unseren Leidensweg kannten und nachvollziehen konnten, bekommen. Wir haben viel umsonst oder zu sehr guten Konditionen bekommen; quasi als Starthilfe. Wie einem Freunde und Familie unterstützen können in so einer Zeit, kann man gar nicht in Worte fassen, da hatten wir großes Glück.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
1. Nicht zu lange zögern, sondern machen. Diese Geheimniskrämerei lassen, nicht meinen dass man das Rad neu erfunden hat. Die Gefahr, dass man kopiert wird ist viel geringer als die Gefahr, dass man sich mit Dingen, wie Vertraulichkeitserklärungen herumschlägt, die einen nicht weiter bringen und nur Zeit kosten.
2. Beachte Regel: Löse ein Problem und biete eine umsetzbare und skalierbare Lösung an.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Weniger Verwaltung und viel mehr Förderung und einen starken Fokus auf die Bereiche Wissen und Bildung.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Ich würde unglücklich in der Bank arbeiten. Meine Freundin wäre brotlose Künstlerin. Wir hatten Glück.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschenspielen?
In meinem eigenen. Manchmal hätte ich gern eine Außensicht, das würde sicher viele Erkenntnisse bringen.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Die Zukunft in 150 Jahren .

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Ein Drittel stecke ich in mein Start-up, zwei Drittel lege ich an. Ansonsten würde ich mir nur endlich mal eine tolle 6-wöchige Reise mit meiner Freundin leisten.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Ein schöner Sonntag ist ein spießiger Sonntag. ? Ausschlafen, ein ausgeprägtes Frühstück und eine gute Sonntagszeitung, danach ein Spaziergang und vielleicht ein bisschen Sport und danach Wellness.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Ich würde gerne einen Kaffee mit Lary Page und Mark Zuckerberg trinken wollen. Ich liebe Stereotypen.

Im Fokus: Weitere Fragebögen in unserem großen Themenschwepunkt “15 Fragen an

Zur Person
Marc Lampe ist immer auf der Suche nach Neuem. Bereits mit 17 gründetet er einen Wasserspender-Service, ehe er BWL an der FU/TU Berlin studierte und danach einen Ausflug in das Bankgerwerbe unternahm. Es folgten 4 Jahre Agenturerfahrung und einer Tätigkeit bei Jovoto. Letztes Jahr gründete er mit seiner Partnerin Anna Bojic Merisier (www.merisier.de).

Christina Cassala

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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